Primetime-Report

Is «Big Brother» dead?

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Sicher, “Big Brother is watching you”, aber die dringendere Frage lautet zurzeit, wie viele Manschen denn überhaupt Big Brother beim “Watchen” zusehen wollen.

Am vergangenen Montag stand bei RTL das Finale der höchst erfolgreichen Show «Bauer sucht Frau» auf dem Terminplan. Zwar schalteten nicht über acht Millionen Menschen ein, doch mit 23,9 Prozent Marktanteil und 22,9 Prozent in der Zielgruppe sicherte man sich locker den Primetime--Sieg. Wunder gibt es immer wieder: So konnte ausgerechnet Sat.1 mit dem Schinken «Sissi» RTL Paroli bieten. Sensationelle 3,50 Millionen Menschen wollten sich die erneute Aufführung nicht entgehen lassen. «Die Simpsons» schlugen sich gegen das harte Programm sehr wacker, wieder konnten jeweils über 14 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen verbucht werden.

Oberste Priorität hatten am Dienstagabend zur Hauptsendezeit die ARD-Serien. Fast sechs Millionen Menschen sahen neuen Folgen der deutschen Hit-Formate. Hervorragend erging es dem ProSieben-Konkurrenzprogramm. 3,60 Millionen Menschen verfolgten das Michael Mittermeier-Live Programm “Safari”, was 19,9 Prozent Marktanteil bei den Werberelevanten und 11,1 Prozent beim Gesamtpublikum zur Folge hatte. Bei den Zuschauern ab drei Jahren war Sat.1 mit auf einer Wellenlänge. Dafür sorgte die Erstausstrahlung des Weihnachts-Films «Es ist ein Elch entsprungen». Im Durchschnitt sahen am Mittwoch rund 5 Millionen Menschen das Fußballspiel auf Sat.1. Mit 21,2 Prozent Marktanteil in der zweiten Halbzeit konnte sich der Sender den Primetime-Sieg schnappen. Das ZDF setzte auf 90 Minuten «Aktenzeichen XY … ungelöst» und konnte 4,93 Millionen Menschen überzeugen. 15,8 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum hatten den zweiten Platz zur Folge. Das Staffelfinale der «Desperate Housewives» (Foto) stimmte last but not least ProSieben glücklich (17,4 Prozent Marktanteil bei den “Jungen”) und lässt auf den Start der fünften Season im Januar hoffen.

Am vierten Tag der Woche waren 5,90 Millionen Menschen am «unglaublichen Quiz der Tiere» interessiert, was zu wunderbaren 19,2 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe führte. VOX sendete den Animationsfilm «Robots», der aber vergleichsweise wenige Menschen anlockte. 1,74 Millionen Menschen sorgten für mittelmäßige 5,7 Prozent Marktanteil. Die vorerst letzten Folgen der Sat.1-Serien «Dr. Molly & Carl» und «Plötzlich Papa» lagen - wie sollte es anders sein - darunter und konnten nur 1,73 beziehungsweise 1,47 Millionen Menschen zum Einschalten bewegen. Mit der Wiederholung der sehr lustigen Weihnachts-Show «Fröhliche Weihnachten!», in der Anke Engelke und Bastian Pastewka in die unterschiedlichsten Rollen schlüpften, erreichte Sat.1 immerhin 2,08 Millionen Menschen. In der Zielgruppe lag man dennoch hinter ProSieben, da der US-Film «Cold Creek Manor» 12,6 Prozent Marktanteil verbuchte. Der ARD Degeoto-Film «Wenn wir uns begegnen» kam auf verhaltene 13,9 Prozent, was durch 4,10 Millionen Zuschauer hervorgerufen wurde.

Ganz knapp konnte Thomas Gottschalk mit «Wetten, Dass..?» am Samstagabend die 10-Millionen-Grenze überschreiten. 34,3 Prozent Marktanteil wurden bei den Zuschauern ab drei Jahren erzielt. Dagegen kam nur der RTL-Boxkampf an, der ab 23.10 Uhr satte 41,6 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum ergatterte. Das Casting-Special des Privatsenders RTL hatte um 20.15 Uhr keine Chance. Nur 12,9 Prozent Marktanteil wurden bei den 14- bis 49-Jährigen erreicht. Lediglich etwas mehr als die Hälfte blieb für ProSieben übrig, da auf eine Wiederholung des Films «Tote Hose - Kann nicht, gibt’s nicht» gesetzt wurde. Richtig spannend wurde es noch einmal am Sonntag: Der RTL-Eventmovie «Die Patin» mit Veronika Ferres ging an den Start und konnte dem «Tatort» einige Zuschauer klauen. Und trotzdem: Zwar kann man mit 5,18 Millionen Zuschauern recht zufrieden sein, in der Zielgruppe lag man allerdings gleichauf mit dem «Tatort»: Nur 15,3 Prozent wurden erzielt. Die Free-TV-Premiere «Ultraviolet» hatte bei den “Jungen” das Sagen. Mit 16,6 Prozent Marktanteil konnten alle anderen Konkurrenten überboten werden.

… ist der Jahresrückblich von «Switch Reloaded». Die Macher der Parodie-Show konnten hier mal unter Beweis stellen, wie man einen wirklich unterhaltsamen Jahresrückblick gestaltet. Genial, wie hier der Wettstreit zwischen Kerner und Jauch aufgegriffen wurde. Die Vorfreude auf die vierte Staffel wächst und wächst und wächst …

… ist «Big Brother». Enttäuschung auf ganzer Linie bei den «Big Brother»-Verantwortlichen. Ob es am harten Gegenprogramm, den langweiligen Kandidaten oder der lahmen Inszenierung des Auftakts lag, weiß keiner. Eins ist sicher: Mit nur 1,34 Millionen Interessierten wurde der schlechteste Start seit Bestehen des Formats erwischt.

… ist die 112. Keine Angst - hiermit ist nicht die tägliche RTL-Serie gemeint, sondern die Platzierung der vorerst letzten Ausstrahlung von «Plötzlich Papa». Nur 5,7 Przent konnten in der Zielgruppe gewonnen werden - eine Rückkehr wird daher immer fraglicher.

… ist Sat.1 gelungen. Gleich an drei Tagen zum Wochenbeginn spielte der Noch-Berliner Sender in der ersten Liga mit. Mit «Sissi», «Es ist ein Elch entsprungen» und «Champions TV» konnten die Zuschauer überzeugt werden. Auffallend: Kein einziges selbstproduziertes Foramt war dabei.

Obwohl die Durchschnittszuschauerzahl des nur noch auf Sparflamme lodernden «Wetten, Dass..?» 10,38 Millionen Menschen beträgt, liegt man unangefochten an erster Stelle, gefolgt vom sonntäglichen «Tatort». Der Mittwochsfilm des ZDF lag vor zwei Wochen noch auf dem 8. Platz - nun rutschte er um drei Plätze nach unten und machte Platz für «Wer wird Millionär?», «In aller Freundschaft» und «Familie Dr. Kleist».

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