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Champions-League-Start: Drei Optionen, die Königsklasse zu sehen

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Live-Spiele gibt es ab dieser Saison im Free-TV nicht mehr zu sehen, doch neben Bezahlfernsehen gibt es Alternativen. Außerdem: Quoten zu Formel 1 und der NFL, die sich auf Rekordjagd befindet.

Sporthighlights der kommenden Woche

  • Dienstag und Mittwoch, ab 18.55 Uhr: UEFA Champions League in der Konferenz (Sky)
  • Dienstag, 21 Uhr: UEFA Champions League, FC Schalke 04 - FC Porto (DAZN)
  • Mittwoch, 21 Uhr: UEFA Champions League, Benfica - FC Bayern München (Sky)
  • Donnerstag, 21 Uhr: UEFA Europa League, RB Leipzig - FC Salzburg (NITRO)
  • Samstag, 18.30 Uhr: Bundesliga, FC Schalke 04 - FC Bayern München (Sky)
  • Sonntag, ab 11 Uhr: Motorrad, Großer Preis von Aragonien (Eurosport)
  • Sonntag, 16.55 Uhr: DEL, Ice Tigers Nürnberg - ERC Ingolstadt (Sport1)
  • Sonntag, ab 18.55 Uhr: NFL, u.a. Kansas City Chiefs - San Francisco 49ers (ProSieben Maxx)
  • Der Quotenmeter.de-Exotentipp: Donnerstag & Freitag ab 20.15 Uhr, Weltreiterspiele in den USA (One)
Schon seit Mai steht fest: Wer weiter die europäische Königsklasse live verfolgen will, der muss den Geldbeutel zücken. Das ZDF ist ab der Saison 2018/2019 raus bei der Champions League, was bei vielen Fußballfans die Frage aufwirft, wie sie die Spiele des am Dienstag startenden Wettbewerbs denn nun verfolgen sollen. Hier bieten sich Interessenten verschiedene Möglichkeiten, die jedoch alle Vor- und Nachteile besitzen.

Option 1: Sich den Live-Fußball gönnen


Im Angesicht der Entwicklung, dass sich die Champions League ab dem 18. September komplett ins Bezahlfernsehen verlagert, stehen viele Zuschauer vor dem Scheideweg. Für die absoluten Fußball-Liebhaber, glühende Fans eines der deutschen Vereine im diesjährigen Wettbewerb und Personen, die ohnehin schon Sky und/oder abonnieren, wird es oft nur eine Möglichkeit geben: In den sauren Apfel beißen und die Pay-TV-Anbieter bezahlen. Doch selbst wenn die Entscheidung für den Live-Sport gefallen ist, bleiben noch Fragen offen, die nur anhand des individuellen Interesses des jeweiligen Zuschauers beantwortet werden können.

Da Sky und DAZN die Einzelspiele untereinander aufgeteilt haben, hängt der Abschluss eines Abonnements auch davon ab, welche Spiele der Sportfan denn nun überhaupt in voller Länge sehen will. Für den Fan eines einzelnen Vereins wird es aber in jedem Fall knifflig, wenn er über die vollen 90 Minuten dranbleiben will. Denn Sky und DAZN teilten die Spiele nicht nach Vereinen auf, sondern kreuz und quer, sodass beispielsweise ein Borussia-Dortmund-Fan garantiert nicht alle Spiele der Schwarz-Gelben vollständig sehen kann, wenn er nur bei einem der beiden Anbieter ein Abo abschließt.

Trotzdem stellt das Sky-Abonnement alleine eine Art Kompromiss dar, denn dort laufen garantiert alle Spiele in der Konferenz, wobei Sky im Rahmen der 19-Uhr-Konferenzen bis zu 50 Minuten einer Partie und im Zuge der 21-Uhr-Konferenzen bis zu 30 Minuten einer deutschen Partie ausstrahlen kann. Die entscheidende Frage wird lauten, ob der Zuschauer es verschmerzen kann, durch ein alleiniges Sky-Abo einige Live-Spielminuten seines Vereins zu verpassen. Können es sich die Fans leisten wachzubleiben, haben sie bei Sky jedenfalls ab Mitternacht die Möglichkeit, die Einzelspiele in voller Länge nachzuholen (oder aufzunehmen), die DAZN live und exklusiv an jenem Abend zeigen durfte.

