MDR-Chefredakteurin Julia Krittian hat den Schritt in einem Interview bestätigt und die Pläne für das zweistündige «Mima» vorgestellt.
Seit wenigen Tagen steht fest, dass der MDR das «ARD-Mittagsmagazin» vom rbb ab dem kommenden Jahr übernehmen wird. Das bedeutet relativ wenig Zeit für die Verantwortlichen solch eine umfangreiche Sendung, die im Wechsel mit dem ZDF produziert wird, umzusetzen, zumal die Sendezeit auf zwei Stunden verlängert wird. Am Wochenende wurden nun die ersten inhaltlichen Folgen – neben dem Umzug von Berlin nach Leipzig bekannt. So werden die beiden Moderatoren Nadia Kailouli und Aimen Abdulaziz-Said nicht für den MDR vor der Kamera sein, wie sie via Twitter bestätigten.
Der MDR werde sich darüber hinaus hauseigenen redaktionellen Synergien bedienen. So werde man dank der MDR-Federführung von ARD Kultur „auch den kulturellen Reichtum aller Regionen“ eine Bühne geben. Und mit dem vom MDR produzierten Magazin «Brisant» werde man zusammenarbeiten. Auch die ARD-Mediathek soll eine inhaltliche Rolle übernehmen. „Wir etablieren eine neue Zusammenarbeit mit der ARD-Mediathek, um auch spannenden Streaming-Inhalten ein Zuhause zu geben – etwa künftig mit einer längeren «Mima-Reportage»“, so die Chefredakteurin. Generell gilt laut Krittian: „Wir werden gelebte gesamtdeutsche Wirklichkeit abbilden – auch jenseits der großen Ballungszentren.“ Oder wie MDR-Intendantin Karola Wille formulierte: „Wir stärken die bundesweite Sichtbarkeit ostdeutscher Lebenswirklichkeiten.“

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