US-Check

Ein großer Hit mit Abnutzungserscheinungen

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«Pretty Little Liars» gehört zu den Aushängeschildern des US-Kabelsenders ABC Family. Doch die jüngst beendete fünfte Staffel hielt nicht ganz das Niveau ihrer Vorgänger. QM blickt auf die Zahlen.

Staffeldurchschnittswerte von «Pretty Little Liars»

  • 1. Staffel: 2,86 Mio. Zuschauer
  • 2. Staffel: 2,69 Mio. Zuschauer
  • 3. Staffel: 2,59 Mio. Zuschauer
  • 4. Staffel: 2,40 Mio. Zuschauer
  • 5. Staffel: 2,01 Mio. Zuschauer
Bereits seit 2010 sorgen diverse Vorfälle, Geheimnisse und Intrigen rund um eine Mädchenclique aus Rosewood für Gesprächsstoff in den USA. «Pretty Little Liars» ist angelehnt an die gleichnamige Romanreihe von Sara Shepard und erzählt die Geschichte von vier Mädchen, deren Freundin und Cliquen-Anführerin, Alison, eines Tages spurlos verschwindet. Fortan erhalten die Mädels Botschaften, die dunkle Geheimnisse aus ihrem Leben offenbaren. Der Absender dieser Nachrichten hat den mysteriösen Namen 'A' – ein Hinweis auf ihre vermisste Freundin?!

Über 100 Folgen gespickt mit Lügen, Verrat und verzwickten Situationen sind bisher über die Bildschirme geflimmert und haben «Pretty Little Liars» zu einem der erfolgreichsten Formate von ABC Family werden lassen. Staffel sechs steht schon in den Startlöchern. Staffel sieben ist bereits bestellt. Dabei ging gerade erst die fünfte Runde zu Ende. Diese bescherte ABC Family noch immer überdurchschnittliche Quoten – vor allem wenn man «Pretty Little Liars» mit anderen Eigenproduktionen des Senders vergleicht – doch ein leichter Abwärtstrend lässt sich nicht leugnen.

Die fünfte Staffel startete im Juni 2014 vor 2,72 Millionen Zuschauern und schnitt damit etwas schwächer ab als die Staffelstarts in den Vorjahren. Die Unterschiede zu Staffel drei und vier waren aber nicht besorgniserregend hoch. Die dritte Runde startete vor 2,93 Millionen Fans; den Auftakt der vierten Season sahen 2,97 Millionen Menschen. Mit 2,72 Millionen Zuschauern konnte man zum Start der nunmehr fünften Staffel also zufrieden sein. Weniger schön dürfte hingegen die Verlustrate bei der Ausstrahlung der zweiten Episode gewesen sein. 600.000 Fans gingen verloren, sodass am Ende lediglich 2,16 Millionen US-Bürger zu Buche standen.

Die dritte Folge stoppte den Zuschauerrückgang und steigerte sich wieder auf 2,28 Millionen Fans. Die nachfolgenden Episoden unterlagen dann zwar immer wieder mal leichten Schwankungen, schienen sich aber auf dem Niveau von knapp über zwei Millionen Zuschauern einzupendeln. Am 29. Juli gab es allerdings einen deutlichen Ausrutscher nach unten. Die achte Ausgabe fiel auf 1,80 Millionen Zuschauer und damit unterbot man erst zum zweiten Mal in der gesamten Seriengeschichte von «Pretty Little Liars» die Zwei-Millionenmarke. Erstmals war das kurz vor dem Ende der vierten Staffel geschehen. Damals blieb es ein Ausrutscher. Auch diesmal fing man sich und Folge neun und zehn steigerten sich wieder auf jeweils 2,05 Millionen Zuschauer.

Die elfte Ausgabe wiederholte dann allerdings den Tiefschlag vom 29. Juli und generierte lediglich 1,80 Millionen Zuschauer. Zum Midseason-Finale sah es dann aber mit 2,29 Millionen Fans schon wieder erfreulicher aus. Nach dieser zwölften Folge verabschiedete sich «Pretty Little Liars» in eine planmäßige, dreimonatige Pause. Das Fazit bis dahin fällt aber etwas ernüchternd aus. Die vierte Staffel kam durchschnittlich immerhin auf 2,40 Millionen Zuschauer. Die fünfte Runde schaffte es nach zwölf gesendeten Ausgaben auf nur 2,14 Millionen Fans. Und was zum damaligen Zeitpunkt noch niemand wusste: der zweite Teil der Staffel würde nicht zu einer Steigerung der Durchschnittswerte beitragen.

Am 9. Dezember vergangenen Jahres setzte ABC Family die Ausstrahlung der fünften Runde fort. Die Zuschauerzahlen hielten sich über der Zwei-Millionenmarke. 2,09 Millionen Menschen schalteten ein. Auch Episode vierzehn und fünfzehn lagen auf einem ähnlichen Niveau. Am 20. Januar folgte dann aber mit 1,72 Millionen Zuschauern ein weiteres Serientief, das im Februar mit nur noch 1,58 Millionen Fans erneut unterboten wurde. Anfang März sah es sogar noch etwas schlechter aus. Nur noch 1,49 Millionen Menschen schalteten ein. Wenngleich auch das für ABC Family vergleichsweise ordentliche Werte sind, muss man festhalten, dass «Pretty Little Liars» in Runde fünf auffallend oft die Zwei-Millionenmarke unterbot.

Mit den Ausgaben im März steuerte man nun langsam auf das Staffelfinale zu, doch auch die letzten beiden Folgen vorm Showdown brachten keinen nennenswerten Aufschwung. Man verharrte unter der Marke von zwei Millionen Zuschauern und unterhielt 1,74 Millionen sowie eine weitere Woche später 1,70 Millionen Menschen. Erst das Finale selbst legte spürbar zu und bescherte dem Sender das beste Ergebnis seit Monaten. 2,65 Millionen Fans schalteten ein. Nur der Staffelauftakt präsentierte sich mit 2,72 Millionen Zuschauern stärker.

In der Endabrechnung unterlag die fünfte Staffel aus Quotensicht ihren Vorgängern. Im Durchschnitt verfolgten 2,01 Millionen Menschen die insgesamt 25 Episoden. Damit gehört «Pretty Little Liars» nach wie vor zu den Aushängeschildern von ABC Family. Allerdings offenbart die Betrachtung der Staffeldurchschnittswerte ein rückläufiges Interesse (siehe Infobox). Ob die sechste Staffel eine Kehrtwende schafft, wird sich zeigen. Diese startet bereits im Juni.

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