Kino-Check

Neu im Kino: Die Sonne wird euch verbrennen

von
Endzeitkino aus Deutschland, Aliens im Londoner Ghetto, der Mossad in Berlin und Aufruhr in Irland. Quotenmeter.de stellt die wichtigsten Kinoneustarts der Woche vor.

«Hell»

Am Donnerstag startet das mit Spannung erwartete Kinodebüt des Schweizer Filmemachers Tim Fehlbaum in den Lichtspielhäusern. Der Thriller soll das im deutschsprachigen Kino stark vernachlässigte Genre des Endzeitfilms gehörig auf Vordermann bringen. Inwieweit dies gelingt, erläutert Sidney Schering in der Quotenmeter.de-Kinokritik.

OT: «Hell» von Tim Fehlbaum; mit Hannah Herzsprung, Lars Eidinger, Lisa Vicari, Stipe Erceg und Angela Winkler.

«Attack The Block»


Was passiert, wenn man Außerirdische in ein britisches Ghetto einfallen lässt? Die Science-Fiction-Komödie «Attack The Block» gibt die Antwort. Ob diese allerdings auch sehenswert ist, verrät die Vorabkritik von Quotenmeter.de.

OT: «Attack The Block» von Joe Cornish; mit Jodie Whittaker, John Boyega, Alex Esmail, Franz Drameh und Nick Frost.

«Eine offene Rechnung»


Bei der anhaltenden Flut an Remakes und Reboots vergeht zurzeit wohl kaum eine Woche, in der nicht mindestens eine Neuinterpretation oder -verfilmung eines bereits existenten Filmstoffes in den Kinos startet. Auch «Eine offene Rechnung» gesellt sich nun zu dieser Gruppe, stellt das Thrillerdrama doch die US-Version des israelischen Films «Ha-Hov» (im englischsprachigen Raum ebenfalls wie das Remake als «The Debt» veröffentlicht) dar, der im deutschen Fernsehen unter dem Titel «Der Preis der Vergeltung» ausgestrahlt wurde. Dem brisanten Stoff um eine Mossad-Aktion im Ost-Berlin der 1960er Jahre haben sich nun ausgerechnet Matthew Vaughn und Jane Goldman angenommen, die mit den Drehbüchern zu «Der Sternwanderer» (2007), «Kick-Ass» (2010) und «X-Men: Erste Entscheidung» (2011), die Vaughn auch allesamt als Regisseur realisierte, bewiesen haben, dass sie vor allem Experten für etwas leichtere Kost sind. Die Inszenierung von «Eine offene Rechnung» übernahm derweil der Brite John Madden, der nach dem viel beachteten, siebenfachen Oscargewinner «Shakespeare in Love» (1998), zwar mit Filmen wie «Corellis Mandoline» (2001) und «Der Beweis» (2005) weiterhin Werke für die große Leinwand realisierte, jedoch bislang keineswegs an seinen größten Erfolg anknüpfen konnte.

Für «Eine offene Rechnung» hat er sich nun erneut tatkräftige Unterstützung durch eine namhafte Darstellerriege geholt, allen voran der Australier Sam Worthington, der es nach seinem internationalen Durchbruch mit den drei Großproduktionen «Terminator: Die Erlösung» (2009), «Avatar» (2009) und «Kampf der Titanen» (2010) wohl etwas ruhiger angehen lassen wollte, bevor er sich dann bald mit den Fortsetzungen zu «Avatar» und «Kampf der Titanen» lautstark im Blockbusterkino zurückmeldet. Die Handlung von «Eine offene Rechnung» setzt 1997 in Israel ein, wo die junge Autorin Sarah Gold (Romi Aboulafia) gerade ein Buch über eine glorreiche Aktion des israelischen Geheimdienstes aus den 60er Jahren veröffentlicht hat. An dem Auftrag, der die Gefangennahme eines Nazi-Kriegsverbrechers zum Ziel hatte, war auch Sarahs Mutter Rachel (Helen Mirren, «Die Queen») beteiligt. Diese scheint jedoch seit jeher eine schwere Last mit sich herumzutragen. Denn längst nicht alles hat sich damals tatsächlich so heldenhaft zugetragen, wie es die Öffentlichkeit glaubt.

OT: «The Debt» von John Madden; mit Sam Worthington, Helen Mirren, Ciarán Hinds, Marton Csokas und Tom Wilkinson.

«The Guard»


Es ist inzwischen rund drei Jahre her seit die grandiose Gangsterkomödie «Brügge sehen… und sterben?» die irische Filmwelt gehörig aufgemischt hat. Zunächst als Geheimtipp gehandelt, avancierte das Werk von Autor und Regisseur Martin McDonagh spätestens mit einer Oscarnominierung für das Drehbuch und dem völlig verdienten Golden Globe für Hauptdarsteller Colin Farrell zu einem kleinen Kultfilm. Höchste Zeit also, um die Thrillerkomödie zu beerben. Das dachte sich wohl auch Martin McDonaghs eigener Bruder John Michael, der mit «The Guard» nun ebenfalls Brendan Gleeson («Braveheart», «Harry Potter und der Feuerkelch») durch eine mit schwarzem Humor gespickte Produktion schickt.

In «The Guard» spielt Gleeson einen mürrischen Polizisten in der verschlafenen irischen Kleinstadt Galway. Das unspektakuläre Leben dort versüßt er sich mit Alkohol, Drogen und Prostituierten. Doch als plötzlich ein internationaler Drogenring in der Gegend um Galway ihr Unwesen treibt und somit gar einen amerikanischen FBI-Agenten (Don Cheadle) auf den Plan ruft, hat das ruhige Dasein des Iren vorerst ein abruptes Ende. Den positiven Kritiken zu Folge könnte «The Guard» dabei tatsächlich als würdiger Nachfolger von «Brügge sehen… und sterben?» durchgehen. Auch der Erfolg gibt der Komödie Recht, mauserte sie sich doch in ihrem Heimatland bereits zum erfolgreichsten irischen Independent-Film aller Zeiten, eine Position, die bislang das Drama «The Wind That Shakes The Barley» (2006) inne hatte.

OT: «The Guard» von John Michael McDonagh; mit Brendan Gleeson, Don Cheadle, Liam Cunningham, David Wilmot und Mark Strong.

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