Vermischtes

Weniger TV und Co: Was bedeutet digitaler Minimalismus?

Vor allem im Bereich des Wohnens stellt der Minimalismus bereits seit vielen Jahren einen der größten Trends überhaupt dar.

Immer häufiger lässt sich jedoch auch von einer besonderen Form des Minimalismus hören, nämlich dem sogenannten digitalen Minimalismus.

Damit ist gemeint, dass die Nutzung von digitalen Angeboten, Anwendungen und technischen Geräten im Alltag auf das Wesentliche beschränkt wird. Es wird also eine bedachte Auswahl getroffen, welche Inhalte der digitalen Welt in welcher Menge konsumiert werden.

Die Definition des digitalen Minimalismus


Der Fokus des digitalen Minimalismus liegt darauf, mit den digitalen Medien bewusst umzugehen. So sollen das Leben und der Alltag von allem digitalen Ballast befreit werden, der eigentlich keinen Nutzen hat.

Dabei muss natürlich jeder für sich herausfinden, welche Gadgets, Streaming-Anbieter und soziale Medien wirklich einen Mehrwert in seinem Alltag darstellen. Das Ziel besteht darin, nur die Anwendungen zu nutzen, die das analoge Leben neben ihnen nicht untergehen lassen.

Auch digitale Objekte nehmen wertvollen Raum ein


Digitale Produkte häufen sich im Gegensatz zu materiellem Besitz natürlich nicht physisch in einem Raum an. Dennoch können sie das Leben ähnlich stark belasten.

Unabhängig davon, ob das E-Mail-Postfach regelmäßig überquillt oder im Minutentakt Nachrichten auf dem Handybildschirm eingehen: Unnütze Dinge stellen immer einen unnötigen Ballast dar, egal, ob digital oder analog. Somit ist es im Sinne des digitalen Minimalismus wichtig, Smartphone, digitale Abonnements und Dateien regelmäßig auszumisten ‒ eben genauso wie den Kleiderschrank.

Diejenigen, die den Minimalismus nicht nur in Bezug auf ihren Medienkonsum leben, sondern auch bei ihrem Wohnstil umsetzen möchten, können im Übrigen überflüssige Möbel sicher einlagern − so muss sich noch nicht endgültig von liebgewonnen Stücken getrennt werden, dennoch wird Zuhause wertvoller freier Platz geschaffen. Dieser erlaubt es, sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen.

Die digitalen Angebote nehmen jedoch keinen spürbaren Raum ein. Deswegen besteht in diesem Bereich ein besonders hohes Risiko, dass sich viel Unnötiges ansammelt. Wird auch in diesem Lebensbereich der Minimalismus-Trend praktiziert, lässt sich gleich viel leichter ein Überblick über den Medienkonsum behalten. So wird ein achtsamer Umgang mit den Dingen, auf die im digitalen Raum täglich getroffen wird, möglich.

Wie lässt sich der digitale Minimalismus in der Praxis umsetzen?


Für eine minimalistischere Gestaltung des digitalen Alltags lassen sich einige konkrete Tipps und Tricks ausmachen, die das Vorhaben erleichtern.

Das Aussortieren sollte bei den Festplatten, dem Computer oder dem Notebook beginnen. Dafür sind die verschiedenen Ordner übersichtlich zu strukturieren. Alle unnötigen Dokumente, Fotos und Dateien sind rigoros zu löschen.

Danach sind Smartphone und Tablet an der Reihe. Hier sollte versucht werden, ausschließlich die Apps zu behalten, die einen wirklichen Mehrwert bieten. Getrennt werden sollte sich vor allem von den Anwendungen, die nur wertvolle Zeit im Alltag stehlen. Die Fotos auf den Geräten können außerdem gleich auf den Computer übertragen und von dem mobilen Gerät gelöscht werden.

Für die ganz Mutigen ist es außerdem zu empfehlen, sämtliche App-Benachrichtigungen auszuschalten, inklusive denen des E-Mail-Postfachs und Messenger-Diensten wie WhatsApp. So kann immer wieder selbst entschieden werden, zu welcher Zeit welche Anwendungen geöffnet werden möchten.

Aufzuräumen ist ebenfalls das E-Mail-Postfach. Die Mails, die behalten werden, sollten idealerweise in passende Unterordner sortiert werden. Zudem sollten alle unnötigen Newsletter abbestellt werden. Darüber hinaus ist zu überlegen, ob es wirklich nötig ist, gleich drei Streaming-Dienste zu besitzen. Im Sinne des Minimalismus ist es nämlich auch, mit einer begrenzten Auswahl glücklich zu sein.

Kurz-URL: qmde.de/150848
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