Wirtschaft

Warner Bros. Discovery liebäugelt mit Paramount

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Das Board von Warner Bros. Discovery stuft das überarbeitete Angebot von Paramount Skydance als „Company Superior Proposal“ ein. Netflix erhält nun eine viertägige Nachbesserungsfrist.

Warner Bros. Discovery (WBD) hat bekannt gegeben, dass der Verwaltungsrat nach Beratung mit unabhängigen Finanz- und Rechtsberatern das überarbeitete Angebot von Paramount Skydance Corporation (PSKY) als „Company Superior Proposal“ im Sinne des bestehenden Fusionsvertrags mit Netflix eingestuft hat. Grundlage ist ein Kaufpreis von 31,00 US-Dollar je WBD-Aktie in bar.

Darüber hinaus sieht das PSKY-Angebot eine sogenannte „Ticking Fee“ von 0,25 US-Dollar je Aktie pro Quartal ab dem 30. September 2026 vor. Zusätzlich beinhaltet die Offerte eine regulatorische Abbruchgebühr in Höhe von sieben Milliarden US-Dollar, falls die Transaktion aus kartellrechtlichen Gründen scheitern sollte. PSKY würde zudem die 2,8 Milliarden US-Dollar schwere Vertragsstrafe übernehmen, die WBD im Falle einer Kündigung der bestehenden Netflix-Vereinbarung zahlen müsste. Ein weiterer Bestandteil ist die Verpflichtung von Larry J. Ellison und einem verbundenen Trust, gegebenenfalls zusätzliches Eigenkapital bereitzustellen, um die von Kreditgebern geforderte Solvenzbescheinigung abzusichern.

Mit der offiziellen Mitteilung an Netflix beginnt nun eine vier Geschäftstage dauernde „Match Period“. Innerhalb dieses Zeitfensters kann Netflix sein bestehendes Angebot anpassen, um die PSKY-Offerte nicht länger als „Company Superior Proposal“ erscheinen zu lassen. Sollte der Verwaltungsrat nach Ablauf der Frist – und nach Prüfung möglicher Nachbesserungen – weiterhin zu dem Schluss kommen, dass das PSKY-Angebot überlegen ist, wäre WBD berechtigt, die Fusionsvereinbarung mit Netflix zu kündigen.

Derzeit bleibt der Netflix-Deal jedoch in Kraft, und das Board von Warner Bros. Discovery hält offiziell an seiner Empfehlung zugunsten der Netflix-Transaktion fest. Als Finanzberater fungieren Allen & Company, J.P. Morgan und Evercore, während Wachtell, Lipton, Rosen & Katz sowie Debevoise & Plimpton LLP die rechtliche Beratung übernehmen. Die kommenden Tage dürften entscheidend dafür sein, welcher Streaming- und Medienriese künftig die Kontrolle über WBD übernimmt.

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