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SWR setzt 2026 auf neue Genres, Barrierefreiheit und Event-Formate

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Von Mystery- und Science-Fiction-Serien über neue Podcasts bis zum ESC-Finale: Der SWR stellt seine Programmhighlights für 2026 vor.

Der SWR hat seine Programmhighlights für das Jahr 2026 präsentiert und dabei einen klaren Fokus auf Perspektivenvielfalt, neue Erzählformen und barrierefreie Angebote gelegt. In einem digitalen Pressegespräch stellte Intendant Kai Gniffke gemeinsam mit weiteren Verantwortlichen zentrale Projekte vor, die von fiktionalen Serien über Podcasts bis hin zu regionalen Events reichen.

Fiktional wagt sich der SWR 2026 bewusst in neue Genre-Welten vor. Als eines der auffälligsten Projekte gilt die sechsteilige Horror-Mystery-Serie «House of Yang», die im Schwarzwald spielt und die Geschichte einer deutsch-chinesischen Familie über drei Generationen hinweg erzählt. Zwei rätselhafte Mädchen-Verschwinden – 1949 und 1999 – bilden den Kern der Serie, die Elemente von Mystery und Horror verbindet. Entwickelt wurde das Projekt im Rahmen des SWR-Ideenwettbewerbs „Tief im Südwesten“, der 2024 gewonnen wurde. Die Ausstrahlung ist für den Winter 2026 in der ARD Mediathek geplant.

Ebenfalls neu im Portfolio ist die Science-Fiction-Serie «Stardust Hotel». In sieben Folgen entwirft der SWR eine Zukunft, in der die Menschheit die Erde verlassen hat und ein ehemaliges Grand Hotel als Relikt vergangener Zeiten auf einer Raumstation weiterexistiert. Hauptfigur Nia, gespielt von Vanessa Loibl, bringt Bewegung in den Retro-Kosmos des 22. Jahrhunderts. Die Serie soll ab dem zweiten Quartal 2026 in der ARD Mediathek starten und markiert einen weiteren Genre-Schritt jenseits klassischer öffentlich-rechtlicher Erzählmuster.

Im Mittelpunkt von «Chamäleon» stehen die 17-jährigen Zwillinge Mia und Jakob, die den mutmaßlichen Suizid ihres Vaters nicht akzeptieren können. Während die Polizei von Selbsttötung ausgeht, beginnen die Geschwister, das eigene familiäre Umfeld zu durchleuchten – überzeugt davon, dass die Wahrheit näher liegt, als es allen lieb ist. Autor Frédéric Hambalek und Regisseur Dustin Loose erzählen den Stoff als Krimi über Schuld, Loyalität und schmerzhafte Erkenntnisse, die das Bild der eigenen Familie nachhaltig verändern.

Die Hauptrollen übernehmen Mariella Aumann und Philip Günsch als Mia und Jakob. Zum Ensemble gehören unter anderem Fabian Hinrichs, Kim Riedle und Laura de Boer. Produziert wird «Chamäleon» von Constantin Film im Auftrag des SWR für die ARD, die Ausstrahlung ist für den Winter 2026 im Ersten und in der ARD Mediathek vorgesehen.

Ganz anders gelagert ist die sechsteilige Serie «Jossi», die Identität und Zugehörigkeit mit satirischer Leichtigkeit verhandelt. Schauspieler Wanja, gespielt von Jannik Schümann, gibt sich spontan als Jude aus, um an eine begehrte Filmrolle zu kommen – und löst damit eine Kettenreaktion aus Lügen, Missverständnissen und moralischen Grenzverschiebungen aus. Die Geschichte verknüpft Fragen von Religion, Migration und Diversity mit dem Porträt eines Mannes, der sich immer tiefer in selbst geschaffene Rollen verstrickt.

«Jossi» entsteht bei Odeon Fiction im Auftrag von SWR und ARTE. Die Drehbücher stammen von Headautor Jonas Zimmermann sowie Leo Khasin und Andrej Sorin, Regie führt Wolfgang Groos. Neben Schümann sind unter anderem Nilam Farooq, Thomas Loibl und Uwe Preuss zu sehen. Die Serie soll im Winter 2026 mit sechs Folgen à 30 Minuten in der ARD Mediathek und bei ARTE starten.

Auch im Audio-Bereich baut der SWR sein Angebot weiter aus. Ab dem 24. Februar startet in der ARD Audiothek der vierteilige Podcast «Mario Basler – Letzter Typ», in dem Sportjournalistin Katharina Reckers den ehemaligen Fußballstar abseits seines Images begleitet. Für den Sommer ist zudem der Recherche-Podcast «Wo ist Sanelas Schwester?» geplant, der sich mit der Suche nach einer verschwundenen Frau und möglichen Fällen von Babyhandel im ehemaligen Jugoslawien befasst.

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