Laut Informationen von VAUNET – Verband Privater Medien – verlieren RTL Deutschland und die ProSiebenSat.1 Media SE weiterhin Werbegelder, insbesondere im linearen Fernsehen. Laut der Frühjahrsprognose werden die Bewegtbildumsätze in Deutschland um 261 Millionen Euro (+4,8 %) auf 5,73 Milliarden Euro steigen. Die Fernsehwerbung wird wohl um vier Prozent schrumpfen, was vor allem an den niedrigen Zuschauereichweiten liegt. Im vergangenen Jahr sank die Fernsehwerbung von 3,58 auf 3,25 Milliarden Euro. Gleichzeitig sprang die Instream-Werbung von 1,81 auf 2,22 Milliarden Euro. Erst vor wenigen Jahren rollten Disney+, Netflix und Prime Video ihre werbefinanzierten Accounts aus. Die Gesamtbewegbildwerbung verbesserte sich im vergangenen Jahr von 5,39 auf 5,47 Milliarden Euro. Technologiekonzerne wie Alphabet, Amazon, Meta und ByteDance verbesserten sich im Vorjahr von 1,3 auf 1,6 Milliarden Euro und dominierten diesen Bereich mit einem Anteil von 71 Prozent.
Laut VAUNET ist die Fernsehwerbung seit 2017 rückläufig. Damals wurde mit 4,537 Milliarden Euro der Bestwert erzielt. Inklusive der Instream-Videowerbung wurde im vergangenen Jahr allerdings das beste Werbejahr aller Zeiten erreicht. Dieser Wert soll bis zum Jahr 2026 um weitere 4,8 Prozent steigen.
Frank Giersberg, Geschäftsführer des VAUNET: "Die Entwicklung der Werbeumsätze spiegelt die rasant voranschreitende Transformation im Medienmarkt wider: Während TV und Radio nach wie vor die umsatzstärksten Segmente sind, gewinnen die Streamingangebote kontinuierlich an Relevanz. Die privaten Medienanbieter sind wichtige Treiber und Gestalter dieser Transformation. Sie verlieren dabei aber erheblich Werbemarktanteile an die Big-Tech-Plattformen, die niederschwelliger reguliert ihre Marktmacht und Gatekeeper-Funktion ausspielen können. Jeder zweite Euro im deutschen Werbemarkt fließt bereits an die großen globalen Big-Tech-Plattformen. Damit erodieren die Finanzierungsgrundlagen der klassischen Medienangebote zunehmend."







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