Soap-Check

«Unter uns» leidet unter der starken Konkurrenz

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Eine stabile Fan-Basis reicht manchmal nicht aus: Weil sämtliche Konkurrenten um 17.30 Uhr in den vergangenen Monaten zulegten, brachen die Marktanteile von «Unter uns» ein.

Quotenübersicht «Unter uns» 2016

  • Reichweite 3+: 1,20 Mio.
  • Marktanteil 3+: 8,4%
  • Reichweite 14-49: 0,58 Mio.
  • Marktanteil 14-49: 13,5%
Durchschnittswerte 2016 (Stand: 11.11.2016)
Während es vor allem «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» am RTL-Abend derzeit mehr als prächtig geht und «Alles was zählt» sich ganz ordentlich schlägt, fliegt «Unter uns» gerne mal unter dem Radar. Doch in den vergangenen Wochen kannten die Marktanteile der langjährigen RTL-Soap nur eine Richtung: nach unten – interessanterweise ohne Verlust an Zuschauern. Die Reichweite von «Unter uns» war zuletzt bemerkenswert stabil, seit Ende September hält sich «Unter uns» konstant bei 1,30 Millionen Interessierten.

Doch in diesem Zeitraum fiel der Gesamtmarktanteil der Seifenoper Stück für Stück von 9,9 auf zuletzt 7,6 Prozent. Ein ähnliches Bild bei den 14- bis 49-Jährigen: ungefähr 600.000 junge Zuschauer sind im Wochenschnitt seit September mit von der Partie – mit nur kleinen Ausschlägen in beide Richtungen. Doch seit dem Ende des Sommers sank der Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe von 15,6 auf 11,3 Prozent – eine mehr als bedenkliche Entwicklung.

Wenn die Reichweiten stabil bleiben, gleichzeitig aber die Marktanteile sinken, ist in den allermeisten Fällen eine stärkere Konkurrenz an den Verlusten schuld. Und blickt man auf die konkurrierenden Programme um 17.30 Uhr, ergibt sich ein stimmiges und gleichzeitig faszinierendes Bild. Beinahe sämtliche Konkurrenten von «Unter uns» konnten seit Ende September ihre Reichweite ausbauen. Vor allem bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten legten die Formate massiv zu: für «Brisant», das im Ersten zwischen 17.15 und 18.00 Uhr läuft, standen Ende September noch durchschnittlich 1,50 Millionen Zuschauer auf dem Papier – zuletzt waren es 2,27 Millionen. «Hallo Deutschland» (17.10 - 17.45 Uhr) verbesserte sich im ZDF von 1,71 auf 2,38 Millionen Zuschauer, «Leute heute» kommt im Anschluss mittlerweile auf 2,79 Millionen Interessierte – Ende September waren es im Schnitt noch zwei Millionen. Alle drei Formate konnten ihre Marktanteile dank dieses Zuschauerzuwachses in dieser Zeit teils massiv, teils moderat steigern. Ein stagnierendes «Unter uns» musste dementsprechend Marktanteile abgeben.

Doch das erklärt noch nicht den Einbruch in der werberelevanten Zielgruppe. Aber die Logik hinter dem Verlust an Marktanteilen ist dieselbe: während die Konkurrenten seit Ende September fast durch die Bank weg Zuschauer hinzugewinnen konnten, blieb die Reichweite von «Unter uns» stabil. Die Folge: durch die verschärfte Situation auf dem Fernsehmarkt – deutlich mehr Zuschauer für viele Formate – hätte die Soap ebenfalls Zuschauer hinzugewinnen müssen, um überhaupt ihren Marktanteil stabil zu halten. So erging es beispielsweise «Zwischen Tüll und Tränen» bei VOX, das seine Reichweite von 680.000 auf 910.000 steigerte (von 370.000 auf 430.000 bei 14-49), der Marktanteil bei den Umworbenen aber im Vergleichszeitraum stabil blieb (9,8 und 9,7 Prozent).

