Seit dem Beginn der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in den Gastgeberländern USA, Kanada und Mexiko greifen die deutschen Fernsehsender erneut verstärkt auf Produktionen aus ihren Archiven zurück. Ein Beispiel dafür lieferte auch der gestrige Abend. Während das Turnierspiel Brasilien-Japan lief, setzte Das Erste in der Hauptsendezeit auf eine Wiederholung des Krimi-Klassikers «Donna Leon» mit dem vor einigen Monaten verstorbenen Schauspiel-Star Uwe Kockisch.Die bereits im Jahr 2017 erstmals gezeigte Episode belegte ab 20.15 Uhr rund 90 Minuten Sendezeit. Trotz des starken WM-Gegenprogramms mit auslaufendem Brasilien-Match und einsetzenden Deutschland-Vorberichten schalteten 3,13 Millionen Zuschauer ein, was dem Sender einen respektablen Marktanteil von 13,9 Prozent bescherte. Im Gegensatz zu manch anderem Krimi-Re-Run kam man aber nicht über vier Millionen. Bei den 14- bis 49-Jährigen fiel die Resonanz deutlich zurück: 0,10 Millionen Zuschauer beziehungsweise sehr niedrige 2,0 Prozent Marktanteil reichten nur für ein schlechtes Resultat noch hinter einigen Privaten.
Im Anschluss kamen die «Tagesthemen», die scheinbar davon profitierten, auch noch vor dem Deutschland-Anpfiff zu laufen. Die Reichweite hielt sich jedenfalls gut auf 3,04 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von vernünftigen 13,0 Prozent. In der jüngeren Zielgruppe kamen hingegen begrenzte 0,18 Millionen zusammen, was einem Marktanteil von blassen 3,2 Prozent entsprach. Danach kam es zu einer weiteren Krimi-Ausstrahlung von «Landkrimi: Steirerblut»: Der Marktanteil lag dann in unmittelbarer Parallelität zum DFB-Spiel bei dezimierten 3,4 Prozent (0,86 Millionen), während sich bei den Jüngeren lediglich 0,05 Millionen Personen beziehungsweise geräderte 0,6 Prozent ergaben.







Deutschland-Debakel bringt ZDF massive Zuschauerzahlen
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