Nur wenige Tage nach der RTL-Sendung «70 Jahre BRAVO – Das große Jubiläum» (17. Mai) greift auch ARD Kultur das Thema auf: Ab dem 23. Mai steht die dreiteilige Reihe «BRAVO - Headlines, Hypes und Herzschmerz» in der ARD Mediathek bereit. Die Produktion beleuchtet die Geschichte des Magazins, das über Jahrzehnte hinweg das Lebensgefühl von Jugendlichen in Deutschland geprägt hat. Die Doku-Reihe ist eine Produktion von LOOKSfilm im Auftrag von ARD KULTUR, WDR, BR, hr, SWR, MDR sowie rbb für die ARD. Regie führte Mariska Lief, von der auch das Drehbuch stammt.Im Fokus stehen sowohl die großen Erfolge als auch die ambivalenten Seiten des Blattes. Zeitzeugen wie Jasmin Wagner, Jeanette Biedermann oder Angelo Kelly berichten, wie sehr die „BRAVO“ Karrieren beeinflussen konnte – im positiven wie im negativen Sinne. Aussagen wie „Die BRAVO war das analoge Instagram“ (Oli P) unterstreichen dabei die enorme kulturelle Bedeutung, die das Magazin lange vor Social Media hatte.
Die Serie zeichnet nach, wie die „BRAVO“ mit Rubriken wie „Dr. Sommer“, Starschnitten oder Foto-Love-Storys ganze Generationen begleitete. Gleichzeitig wird kritisch hinterfragt, wie stark das Heft auch Rollenbilder, Körperideale und Selbstwahrnehmung geprägt hat. Ehemalige Verantwortliche schildern eine Zeit, in der jede Ausgabe direkten Einfluss auf Popkultur und Jugendleben nehmen konnte.
Kristian Costa-Zahn, Programmgeschäftsführer und Head of Content bei ARD Kultur: "Nach den erfolgreichen Dokus «Die VIVA-Story» und «Die VICE-Story» starten wir mit «BRAVO - Headlines, Hypes und Herzschmerz» erneut eine Serie über ein kulturelles Phänomen, das das Lebensgefühl von Jugendlichen über Jahrzehnte geprägt hat. In den drei Folgen blicken wir zurück in die damaligen Jugendzimmer um die Jahrtausendwende und auf ein ambivalentes Phänomen, das einerseits positive Erinnerungen weckt, andererseits aber auch einen kritischen Blick auf die Inhalte und Entwicklungen des Magazins im Rückblick erlaubt."
Klaus Reimann, Redaktionsleiter Kultur beim WDR: "BRAVO war weit mehr als ein Jugendmagazin, es war eine Instanz, die Nähe versprach und Orientierung bot, dabei aber auch enormen Einfluss auf Selbstbilder, Körperideale und Rollenverständnisse hatte. Die Doku zeigt diese Macht und stellt die Frage, was sie für eine ganze Generation bedeutet hat."







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