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Disney Channel 2014/15: Dramen, Sitcoms, Steven Gätjen

von   |  1 Kommentar

Der Disney Channel stellte seine Programmhighlights der kommenden TV-Monate vor. Neben einer Show mit Steven Gätjen umfassen diese vor allem einige Dramen und Sitcoms in Erstausstrahlung.

Launchdaten im Vergleich

  • Disney Channel: 8,6 Prozent
  • Super RTL: 7,7 Prozent
  • KiKA: 6,6 Prozent
  • Nickelodeon: 5,4 Prozent
Marktanteile bei den 3- bis 13-Jährigen: In den ersten neun Monaten on air
Neun Monate nach Senderlaunch zog der Disney Channel am 29. Oktober 2014 in Hamburg in Rahmen einer Programmkonferenz eine Zwischenbilanz – und gab zudem einen Ausblick auf das Programm der kommenden Monate. Und die Stimmung unter den Disney-Channel-Verantwortlichen Lars Wagner (Vice President & General Manager) und Ralf Gerhardt (Executive Programming Director & Deputy General Manager) konnte kaum besser sein: Mit 8,6 Prozent Marktanteil bei den 3- bis 13-Jährigen überbietet der Familiensender in der Daytime klar die Launchzahlen seiner hiesigen Konkurrenten im Kinder-TV-Markt. Und auch mit den Zahlen zur Primetime zeigte man sich sehr zufrieden: Bei den 14- bis 49-Jährigen holte der Disney Channel in seinen ersten neun Monaten in der Hauptsendeschiene 0,9 Prozent – wesentlich mehr als etwa sixx oder DMAX, als diese Kanäle noch in den Kinderschuhen steckten.

Damit aus diesen ersten Erfolgen eine möglichst bezaubernde Senderzukunft entwächst, arbeitet der Disney Channel auch weiterhin an neuen Programminhalten. In Sachen Eigenproduktionen hielt man sich auf der Programmkonferenz allerdings überraschend zurück: Nachdem in den vergangenen Monaten diverse Dokusoaps auf Sendung geschickt wurden, ist für die kommende TV-Saison derzeit nur ein Format offiziell bestätigt – die Rankingshow «Disney Magic Moments» mit Steven Gätjen (Foto links). Die sechsteilige Rankingshow, die am 25. November 2014 startet und immer dienstags um 20.15 Uhr gezeigt wird, soll aber mehr bieten als nur einen repräsentativen Überblick über die liebsten Disney-Figuren und -Szenen der Deutschen. Wie in der «Disney Filmparade», die Gätjen einst für ProSieben verwirklichte, sollen hier exklusive Blicke hinter die Kulissen Disneys und das Archiv der Traumfabrik auf unterhaltsame Weise informieren. Disney-Fans dürfen sich unter anderem auf ein Gespräch mit Andreas Deja freuen, den Zeichner solch legendärer Schurken wie Scar aus «Der König der Löwen» und Dschafar aus «Aladdin».

Darüber hinaus setzt der Disney Channel zur Primetime in der Saison 2014/2015 vor allem auf Serien in deutscher Erstausstrahlung. Neben dem Familiendrama «The Fosters» über ein lesbisches Pärchen, das mehrere Kinder großzieht (mehr dazu), steht auch die erst dieses Jahr in den USA angelaufene Serie «Chasing Life» auf dem Plan. Darin dreht sich alles um die ehrgeizige, junge Journalistin April (Italia Ricci), die an Leukämie erkrankt und nun versucht, ihr Leben mit dieser Krankheit, die Romanze mit einem ihrer Kollegen und ihre launische Familie unter einen Hut zu kriegen. Mit «The Lying Game» hält zudem ein Teendrama beim Disney Channel Einzug. Im Mittelpunkt steht die 17-jährige Sutton Mercer (Alexandra Chando), die vor vielen Jahren von einem wohlhabenden Ehepaar adoptiert wurde. Eines Tages erfährt sie, dass sie eine Zwillingsschwester hat und sucht den Kontakt zu ihr. Durch Zufall erhält sie die Möglichkeit, die Identität ihrer Schwester zu übernehmen – und stürzt dadurch in ein verwirrendes Netz aus Geheimnissen. In den USA brachte es der Kritikergeheimtipp, der auf einem gleichnamigen Roman basiert, auf 30 Episoden.

