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Krimi-Krise: Sat.1-Serien gehen völlig baden

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Das Staffel-Finale von «Criminal Minds» holte am Sonntag richtig miese Quoten. Eine Teilschuld trug wohl das derzeit ebenfalls schwächelnde Team von «Navy CIS».

Heimlich, still und leise ging am Sonntagabend die dritte Staffel der US-Krimiserie «Criminal Minds» zu Ende. Und in der Tat: Fast niemand bekam davon etwas mit. Die Quoten fielen nämlich katastrophal aus – und Schuld daran war ganz sicher nicht nur die harte Spielfilm-Konkurrenz.

So sahen ab 21:15 Uhr gerade mal 2,10 Millionen Zuschauer die amerikanische Krimiserie, der Marktanteil fiel mit 5,9 Prozent beim Gesamtpublikum entsprechend katastrophal aus. Von bisherigen Bestwerten blieb «Criminal Minds» damit deutlich entfernt. Das gilt übrigens auch für die wichtige Zielgruppe, wo der Marktanteil ebenfalls im einstelligen Bereich verharrte: Nur 1,40 Millionen 14- bis 49-Jährige fanden den Weg zu Sat.1, der Marktanteil betrug hier mit 8,9 Prozent nicht mal ein Drittel dessen, was RTL zur gleichen Zeit mi «Transporter – The Mission» holte.



Doch in gewisser Weise liegt die Schuld auch bei Sat.1 selbst, denn mit Wiederholungen der für den Krimi-Sonntag so wichtigen US-Serie «Navy CIS» kann der Privatsender seit Wochen keinen Blumentopf gewinnen. In dieser Woche sah es mal wieder richtig schlecht aus, denn lediglich 8,2 Prozent der Werberelevanten schalteten zur besten Sendezeit ein – die Quoten für den weiteren Verlauf des Abends standen angesichts dessen schon fest. Insgesamt konnten sich lediglich 1,95 Millionen Zuschauer für den US-Hit begeistern, von dem Sat.1 so schnell wie möglich neue Folgen ausstrahlen sollte.

Meistgesehene Sat.1-Sendung des Tages war übrigens eine am Nachmittag gezeigte alte Folge von «Der Bulle von Tölz» mit 2,52 Millionen Fernsehzuschauern. In der Zielgruppe lag der Marktanteil aber auch hier mit 9,8 Prozent im einstelligen Bereich. Weil das für nahezu jedes Format galt, das der Sender am Sonntag zeigte, fiel übrigens der Tagesmarktanteil mit 9,0 Prozent entsprechend schwach aus. Überrascht sollte davon allerdings niemand sein.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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