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«It Takes 2»

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Nach einem mäßigen Start Mitte Januar verlor die Show bis zum Finale einen Monat später mehr als die Hälfte ihrer Zuschauer.

Mit der Verlegung von «The Voice of Germany»  auf den Sonntagabend hatte Sat.1 im vergangenen Jahr große Erfolge verbucht. Dieser Umstand dürfte nicht zuletzt auch RTL motiviert haben, das sich in der Vergangenheit ohnehin schon öfters am Genre Show zum Wochenabschluss versucht hatte. Konkret war es der Showneustart «It Takes 2» , mit dem die Kölner am Sonntagabend ein Kontrastprogramm zum «Tatort»  und den ProSieben-Blockbustern liefern wollten. Aber der Plan der RTL-Verantwortlichen ging nicht auf. Im Laufe der ersten vier um 20.15 Uhr gezeigten Folgen gingen der Gesangsshow so viele Zuschauer abhanden, dass sich RTL kurzerhand dazu entschied, das Finale erst nachts zu senden.

Dabei hatte sich der Auftakt noch einigermaßen ordentlich geschlagen. Am 15. Januar erzielte die erste Folge 3,11 Millionen Zuschauer, was 12,6 Prozent der Umworbenen entsprach. 1,63 Millionen befanden sich im Alter zwischen 14 und 49 Jahren. Das war gewiss kein herausragend starker Wert, aber einer, mit dem RTL hätte leben können. Sat.1 war man damit überlegen, ProSieben und Das Erste zeigten den Kölnern hingegen die Rücklichter. Bei allen kamen für den Auftakt 8,6 Prozent zustande.

Bereits eine Woche später gingen «It Takes 2» allerdings rund 0,6 Millionen Zuschauer verloren, sodass für RTL nur noch 6,8 Prozent am Gesamtmarkt zu Buche standen. Selbst bei den 14- bis 49-Jährigen gab es kein Halten mehr: Mit 9,4 Prozent rutschte die Show eindeutig in den einstelligen Bereich – und das, obwohl sie als direktes Lead-in vom Dschungelcamp fungierte, das für gewöhnlich die gesamte RTL-Primetime zu beflügeln weiß. 1,23 Millionen Werberelevante konnten für Folge zwei ermittelt werden.

Ein ähnlich großes Minus wie für Folge zwei stand auch für die dritte Folge am 29. Januar zu Buche, die nicht über 2,10 Millionen Menschen und 5,9 Prozent insgesamt hinauskam. Nahezu desaströs fielen die Werte bei den 14- bis 49-Jährigen aus, bei denen weitere zwei Prozentpunkte abhanden gingen. Die Folge: Ein sehr schlechter Marktanteil von 7,4 Prozent und eine Reichweite, die mit 0,94 Millionen erstmals unter der Marke von einer Million Zuschauern lag. Doch auch damit sollte das untere Ende der Fahnenstange nicht erreicht sein:

Am 5. Februar gab es für die ab 20.15 Uhr gezeigte vierte Folge einen erneuten Tiefstwert von nur noch 1,59 Millionen Zuschauern zu verbuchen. Die Marktanteile fielen mit 4,5 Prozent bei allen und 5,7 Prozent der 14- bis 49-Jährigen rekordverdächtig schlecht aus. Kein Wunder, dass RTL das Finale eine Woche später erst ab 23.20 Uhr zeigte und damit versuchte, den Schaden zumindest ein wenig zu begrenzen. Tatsächlich fielen die Marktanteile mit 9,3 Prozent der Umworbenen und 7,2 Prozent insgesamt etwas freundlicher aus – die Reichweite fiel aufgrund der späten Sendezeit allerdings noch einmal deutlich auf 0,69 Millionen.

Im Schnitt erreichten die fünf gezeigten Folgen der Gesangsshow 1,99 Millionen Zuschauer und 8,9 Prozent der Umworbenen. Dass dieser Marktanteil die Bedürfnisse von RTL in keiner Weise befriedigt, bedarf keiner weiteren Erklärung. Bei allen sah es mit 6,6 Prozent sogar noch mieser aus. Eine Fortsetzung der Show erscheint damit nahezu ausgeschlossen - und auch die Frage, ob das Genre Show wirklich auf den Sonntag passt, werden die Verantwortlichen von RTL womöglich nun noch einmal ausführlicher diskutieren.

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