Die nächsten Monate bringen zudem endlich den schon vor Senderlaunch versprochenen Start der hochemotionalen Hallmark-Serie «Cedar Cove» (mehr dazu), sowie die Sci-Fi-Serie «Star Crossed» (Foto rechts), in der neun Außerirdische nach einem Raumschiffabsturz versuchen, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Einer von ihnen (Matt Lanter) verliebt sich unsterblich in ein Erdenmädchen (Aimee Teegarden) … Was nach „«Twilight» mit Aliens“ klingt, war von Serienschöpferin Meredith Averill als Rassismusparabel gedacht und erhielt für diese Ambitionen in den USA vereinzeltes Kritikerlob. Aus Kanada stammt unterdessen die Comedy «Seed», in der ein überzeugter Junggeselle eine familiäre Bindung zu Menschen aufbaut, die sich einst durch seine Samenspende ihren Kinderwunsch erfüllten.

80er-Nostalgiker dürfen sich dagegen auf die deutsche Premiere der Sitcom «The Goldbergs» freuen, die gegen Ende der Dekade angesiedelt ist und aus heutigem Blickwinkel auf das damalige Familienleben sowie 80er-Serienklischees blickt. Für das US-Network ABC ist die unter anderem von Adam Sandlers Produktionsschmiede Happy Madision verwirklichte Serie ein achtbarer Quotenbringer – es wird spannend sein, zu verfolgen, wie das hiesige Publikum reagiert. Von «Scrubs»-Schöpfer Bill Lawrence kommt zu guter Letzt «Jane by Design», eine 18-teilige Dramedy über die mittellose Schülerin Jane Quimby (Erica Dasher), die durch eine Kette von Missverständnissen an einen hervorragend bezahlten Job in der Modedesignerbranche gerät. In weiteren Rollen des Formats sind Andy MacDowell und India de Beaufort zu sehen.

Apropos «Scrubs» (Foto links): Die längst zum Kult gewordene Dramedy mit Zach Braff verstärkt im Laufe der kommenden Monaten mit einem Rerun das Programm des Disney Channels. Und auch eine weitere mehrfach preisgekrönte Serie wird auf dem noch jungen Kanal wiederholt – das 90er-Phänomen «Friends» über das urkomische Sextett Rachel, Ross, Monica, Chandler, Phoebe und Joey. Darüber hinaus wandert die 57-teilige, sarkastische Comedy «Suburgatory» als Rerun zum Disney Channel, ebenso wie «Meine wilden Töchter» und der von Bryan Fuller erdachte Genremix «Pushing Daisies». Die Krimi, Fantasydrama und Comedy vereinende, melancholisch-morbide Serie über einen Kuchenbäcker (Lee Pace), der Tote zum Leben erwecken kann und eine bittersüße Romanze zu seiner verstorbenen (und wiederbelebten) Jugendliebe (Anna Friel) führt, wurde nach nur 22 Episoden abgesetzt, erarbeitete sich seither jedoch eine treue Fangemeinde.

An der Filmfront setzt der Disney Channel, wenig überraschend, insbesondere auf Highlights aus der Disney-Trickschmiede. So erhalten «Der König der Löwen», «Cinderella», «Das Dschungelbuch», «Schneewittchen und die sieben Zwerge», «Bambi» sowie «Der Glöckner von Notre Dame» erneute Free-TV-Einsätze. Aber auch Erstausstrahlungen sind geplant – etwa der Abenteuertrickfilm «Peter Pan», das populäre Märchenmusical «Arielle, die Meerjungfrau» und, am 28. November, der animationstechnische Meilenstein «Pinocchio» (mehr dazu).

