TV-News

Tschernobyl-Katastrophe: ZDF mit Doku zum 40. Jahrestag

von

Auch im weiteren Verlauf des Abends wird es um die Atom-Thematik gehen.

Vor 40 Jahren ist Block 4 des Atomkraftwerks explodiert. Der Unfall hat Europa erschüttert. Wie ist es dazu gekommen? Was wurde verschwiegen? Und was sind die Folgen bis heute? Dies Fragen will das Zweite Deutsche Fernsehen in einer neuen Dokumentation unter dem Titel «Tschernobyl - Die Katastrophe» stellen. Gezeigt werden wird er im linearen Hauptprogramm am Dienstag, den 7. April 2026, 20:15 Uhr - gestreamt werden kann er ab dem gleichen Tag. Es handelt sich um einen Film von Ariane Riecker, Dirk Schneider, Martin Jabs und Andreas Fauser.

Es ist der größte Atomunfall in der Geschichte: Am 26. April 1986 explodiert das Kernkraftwerk Tschernobyl. Männer und Frauen erzählen vom Jahrhundertdrama, das sie hautnah miterlebt haben. Darunter der Atomingenieur Nikolai Steinberg, der den Reaktor mit aufgebaut und wesentliche Erkenntnisse zum Hergang der Katastrophe beigesteuert hat. Expertinnen und Experten der sowjetischen und ukrainischen Atomgeschichte schildern den Aufbau und das jähe Ende der atomaren Utopie. Der Film spannt einen Bogen vom Bau des Kraftwerks und der Modellstadt Prypjat in den 70er-Jahren über die katastrophale Unfallnacht mit ihren Akteuren und Folgen und der anschließenden Vertuschung von Ausmaß und Ursachen durch die sowjetische Führung bis hin zur heutigen Rolle des Kraftwerks im Krieg gegen die Ukraine.

Bilder aus der atomaren Sperrzone, Archivmaterial aus der Sowjetepoche sowie Technikanimationen verweben die Geschichten der Menschen mit der folgenschweren Katastrophe im Kraftwerk und der Frage nach dem Verhältnis von Mensch, Gesellschaft und Spitzentechnologie. So soll die Tragweite der Katastrophe erfahrbar werden, die weit über die Grenzen der betroffenen Länder hinausweist.

Direkt im Anschluss setzt der Sender dann weiter auf die Thematik innerhalb einer «frontal»-Dokumentation: «Russlands Atomgeschäfte - Europa in der Falle» ist um 21.00 Uhr zu sehen. Nukleargeschäfte sind für den Kreml mehr als nur Geschäfte – sie sind Instrumente von Macht und Einflussnahme. Die EU hat bisher keine Sanktionen gegen den russischen Staatskonzern Rosatom verhängt. Denn der beliefert fünf EU-Länder mit Kernbrennstäben. Die sollen künftig auch im niedersächsischen Lingen gefertigt werden, mit russischem Know-how. Dagegen regt sich seit Jahren Protest. Dass es auch ohne Russland geht, zeigt die Ukraine: Sie bezieht Kernbrennstäbe inzwischen vom amerikanisch-kanadischen Konzern Westinghouse.

Kurz-URL: qmde.de/169255
Finde ich...
super
schade
Teile ich auf...
Kontakt
vorheriger Artikel«Wilsberg» wird zur Mogelpackung nächster ArtikelVodafone bringt «BVB-TV» auf GigaTV
Schreibe den ersten Kommentar zum Artikel

Letzte Meldungen


Mehr aus diesem Ressort


Jobs » Vollzeit, Teilzeit, Praktika


Surftipp


Surftipps


Werbung