Wirtschaft

RTL Group legt im Krisenjahr zu

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Das Fernsehunternehmen warf im vergangenen Jahr erneut einen hohen Gewinn ab.

Nachdem schon das RTL Group-Tochterunternehmen M6 Groupe hervorragende Geschäftszahlen für das Jahr 2008 vorlegen konnte, veröffentlichte nun das Mutterunternehmen die Finanzdaten. Die in Luxembourg ansässige Firma erzielte einen Umsatz von 5.774 Millionen Euro, das ist ein Anstieg von 1,2 Prozent. Die vorrangigen Einnahmen stiegen von 5.603 auf 5.748 Millionen Euro an, das EBITA stieg auf 916 Millionen Euro.



Unter dem Strich sieht es ebenfalls sehr gut aus: Das Finanzergebnis beträgt 296 Millionen Euro, auch wenn das ein deutlicher Abschlag ist. Im Jahr zuvor erwirtschaftete das Unternehmen noch 674 Millionen Euro. Aufgrund dieser erfreulichen Geschäftszahlen wird die Dividende von 1,30 auf 1,40 pro Aktie erhöht. Bei der außerordentlichen Dividende gibt es eine Reduzierung von 3,70 auf 2,10 Euro. Nichtsdestotrotz kündigte der Vorstandsvorsitzende Gerhard Zeiler einen deutlichen Sparkurs an, immerhin ist der Gewinn um mehr als die Hälfte eingebrochen.



Darüberhinaus hat auch Anke Schäferkordt mit der Mediengruppe RTL Deutschland sauber gearbeitet: Der Umsatz stieg von 1.983 auf 2.046 Millionen Euro, das EBITA betrug 422 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 86 Millionen Euro. Das französische Unternehmen M6 kam auf einen Umsatz von 1.354 Millionen Euro (Vorjahr: 1.357 Millionen), das Konzernergebnis fiel mit 196 Millionen Euro rund 17 Prozent schlechter aus als im Vorjahreszeitraum. Die Produktionsfirma FremantleMedia steigerte sich von 1.132 Millionen Euro auf 1.203 Millionen Euro, der Gewinn stieg um 18,3 Prozent auf 155 Millionen Euro. Laut dem Unternehmen hätte man besser abgeschnitten, wenn der Euro nicht so einen Kurs hätte.

Unterdessen gibt es keine guten Nachrichten vom UK-Sender Five, denn dieser reduzierte seinen Umsatz von 499 Millionen auf 432 Millionen Euro, es wurde ein Verlust von zwei Millionen Euro eingefahren. Noch im Geschäftsjahr 2007 blieben am Ende des Jahres zehn Millionen Euro übrig. In den Niederlanden stieg der Umsatz auf 436 Millionen (zuvor: 408 Millionen), allerdings sank das EBITA um 17,6 Prozent auf 70 Millionen Euro. Ein ähnliches Bild lieferte Belgien ab: Der Umsatz stieg um sechs Millionen auf 216 Millionen Euro, gleichzeitig fiel der Gewinn von 49 Millionen auf 39 Millionen Euro.

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