Aus einem der größten deutschen Serienprojekte des Jahres wird vorerst nichts. Constantin Film hat die Vorbereitungen für «Die Päpstin» abgebrochen. Wie das Unternehmen gegenüber der „Welt“ bestätigte, sei kurzfristig ein ausländischer Finanzierungspartner ausgestiegen. Besonders bemerkenswert ist der Zeitpunkt: Bereits im Oktober sollten die Dreharbeiten beginnen. An der fränkischen Hohenzollernfestung Wülzburg hatte sich die Produktion bereits eingerichtet, nun müssen die Vorbereitungen wieder rückgängig gemacht werden.Dabei war «Die Päpstin» längst über die Planungsphase hinaus und auch vom Ersten bereits angekündigt worden. Anfang 2025 stellte die ARD die High-End-Serie auf Basis des gleichnamigen Romans von Donna Woolfolk Cross vor. Die Geschichte folgt Joan, die sich im frühen Mittelalter als Mann ausgibt und unter dem Namen John nach Rom gelangt. Aufgrund ihrer Kenntnisse steigt sie zum persönlichen Heiler des Papstes auf und gelangt damit immer näher an das Zentrum kirchlicher Macht.
Die Voraussetzungen für eine weitere Adaption des Stoffes schienen durchaus vielversprechend. Der Roman verkaufte sich rund vier Millionen Mal, die 2009 veröffentlichte Kinoverfilmung lockte allein in Deutschland etwa zweieinhalb Millionen Besucher an. Das Gesamtbudget des Projekts soll laut „Welt“ bei rund 20 Millionen Euro gelegen haben. Hinter dem kurzfristigen Produktionsstopp steht dem Bericht zufolge allerdings eine kompliziertere finanzielle Gemengelage. Constantin Film gehört mehrheitlich zur Schweizer Highlight Communications, die selbst mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Im jüngsten Jahresbericht erklärte die Geschäftsleitung, weiterhin zusätzliche Möglichkeiten zur Sicherstellung der Finanzierung prüfen zu wollen. Zugleich bestünden „erhebliche Zweifel“ an der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit.
Hinzu kommen beträchtliche Verbindlichkeiten. Laut „Welt“ belaufen sich die Verpflichtungen gegenüber einem Bankenkonsortium auf 74,5 Millionen Schweizer Franken, die Ende November 2026 zur Rückzahlung fällig werden. Als Sicherheit seien sämtliche 12,7 Millionen Constantin-Aktien von Highlight bei der UBS verpfändet.







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Werkstudent AIDAradio - Marketing (m/w/d)




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