Vermischtes

Quentin Tarantino überarbeitete «The Hateful Eight» exklusiv für Netflix

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Der Kultregisseur hat zudem eine neue Schnittfassung von «Django Unchained» in der Hinterhand.

Was macht man, wenn man der Presse geschworen hat, nach seinem zehnten Film in den Ruhestand zu gehen, in wenigen Monaten bereits seine neunte Regiearbeit in die Kinos bringt und es einem dennoch weiter kreativ in den Fingern juckt? Man geht einfach zu früheren Werken zurück und überarbeitet sie. Solch ein Bild zeichnet sich jedenfalls im Falle des zweifachen Oscar-Gewinners Quentin Tarantino ab: Kürzlich veröffentlichte Netflix eine neue Version von «The Hateful Eight», Tarantinos Mischmasch aus Schneewestern und Kammerspiel-Kriminalfilm. Diese teilt den über zweieinhalb Stunden langen Kinofilm aus dem Jahr 2015 in vier Episoden auf, was zahlreiche Fans verwirrte, nicht zuletzt, weil es keine Vorabankündigung gab, die diese neue Version einordnete. Nicht wenige mutmaßten, dass Netflix einen Fehler begangen haben muss.

Wie 'Slashfilm' exklusiv von Regisseur und Autor Quentin Tarantino versichert bekommen hat, war dem nicht so: Tarantino hat diese neue Miniserien-Schnittfassung von «The Hateful Eight» selber erstellt – wenngleich die Initiative von Netflix ausging. Das VOD-Portal habe Tarantino gefragt, ob er interessiert sei, unter Rückgriff auf noch ungenutztes Material eine drei oder vier Episoden lange Serienfassung des Films zu erstellen. "Und ich dachte: Wow, das klingt echt ansprechend. Ich mein, der Film existiert schon als Film, aber wenn ich das ganze Material nutzen könnte, das wir gedreht haben", so Tarantino, "könnte ich mal schauen, ob sich das in Episodenform bringen lässt – und ich hatte Lust auf diesen Versuch."

Tarantino setzte sich dafür mit seinem Cutter Fred Raskin zusammen und schnitt das Material neu. "Manche Sequenzen sind ähnlich zum Film, andere unterscheiden sich etwas mehr, aber das alles entwickelt ein gänzlich anderes Gefühl", urteilt Tarantino über die neue Szenen umfassende Miniserien-Fassung seiner achten Kino-Regiearbeit. Gegenüber 'Slashfilm' verrät Tarantino außerdem, dass er einen Director's Cut seines Rachewesterns «Django Unchained» erstellt hat. Die Kinofassung hat 165 Minuten Laufzeit, der Director's Cut sei derweil "drei Stunden und 15 Minuten oder vielleicht drei Stunden und 20 Minuten" lang. Diese Fassung werde er voraussichtlich "einige Zeit nach dem Kinostart von «Once Upon a Time in Hollywood»" veröffentlichen.

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