Primetime-Check

Montag, 12. April 2010

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Wie debütierten die neuen deutschen Serien auf Sat.1? Wie geht es eigentlich den Mystery-Serien auf ProSieben? Und wie schnitt Quotenkönig RTL ab?

Der Montagabend im deutschen Fernsehen lag erneut uneingeschränkt in den Händen des RTL-Zugpferdes: «Wer wird Millionär» lockte zur besten Sendezeit durchschnittlich 6,44 Millionen Zuschauer und damit 19,7 Prozent aller Fernsehenden zum Kölner Sender. Doch nicht nur beim Gesamtpublikum hatte Günther Jauch die Nase vorn, auch die wichtige Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen sicherte RTL mit 16,3 Prozent Marktanteil den Tagessieg. Im Anschluss war «Vermisst» mit durchschnittlich 5,38 Millionen Zuschauern und 16,9 Prozent Gesamtmarktanteil ähnlich erfolgreich, konnte beim jungen Publikum allerdings nur 13,9 Prozent Marktanteil einfahren.

Wenngleich man als Marktführer abschnitt, bildete RTL keine wirkliche Quotenbastion. So zeigte sich am Montag auch Sat.1 von seiner besten Seite und punktete mit seinem neuen deutschen Serienabend. Die erste Folge der Serie «Der letzte Bulle» debütierte mit durchschnittlich 2,99 Millionen Zuschauern und 13,2 Prozent Marktanteil in der wichtigen Zielgruppe; die Premiere von Anwaltsserie «Danni Lowinski» überzeugte im Anschluss sogar noch mehr Menschen: Im Schnitt schalteten 3,38 Millionen Zuschauer ein, die tolle 15,8 Prozent Marktanteil in der jungen Bevölkerung generierten. Auch ProSieben startete erfolgreich in den Abend: «Fringe - Grenzfälle des FBI» interessierte 2,50 Millionen Zuschauern und holte bei den 14- bis 49-Jährigen einen guten Marktanteil von 15,5 Prozent. Die anschließend gezeigte Serie «FlashForward» konnte dieses Niveau nicht halten und schloss den Abend mit 1,90 Millionen Zuschauern und enttäuschenden 11,3 Prozent Marktanteil bei den Werberelevanten ab.

Das öffentlich-rechtliche Programm hatte am Montagabend hingegen keinen rechten Erfolg vorzuweisen. Im ZDF kam der Psychothriller «Ungesühnt» auf durchschnittlich 5,51 Millionen Zuschauer und 16,8 Prozent Gesamtmarktanteil, bei den Jungen waren allerdings nur mäßige 7,7 Prozent Marktanteil zu holen. Im Ersten zeigte man zur besten Sendezeit die Dokumentation «Der Bärenmann in Kamtschatka», für die sich 3,59 Millionen Zuschauer, elf Prozent aller fernsehenden Deutschen und 4,9 Prozent der werberelevanten Zielgruppe interessierten. Noch schlechter fielen die Quoten der Jubiläumssendung «Glückwunsch ARD!» zum 60-jährigen Programmbestehen aus: Im Schnitt ließen sich 1,93 Millionen Zuschauer und 2,6 Prozent des jungen Publikums unterhalten.

Bei kabel eins darf man den Montagabend mit Jackie Chan-Filmen als erfolgreich abhaken: «First Strike - Jackie Chans Erstschlag» kam zur Primetime auf 1,57 Millionen Zuschauer und 7,8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe; «Mr. Nice Guy» wurde im Anschluss noch von 1,42 Millionen Deutschen gesehen und erzielte 8,6 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. Etwas schwächelnd, aber stabil gab sich auch VOX. «CSI: New York» startete mit 2,33 Millionen Zuschauern in den Abend und erzielte 9,9 Prozent Marktanteil in der jungen Bevölkerung; im Anschluss sahen rund 2,51 Millionen Zuschauer und 10,5 Prozent der werberelevanten Zielgruppe «Criminal Intent». Bei RTL II wurde die achte Folge der «Mädchen-Gang» gezeigt, die neben 1,01 Millionen Zuschauern aber nur 5,9 Prozent der jungen Bevölkerung interessierte. Für Besserung sorgte das anschließend programmierte «Big Brother - Die Entscheidung», das 1,49 Millionen Zuschauer und gute 9,4 Prozent der werberelevanten Zielgruppe unterhielt.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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