Zwar zählt Paramount+ mittlerweile über 40 Millionen Abonnenten, doch eine Analyse zeigt: Die Nachfrage nach ViacomCBS-Inhalten bei konkurrierenden Streamern ist enorm.
Vor einer Woche wurde bekannt, dass sich ViacomCBS und Comcast für den europäischen Markt verbünden und den Dienst SkyShowtime in 20 Ländern an den Start bringen. Ziel der Partnerschaft sei es, „schnell international zu skalieren und Inhalte in ganz Europa zu monetarisieren“. Dabei besteht vor der eigenen Haustüre eigentlich noch genug Handlungsbedarf – vor allem für den ViacomCBS-Dienst Paramount+. Einer Analyse des Marktforschungsunternehmens Parrot Analytics (PA) zufolge schöpft der US-Streamingdienst sein Potential nicht vollständig aus. Laut den Zahlen des zweiten Quartals hatte ViacomCBS nach Disney den zweithöchsten Anteil der Unternehmensnachfrage aller Medienkonzerne in den USA. Das Problem: Paramount+ war nur die sechstgefragteste Streaming-Plattform bei der US-Zuschauernachfrage für alle On-Plattform-Inhalte und die siebtgrößte Streaming-Plattform für digitale Originalinhalte.
Parrat Analytics fand heraus, dass die Lizenzstrategie von ViacomCBS zwar Einnahmen generiere, aber auch Mitbewerber stärke. In einer Analyse dröselte man die Nachfrage nach lizenzierten Inhalten auf den wichtigsten US-SVOD-Plattformen heraus. Daraus wurde deutlich, dass die ViacomCBS-Serien einen Großteil der Nachfrage anderer Plattformen ausmachen. Rund ein Viertel der gesamten Nachfrage nach Lizenzserien auf Netflix entfällt auf eine ViacomCBS-Serie. Ähnlich verhält es sich bei Amazon Prime Video und Peacock. Der Vorteil liegt dadurch klar bei den anderen Diensten. Wenn aber alle diese Serien von ViacomCBS zurückgefordert und exklusiv auf Paramount+ verfügbar gemacht würden, läge eine beeindruckende Bibliothek vorhanden.

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