Serien-Check

Virtual Reality geht in Serie

von   |  2 Kommentare

«Jurassic Park»-Star mit Hauptrolle in HBO-Serie, Craig wechselt ins Fernsehen, «Lethal Weapon»-Serie geplant, «Ray Donovan» hat einen neuen Fall und die «Simpsons» planen Live-Folge.

Der Neustart der Woche

Am Montag, den 22. Februar, startet um 20.15 Uhr im Disney Channel die Serie «Finding Carter». Dabei handelt es sich um ein Coming-of-Age-Drama über die Teenagerin Carter (Kathryn Prescott). Diese führt eigentlich ein perfektes Teenie-Leben und lebt bei ihrer alleinerziehenden Mutter Lori (Milena Govich). Nachdem Carter von der Polizei überprüft wird, kommt heraus, dass ihre Mutter sie als Baby entführte und Carter nun zu ihrer eigentlichen Familie zurückkommt. Fortan muss sie sich mit den geänderten Lebensumständen und sämtlichen Konsequenzen arrangieren, denn sie kommt auf eine neue Schule, hat eine Zwillingsschwester und muss neue Freunde finden.
NBCUniversal mit erster Virtual-Reality-Serie
Virtual-Reality-Brillen wie die Oculus Rift gelten bereits als der nächste große Schritt der Unterhaltungsbranche. Durch diese Brillen hat der Träger den Eindruck, sich frei in einem virtuellen Raum bewegen zu können. Hinzu kommt, dass er keinen Einfluss von außen hat. Bereits seit der ersten Ankündigung dieser Technologie gibt es Spekulationen und Experimente für den Einsatz dieser Technik. Die amerikanische Basketballliga NBA nutzt beispielsweise bereits Kameras, die aussehen wie ein Ball mit mehreren Objektiven, um so den gesamten Raum zu filmen. NBCUniversal, der Mutterkonzern hinter dem Sender Syfy, gab nun eine Bestellung für eine erste Fernsehserie, die die VR-Brille Oculus Rift voraussetzt, ab. Die Serie trägt den Titel «Halcyon» und umfasst insgesamt 15 Episoden, von denen zehn linear über Syfy ausgestrahlt werden und fünf Folgen, die gezielt für Oculus Rift produziert werden. «Halcyon» ist im Jahr 2058 angesiedelt und spielt in einer Gesellschaft, in der die virtuelle Realität längst zum Alltag gehört. Im Zentrum der Handlung steht Detective Julie Dover, die für die Virtual Reality Crimes Unit ermittelt. Bei ihrem jüngsten Fall geht es um einen Mord, der in der virtuellen Realität erfolgte. Hinter dem Mordfall verbirgt sich jedoch mehr als zunächst erwartet. Die linearen Episoden sollen teilweise mit Cliffhangern enden und durch die Oculus-Folgen miteinander verbunden werden, vor der linearen Ausstrahlung soll es jedoch zu Zusammenfassungen der Oculus-Folgen kommen. Unmittelbar nach US-Ausstrahlung, für die es noch keinen Starttermin gibt, strahlt auch der deutsche Ableger von Syfy «Halcyon» aus.

Trotz des neuartigen Konzepts stehen noch zahlreiche Fragezeichen hinter dem Erfolg der Serie. Seit einigen Wochen ist es möglich, die Oculus Rift als erste ihre Art vorzubestellen, weitere Brillen von Sony, HTC oder Microsoft folgen in den kommenden Monaten. Jedoch ist das Vergnügen Virtual Reality angesichts eines Preises von 599 US-Dollar in den USA und 699 Euro hierzulande nicht gerade günstig. Hinzu kommen die hohen Hardwareanforderungen an den eigenen PC, schließlich muss dieser jede Menge Daten und Grafiken berechnen, um die virtuelle Realität zu ermöglichen.

Wiederkehrende Rolle in «Ray Donovan»


Für die vierte Staffel der Showtime-Serie «Ray Donovan» sicherten sich die Macher nun die Dienste von Gabriel Mann («Revenge»). In der kommenden Season schlüpft er in die Rolle des Anwalts Jacob Waller, der als einer der besten seiner Zunft gilt und ein angesehenes Mitglied der Oberschicht ist. In mindestens drei Folgen kommt es dabei zu einem Auftritt von Mann, der zuletzt in «Mysteries of Laura» zu sehen war. Was genau er mit Ray (Liev Schreiber) zu tun hat, wurde noch nicht bekannt.

«Jurassic Park»-Star mit Hauptrolle in neuer HBO-Serie


Aktuell laufen im Hause HBO die Planungen zu einer Dramaserie vom Oscar-prämierten Dokumentarfilmer Alex Gibney. Während das Projekt noch nach einem passenden Titel sucht, ist mit Laura Dern («Jurassic Park») bereits die Hauptdarstellerin verpflichtet. Diese verkörpert dabei die Rolle einer Psychiaterin, die Gefangene im Todestrakt betreut. Dabei muss sie sich mit dem viel diskutierten Justizsystem der USA auseinander setzen und beurteilen, ob die Gefangenen geistig gesund genug sind, um hingerichtet zu werden. Neben Gibney fungiert Dern ebenfalls als ausführende Produzentin. Für den «Jurassic Park»-Star ist es nicht das erste Engagement beim Premium-Kabelsender, bereits zuvor war sie in «Enlightened» zu sehen und wird an der Seite von Nicole Kidman und Reese Witherspoon in «Big Little Lies» spielen. Außerdem bekommen die Zuschauer sie 2017 in «Twin Peaks» zu sehen.

