Primetime-Check

Samstag, 1. Dezember 2018

von

Florian Silbereisen im Ersten, Dieter Bohlen bei RTL und Joko und Klaas bei ProSieben: Wer hatte am Samstagabend in welcher Altersklasse die Nase vorn?

Tagesmarktanteile am Samstag

  • Einsame Spitze war am Samstag Das Erste, das in der Tagesendabrechnung bei 14,9% und somit deutlich vor dem ZDF (11,1%) landete. RTL kam auf 7,9%.
  • Bei den 14- bis 49-Jährigen ging die Spitzenposition dagegen an RTL, das sich mit 11,2% gegenüber ProSieben (10,5%) durchsetze. Auf Platz drei lagen gleich drei Sender: Sowohl Das Erste als auch Sat.1 und VOX erreichten hier jeweils 7,5%.
Die meisten Zuschauer erreichte am Samstagabend «Das Adventsfest der 100.000 Lichter» im Ersten. Für die über dreistündige Show mit Florian Silbereisen fanden sich 5,95 Millionen Zuschauer ab drei Jahren und 22,1 Prozent ein. Als überdurchschnittlich gefragt erwies sich das Format auch beim jungen Publikum, bei dem es angesichts von 0,70 Millionen 14- bis 49-Jährigen zu guten 8,8 Prozent reichte. Eine zu hervorhebende Figur machte unterdessen auch das ZDF mit einer Folge der Krimi-Reihe «Helen Dorn», die eine Reichweite von 4,80 Millionen generierte. Sowohl insgesamt als auch beim jungen Publikum kamen so schöne Marktanteile von 16,7 Prozent bzw. 7,8 Prozent zustande. Im Anschluss zeigten die Mainzer «Ein Fall für zwei», was noch für 3,18 Millionen Zuschauer bzw. annehmbare 11,5 Prozent Grund genug zum Weiterschauen war.

Im Show-Duell zwischen ProSieben und RTL hatte unterdessen letzterer Sender die Nase vorn. Bei den Kölnern erreichte eine neue Ausgabe von «Das Supertalent» 3,49 Millionen Zuschauer ab drei Jahren, was mit schönen Marktanteilen von 12,3 Prozent bei allen und 17,9 Prozent der 14- bis 49-Jährigen einherging. Der eindeutigen Marktführung beim jungen Publikum stand damit nichts im Weg. «Hotel Verschmitzt - Auf die Ohren, fertig, los!» hielt nach 22.30 Uhr noch 1,82 Millionen Gesamtzuschauer und ordentliche 13,7 Prozent der Umworbenen beim Sender. Unzufrieden sein muss man aber auch bei ProSieben nicht, das es mit einer zweiten Folge vom neuen «Duell um die Welt» auf 1,38 Millionen Zuschauer und Prozent der Umworbenen brachte. Damit sicherte sich die rote Sieben den zweiten Platz im Primetime-Ranking der Jüngeren. Insgesamt fuhr die Show angesichts von 5,4 Prozent ebenfalls ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis ein.

Sat.1 vertraute ein weiteres Mal auf «Charlie und die Schokoladenfabrik» und stieß damit bei 1,69 Millionen Zuschauern auf positive Resonanz. In der Folge ergaben sich für den Bällchensender gute Marktanteile von 5,9 Prozent bei allen und 11,9 Prozent der Jüngeren. 0,97 Millionen Menschen im jungen Alter sahen den Primetime-Film, bevor «Spieglein, Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen» ab 22.35 Uhr noch 0,65 Millionen Umworbene bei der Stange hielt. Relativ ausgedrückt standen am späteren Abend noch 10,1 Prozent in der Zielgruppe zu Buche. Von einem solchen Ergebnis lag RTL II in der Zwischenzeit weit entfernt, mit der Komödie «Bruder vor Luder» schaffte es der Kanal zur besten Sendezeit nicht über 0,33 Millionen Gesamtzuschauer bei miesen 2,5 Prozent der Umworbenen. Deutlich bessere Zahlen konnte «Scary Movie» verzeichnen, das nach 22 Uhr auf 0,65 Millionen Gesamtzuschauer und ordentliche 5,5 Prozent der Werberelevanten zulegte.

kabel eins sendete wie gewohnt den gesamten Abend über Serien, wobei «Lethal Weapon» um 20.15 Uhr den Anfang machte. Die Produktion erreichte mäßige 3,3 Prozent bei allen sowie 4,4 Prozent der Jüngeren bei 0,93 Millionen Zuschauern, bevor eine Folge von «Hawaii Five-0» nach 21.15 Uhr auf schwache 3,6 Prozent der Umworbenen abgeben musste. «Scorpion» kam nach 22 Uhr auf 4,6 Prozent der jüngeren Zuschauer, was auf verhaltenem Niveau das beste Ergebnis der Primetime darstellte. Etwas erfreulicher lief es für VOX, wo die Komödie «Der Babynator» 1,16 Millionen Zuschauer ab drei Jahren unterhielt, wobei sich 0,50 Millionen im umworbenen Alter befanden. Während insgesamt überschaubare vier Prozent einzuheimsen waren, lief es bei den Jüngeren angesichts von 6,1 Prozent ebenfalls eher mau. Besser schlug sich nach 22.05 Uhr dann «Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere»: Der 2014 produzierte Streifen sicherte sich annehmbare 6,6 Prozent der Werberelevanten bei 0,85 Millionen Gesamtzuschauern. Insgesamt standen für den Kölner Sender 4,2 Prozent zu Buche.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/105615
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