So können sich die Verantwortlichen von «Unter uns» zwar über die stabile Fan-Basis der vergangenen Monate freuen, müssen aber ein Auge auf die Konkurrenz haben. Wenn man in einem solch umkämpften Feld nicht die eigene Reichweite ausbauen kann, leiden die Marktanteile.

Und so geht es weiter bei «Unter uns»:


Eva zeigt Till offen, dass er sie sehr verletzt hat, indem er mit Ute hinter ihrem Rücken zum Geburtsvorbereitungskurs gegangen ist. Till befindet sich in einem Dilemma, bleibt ihm doch gar nichts anderes übrig, als Eva zu verletzen, wenn er eine Rolle im Leben seines neuen Kindes spielen möchte. Offen spricht er mit Eva darüber, die ihm daraufhin klarmacht, dass sie versuchen wird, dies zu akzeptieren. Tatsächlich macht Eva einen enormen Schritt auf Ute zu und bittet diese, dass sie die Probleme der Vergangenheit Till zuliebe hinter sich lassen. Da offenbart Ute Eva, dass sie nur ein Ziel hat: Till zurückzugewinnen. Evas Reaktion auf das Geständnis, überrascht beide Frauen.

Penetrant versucht KayC ihre WG zu mehr 'Sexiness' anzuregen. Daher atmen Paco, Elli und Ringo auf, als KayC sie in Ruhe lässt, um zu einer Party zu gehen. In einem scheinbar unbeobachteten Moment in der WG lässt Ringo sich völlig gehen - ungeahnt der Tatsache, dass sein peinlicher Tanz von tausenden von Menschen beobachtet wird. Während KayC die ersten Früchte ihrer Internetpopularität genießt, ist Ringo irritiert, als Leute ihn auf der Straße wiedererkennen. Doch bald schon liefert Gianni die Erklärung, als er offenbart, dass Ellis, Ringos und Pacos WG-Leben ins Internet übertragen wird.

Robert ist bemüht, vor Irene zu verbergen, wie sehr ihn sein neuer Nachtschicht-Job schlaucht. Doch Irene hat Robert durchschaut und vertraut Andrea an, wie schlimm sie es findet, dass ein anpackender Mann wie Robert auf seine alten Tage zu einem Job gezwungen wird, der seinem Wesen völlig fremd ist. Als Valentin seinem Vater die Verantwortung für Roberts Lage unterstellt, bringt er Benedikt auf eine Idee. Und so erfährt Robert alles andere als begeistert, dass er in Zukunft als Sicherheitsmann für die Nachbarschaftshilfe und damit für Benedikt arbeiten wird...

Was sonst noch war:


Die 22-jährige Luise von Finckh hat in der vergangenen Woche den Sprung in den «GZSZ»-Cast geschafft: seit dem 11. November spielt sie die Hauptrolle Jule Vogt, die geheimnisvolle Traumfrau von Tuner. Ihre Karriere begann die gebürtige Berlinerin bei «Schloss Einstein» im Alter von zwölf Jahren. Darüber hinaus war sie in einigen TV-Produktionen sowie «Fack Ju Göthe 2» und «Wann küsst du mich endlich?» zu sehen.

Am 11. November hatte darüber hinaus US-Late-Night-Talker Conan O’Brien einen Gastauftritt in der RTL-Soap. Für seine Rolle Johnny J. Smith musste der Amerikaner sogar ein paar Zeilen Deutsch lernen, obwohl sein Deutsch „schrecklich“ sei. Smith verbrachte den ganzen Abend im „Mauerwerk“ und brachte Tuner dort ein paar „verrückte Tanzschritte“ bei. Der «GZSZ»-Cast hat sich jedenfalls gefreut: „Ist das nicht verrückt? Ich finde es so toll, dass er hier ist!“ gab Ulrike Frank zu.


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