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Politikerin erbost über «neoParadise»

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Die Piratenpartei-Abgeordnete Julia Schramm empfindet, dass ein Clip aus der Show «neoParadise» frauenfeindlich sei. Klaas Heufer-Umlauf entschuldigt sich dafür via Twitter.

Die «neoParadise»-Ausgabe vom 4. Oktober dürfte für viele Zuschauer vor allem aufgrund des Auftritts von Dirk Bach relevant gewesen sein, sollte das Ende September aufgezeichnete TV-Interview doch tragischerweise auch sein letztes sein. Mit etwas Verspätung erhielt diese Folge der ZDFneo-Sendung jedoch erneute Aufmerksamkeit: Am 14. Oktober kritisierte die Piratenpartei-Abgeordnete Julia Schramm auf Twitter eine Szene aus dem Einspieler "Wenn ich Sie wäre ... auf der IFA", in dem sich Joko und Klaas gegenseitig mit verrückten Aufgaben herausfordern.

Eine dieser Herausforderungen sah vor, dass sich Joko Winterscheidt an eine Hostess eines Messestands heranschleicht und einmal ihren Busen sowie zweimal ihren Hintern berührt. Joko nahm die von Klaas gestellte Aufgabe mit Empörung an und entschuldigte sich bei der jungen Frau, während er ihr erklärt, er müsse für das Fernsehen etwas sehr dummes tun, woraufhin er sie kurz an Hintern und Busen antippt. Anschließend wird er für seine Aktion von Klaas schockiert gefragt, wie er das tatsächlich tun konnte. Weiter merkt er an: "Der war das so unangenehm. Die stand da und hat sich richtig entwürdigt gefühlt. Die fährt jetzt nach Hause und dann wird die schön heulen unter der Dusche."

Julia Schramm bezeichnet diesen Ausschnitt auf Twitter als "widerlichen Dreck" und setzte eine Beschwerde an ZDFneo auf, in der sie den Clip anprangert: "Mit Ekel habe ich feststellen müssen, dass das ZDF seinen Bildungsauftrag so interpretiert, jungen Menschen beizubringen, dass Frauen Objekte sind, die kein Recht auf körperliche Selbstbestimmung haben." Schramms Empörung löste in sozialen Netzwerken hitzige Debatten über die «neoParadise»-Aktion aus, auf die am Montag auch das ZDF und Klaas Heufer-Umlauf reagierten: Die "Messehostess wurde von Joko Winterscheidt nicht angefasst, die Berührungen waren lediglich angedeutet", merkt der Sender via Twitter an, Heufer-Umlauf derweil entschuldigt sich, er und Joko hätten "lustigen Quatsch mit fahrlässigem, beleidigendem Schwachsinn verwechselt." Weiter schreibt er: "Wir werden uns dazu noch genauer äußern – aber so viel: Ihr habt recht & wir haben einen Fehler gemacht, der nicht wieder vorkommen wird."

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