Weiterer «Twin Peaks»-Star bekannt


Neben Laura Dern werden zahlreiche weitere Darsteller in «Twin Peaks» zu sehen sein. Der ohnehin schon recht große Cast rund um Kyle MacLachlan bekam nun ein weiteres Mal Verstärkung, denn Serienschöpfer David Lynch verpflichtete Ashley Judd («Heat»). Wie inzwischen für «Twin Peaks» typisch, halten sich die Produzenten mit Details zur Figur sehr bedeckt.

«Lethal Weapon»-Serie mit Comedy-Star?


Bei der jüngsten Serienadaption eines Spielfilms handelt es sich um «Lethal Weapon». NBC arbeitet derzeit an einem Skript und sicherte sich mit Damon Wayans bereits einen ersten Darsteller. Dieser ist vor allen Dingen für seine Sitcom «What’s Up, Dad?» bekannt und spielt in der «Lethal Weapon»-Serie die Rolle des Roger Murtaugh. Dieser wurde ursprünglich von Danny Glover verkörpert und musste sich meist mit dem Älterwerden auseinander setzen und prägte dabei die Catchphrase „Ich bin zu alt für diesen …“. Die Serie soll sich nach aktuellen Planungen eng an den Filmen orientieren, denn Murtaugh überstand gerade erst einen Herzinfarkt und bekommt nun einen mit Riggs einen neuen Partner zugeteilt. Dieser stammt eigentlich aus Texas, verließ den Bundesstaat jedoch nachdem seine Frau und sein Kind ermordet wurden. Dies geht jedoch nicht spurlos an ihm vorbei. Im Spielfilm verkörperte Mel Gibson die Rolle des Riggs. Für den Pilotfilm sicherte sich NBC die Dienste von Joseph McGinty Nichol, besser bekannt als McG, der die Regiearbeit übernimmt.

Der Trailer der Woche


Live-Episode der «Simpsons»


Auch nach 27 Staffeln wissen die «Simpsons» noch immer zu überraschen, denn am 15. Mai planen die Macher der Kultserie ein Live-Element in einer Folge. Dabei wollen die Macher vor allen Dingen auch auf tagesaktuelle Themen eingehen und die Zuschauer einbinden, denn diese können Homer via Twitter Fragen schicken, die dieser live in der Folge beantwortet. Showrunner Al Jean kündigte an, dass man dabei vor allen Dingen auf Motion-Capturing setzt und Homer-Sprecher Castellaneta darf sein Improvisationstalent zeigen. Insgesamt soll das Live-Element drei Minuten dauern und sowohl an der West- als auch an der Ostküste live ausgestrahlt werden. Live-Episoden genießen in der amerikanischen TV-Branche hohes Ansehen, bereits bei «30 Rock», «Emergency Room» oder «The West Wing» gab es live aufgeführte Folgen. Für eine Animationsserie wäre dies jedoch das erste Mal, schließlich dauern Zeichnung und Animation der Folgen sonst mehrere Wochen.

Daniel Craig vor Wechsel ins Fernsehen


In den vergangenen Monaten häuften sich die Meldungen, dass Daniel Craig seiner Paraderolle als James Bond den Rücken kehren möchte. Nun kamen neue Gerüchte auf, dass er beim Film, zumindest vorübergehend, eine Pause einlegt und sich stattdessen auf eine Fernsehserie konzentriert. Dabei fiel immer wieder der Titel «Purity» um das sich zahlreiche Fernsehsender wie Showtime oder FX bemühen aber auch VOD-Anbieter wie Netflix zeigten bereits Interesse. Dabei handelt es um die Adaption des Romans von Jonathan Franzen, für das die Produzenten eine straight-to-series Order anstreben. Laut ihren Planungen soll es zu zwei Staffeln à 20 Episoden kommen. Der noch recht junge Roman, der erst im vergangenen Herbst erschien, handelt von einer jungen, unbekümmerten und ziellosen Frau namens Purity. Auf der Suche nach sich selbst verschlägt es sie in allerlei Ecken der USA und sogar nach Südamerika, wo sie verschiedene Jobs annimmt und auf diverse kuriose Menschen trifft. Die Rolle, für die Craig angedacht ist, ist die des Deutschen Andreas. Dieser glänzt durch seine provokante Art und leitet eine südamerikanische Organisation, die mit den Geheimnissen der Welt handelt. In den USA wäre es Craigs erstes Serienengagement, in seiner britischen Heimat war er jedoch bereits in mehreren Rollen zu sehen.

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Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
Sentinel2003
19.02.2016 10:26 Uhr 1
Hallo Herr Weber : nochmal, Craig hat definitiv nicht nein gesagt zu einem weiteren Bond....das er sich "lieber die Pulsadern aufschneiden würde, als nochmal einen Bond zu drehen" hattte er glaube ich kurz nach Drehschluss gesagt....er hatte dann diese Aussage aber zumindest etwas revidiert, er brauche erstmal eine lange Pause um zu entscheiden, macht er mit Bond weiter oder nicht....das ist für mich keine definitive und klare Absage!!
Frederic
19.02.2016 10:46 Uhr 2
Aber das steht ja auch so da: Es häuften sich Meldungen, dass er der Rolle den Rücken kehren möchte. Dass er definitiv nicht kommt, stand und steht in dem Artikel nicht drin. (Habe als Redakteur in der Versionsgeschichte nachgesehen).



Nachtrag: Kann natürlich sein, dass ich etwas übersehe. Aber soweit kann ich die Aussage nicht anders erkennen.

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