Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance steht unmittelbar vor dem Abschluss. US-Bundesrichterin Araceli Martínez-Olguín hat am Mittwoch dem Vergleich zugestimmt, den Paramount mit zwölf US-Bundesstaaten zur Beilegung des Kartellverfahrens ausgehandelt hatte. Paramount und Warner Bros. Discovery bestätigten anschließend den 6. Oktober 2026 als geplanten Termin für den Vollzug der Transaktion, sofern die üblichen Abschlussbedingungen erfüllt werden.
Der Zusammenschluss hat einschließlich der übernommenen Schulden ein Volumen von rund 111 Milliarden Dollar. Paramount hatte zuvor bereits die erforderlichen regulatorischen Freigaben erhalten. Nach eigenen Angaben wurde die Transaktion in 68 Ländern geprüft. Die Klage der zwölf US-Bundesstaaten war damit die entscheidende noch offene juristische Hürde. Die Bundesstaaten hatten argumentiert, der Zusammenschluss könne den Wettbewerb beeinträchtigen, das Angebot reduzieren und zu höheren Preisen führen.
Mit dem Vergleich verpflichtet sich das fusionierte Unternehmen für fünf Jahre zu verschiedenen Auflagen. Dazu gehört eine zusätzliche Investition von mindestens 1,5 Milliarden Dollar in die Filmproduktion in den Vereinigten Staaten. In den ersten beiden Jahren müssen jährlich mindestens 30 Filme für eine Kinoauswertung veröffentlicht werden, in den Jahren drei bis fünf steigt die Vorgabe auf mindestens 32 Produktionen. Hinzu kommen ein Fonds über 47,5 Millionen Dollar für Beschäftigte sowie Vorgaben für die getrennte Verhandlung der bisherigen Kabelsender von Paramount und Warner Bros. Discovery.
Auch CBS News und CNN werden künftig unter einem gemeinsamen Konzerndach stehen. Bestandteil des Vergleichs ist deshalb die Einrichtung eines fünfköpfigen „News Editorial Independence Board“, das Grundsätze für journalistische Unabhängigkeit und Integrität festlegen und entsprechende Streitfälle behandeln soll. Die Mitglieder sollen aktive oder ehemalige Journalisten mit mindestens zehn Jahren Berufserfahrung sein.
Mit dem Abschluss entsteht einer der größten Unterhaltungskonzerne der Welt. Unter einem Dach befinden sich künftig unter anderem die Filmstudios Paramount Pictures und Warner Bros., die Streamingdienste Paramount+ und HBO Max sowie Fernsehsender und Marken wie CBS, CNN, MTV, Comedy Central, TBS und Food Network. Hinzu kommen Franchises wie «Harry Potter», «Game of Thrones», das DC-Universum, «Mission: Impossible», «Top Gun» und «Yellowstone».







ProSieben versendet «The Power» bis tief in die Nacht

Mediengestalter Bild & Ton / 2nd Broadcast Operator (m/w/d)
TV Producer Live Shopping (m/w/d)
Jungredakteur/Redakteur Casting (w/m/d)




Schreibe den ersten Kommentar zum Artikel