Hingeschaut

«NCIS: LA» oder Technikschau?

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Mit Spannung wurde die Backdoor-Folge von «NCIS: LA» erwartet. Sat.1 zeigte sie am Sonntag.

Mit viel Spannung haben die deutschen Zuschauer am Sonntag den ersten Auftritt des neuen «Navy CIS»-Teams erwartet, der innerhalb einer regulären «Navy CIS»-Folge stattfand. Wie es inzwischen üblich sind, werden Ableger zuerst im Mutterformat getestet, ehe sie dann auf Sendung geschickt werden. In den USA hat das geklappt, «NCIS: Los Angeles» läuft nun mit großem Erfolg direkt im Anschluss an «NCIS». Warum es direkt nach dem Backdoor-Piloten derart großen Jubel in den USA gab und die Entscheidung dann für den Ableger fiel, ist aber nicht wirklich erkennbar.

Nach knapp 15 Minuten trat das neue Team erstmals in Erscheinung – wie bei einer Präsentation nahm «NCIS:LA»-Chefin Macy Gibbs und McGee in das Hauptquartier mit. Gewählt wurde ein sehr dunkler Raum, der sich im Keller eines Gebäudes befindet. Ausgestattet ist dieser nicht nur mit Lichtern, die hinter den großen Monitoren angebracht sind und die Wände farbenprächtig anstrahlen, sondern eben auch mit allerhand moderner Technik.



Genau diese soll wohl das Steckenpferd des Ablegers sein. Bilder lassen sich per Touchscreen verschieben, vergrößern und verkleinern. Nur mit solchen Spielereien lassen sich die Zuschauer aber auf Dauer nicht gewinnen. Der eigentliche Fall war bislang sehr undurchschaubar, verzwickt und deshalb auch nicht wirklich spannend. Nach 20 Minuten durfte dann erstmals auch das «NCIS»-Team aus LA alleine ermitteln – ihre Spezialität sind Undercover-Einsätze. Der diesmalige flog dann cleverer Weise aber gleich einmal auf.

Ohnehin blieb das neue Team erstaunlich blass: Wirkliche Eigenschaften, die den Zuschauer interessieren und ihn den Charakteren näher bringen, gab es nicht. Die Figuren blieben für die Premiere viel zu blass – einzig die Chefin, Macy, wurde ausführlicher erzählt. Hier gerieten die Macher aber wohl in eine Sackgasse: Nach den beiden Pilotepisoden schrieb man Louise Lombard, die die Figur darstellte, nämlich aus der Serie. Offenbar kam sie in den USA ähnlich schlecht an wie hierzulande.

Zu kühl, zu unfreundlich und andererseits auch wieder zu sehr nach Schema F ist ihre Figur aufgebaut. Die eigentliche Spannung brachte wieder das alte «NCIS»-Team in die Folge: Gegen Ende der Episode begann eine Geschichte um Tony und Ziva, die in der kommenden Ausgabe weitergeführt wird – das interessierte dann wieder und machte aus einer wirklich nur mäßigen Ausgabe noch eine halbwegs gute. «NCIS: Los Angeles» wird sich steigern müssen, um an die großen Erfolge der Mutterserie anschließen zu können.

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