In der Daytime wird es künftig ebenfalls einige Neuerungen geben. Zu den Highlights zählt die bereits im Bezahlfernsehen zu sehende Animationsserie «Star Wars Rebels», die inhaltlich zwischen Episode III und IV des «Star Wars»-Mythos angesiedelt ist, gerüchteweise aber auch erste Themen und Figuren aus Episode VII anschneiden wird. Mit «Die 7Z» erobert hingegen demnächst eine Zeichentrickserie im wilden «Gravity Falls»-Stil die Fernseher und interpretiert die sieben berühmten Zwerge völlig neu. Mit «Liv & Maddie» und «Ich war's nicht» starten zudem gleich zwei Sitcoms über Zwillinge, während «Mighty Med – Wir heilen Helden» dem Disney Channel eine bunte Verquickung aus Superheldenserie, Sitcom und Krankenhauscomedy spendiert. Kenner der 90er-Sitcom «Das Leben und ich» sollten sich dagegen «Das Leben und Riley» vormerken: Die erst kürzlich in den USA gestartete Serie erzählt das Erfolgsformat fort und zeigt, was aus Cory und Topanga geworden ist.

Des Weiteren wird der hiesige Disney Channel mit «Evermoor» die bislang aufwändigste Eigenproduktion seines britischen Schwestersenders ausstrahlen. Der Vierteiler ist ein an die ganze Familie gerichtetes Mysterydrama mit humoristischen Elementen und handelt von der amerikanischen Teenagerin Tara Bailey, die mit ihrer Familie in das englische Dorf Evermoor zieht, welches sich am Rande einer unheimlichen Moorlandschaft befindet. Taras als Schriftstellerin tätige Mutter hofft, dort neue Inspiration zu finden, während sich ihr Stiefvater um die Einrichtung kümmert. Dabei taucht ein geheimnisvoller Wandteppich auf, der Tara an magische Orte führt … Außerdem wird der Disney Channel mit neuen Folgen des Quotenhits «Violetta» (Foto rechts) aufwarten. Nach Ende der ersten Season am 21. November werden sich die Fans der lateinamerikanischen Produktion voraussichtlich bis Frühjahr 2015 gedulden müssen, um zu erfahren, wie es weitergeht. Dann gibt es auch frische Episoden von «Phineas & Ferb» und «Willkommen in Gravity Falls» sowie «Der ultimative Spider-Man» zu sehen.

Ralf Gerhardt fasst die Präsentation schlussendlich wie folgt zusammen: „Die Strategie Kinder und Erwachsene mit zielgruppenspezifischen Programmen unter einer verbindenden Marke anzusprechen ist aufgegangen. Auch in der kommenden TV-Saison bieten wir sowohl in der Day- als auch in der Primetime qualitativ hochwertige Programme, die zu unserer Positionierung und Marke passen – viele davon in deutscher Erstausstrahlung.“

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Helmprobst
30.10.2014 09:46 Uhr 1
Einige der Neustarts klingen wirklich vielversprechend. Sehr enttäuschend ist hingegen, dass man sich im Pro7Sat.1-Keller jene Serien ausgesucht hat, die schon zig-mal auf diversen Sendern der Gruppe zu sehen waren. Nichts gegen "Scrubs" und "Friends" (hab ich selbst gerne gesehen), aber es muss doch nicht JEDER Sender diese Serien einmal zeigen. Hier hätte ich den Disney Channel-Verantwortlichen mehr Kreativität und vor allem: mehr Mut zugetraut. Deswegen mein Vorschlag: Hausaufgaben gründlicher machen und noch einmal für ein Wochenende im Archiv einschliessen und genau schauen, ob da nicht noch andere, länger nicht gezeigte Kultserien liegen, die besser ins Programm vom Disney Channel passen. "Grace", "Hope und Faith" und "Jesse" sind da nur ein paar Beispiele, die mir spontan einfallen.

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