Option 2: Die Fußball-Talks (Live, aber ohne Bilder)


In die Lücke, die das ZDF im Free-TV hinterließ, wollen nun andere frei empfangbare Anbieter stoßen. Sport1 gelingt dies seit einigen Jahren mit seinem «Fantalk»  schon sehr erfolgreich. Das Konzept: In einer Essener Fußballkneipe versammeln sich ein Moderator und einige Experten im Beisein vieler Fußballfans um einen Tisch, schauen die Champions-League-Spiele auf Monitoren, die für den Fernsehzuschauer nicht sichtbar sind und besprechen die Geschehnisse. Der Vorteil für Fernsehende liegt darin, dass sie irgendwie auch live dabei sind und der Fußball-Talk um einiges lebendiger ist als der Ticker einer Sport-App, dazu noch kostenlos. Nur die Bilder vom eigentlichen Spiel fehlen eben. Für die neue Saison fährt Sport1 groß auf: Immer dienstags und mittwochs will der Privatsender mit seinem «Fantalk» ab dieser Saison auf Sendung gehen - weil es diesmal auch Anstoßzeiten ab 19 Uhr gibt, sogar bis zu fünf Stunden am Stück. Auch neue Gesichter will das Format begrüßen.

Die Sport1-Offensive rührt auch daher, dass Sky seinen Free-TV-Kollegen Konkurrenz machen will. Ebenfalls jeden Dienstag- und jeden Mittwochabend lädt Florian Schmidt-Sommerfeld bei Sky Sport News HD in die «Champions Corner» zum Talk ein. Die Sendungen werden je um 20.45 Uhr beginnen und 135 Minuten Laufzeit umfassen, dabei ab und an Live-Kommentare der Spiele einbinden. Es soll nicht ganz so bunt zugehen wie bei Sport1, das stets viel Personal auffährt. Neben „Schmiso“ wird in jeder Ausgabe Mirko Slomka in der «Champions Corner» gastieren. Pro Folge wird es insgesamt bei drei Gästen bleiben.

Option 3: Highlights (nicht live, aber mit Bildern)


Wem die Fußball-Talks zu viel Gerede und zu wenig Action sind und wer sich dennoch weigert, für die Live-Spiele zu zahlen, der wird sich vom Live-Gedanken verabschieden müssen. Allzu lang müssen Fans an Champions-League-Spieltagen jedenfalls nicht warten, bis sie die ersten Bilder gratis sehen können. Dies wird sich dann allerdings auf Highlights beschränken. Die allerersten kurzen Spielszenen aus den Champions-League-Partien gibt es im Free-TV erstmals ab 23 Uhr zu sehen. Ab dann darf Sky Sport News HD erste Clips zeigen.

Ab Mitternacht wird danach jeweils «Alle Spiele, alle Tore komplett» auf Sendung gehen. Die Sendung wird alle Highlights der Duelle im Free-TV zeigen. Britta Hofmann und Jessica Libbertz (ehemals Kastrop) übernehmen die Moderation. Der Wermutstropfen liegt allerdings darin, dass die Zusammenfassungen im Vergleich zu denen, die das ZDF nach seinen Live-Spielen bis vergangene Saison noch zeigte, deutlich später laufen werden. Dafür strahlt Sky-Sport-News-HD die Highlight-Sendung an jedem Champions-League-Spieltag aus.

ProSiebenSat.1 macht’s mit DAZN


Fußballfans in Österreich dürfen sich schon sehr bald auf gute und vor allem kostenfreie Fußball-Unterhaltung freuen. Der Free-TV-Sender Puls 4, der zu ProSiebenSat.1 gehört, holt im Rahmen eines Sublizenzdeals mit dem Sport-Streamer DAZN sechs Live-Fußballspiele aus europäischen Top-Ligen ins frei empfangbare Fernsehen. Zu sehen sein werden unter anderem Spiele der Premier League und Partien der Europa League. Los geht es am 23. September, wenn West Ham auf Chelsea trifft. Am 7. Oktober wird der Knaller Liverpool FC gegen Manchester City folgen.

Wer holt sich die stärkste Liga der Welt?


Für viele gilt die englische Premier League als spielstärkste Fußballliga überhaupt, die aus kommerzieller Sicht wertvollste ist sie in jedem Fall. Längst interessieren sich daher nicht nur Fußballfans aus aller Welt für die Partien von der Insel, sondern auch für Anbieter findet sich in Übertragungen aus dem englischen Oberhaus ein attraktives Angebot – insbesondere wenn die deutsche Fußball-Bundesliga nicht zu haben ist. Glaubt man sportbusiness.com, dann begann am 7. September die Ausschreibungsphase für die Premier League, für die Anbieter bis 1. Oktober Gebote einreichen können. In Deutschland gilt DAZN, das auch aktuell die Rechte hält, als klarer Favorit.

3 More Years


Am vergangenen Freitag startete nicht nur die Deutsche Eishockey Liga (DEL) in eine neue (übrigens die 25.) Spielzeit, auch die zweite Liga, die DEL2, nahm ihren Betrieb wieder auf. Vor Saisonstart gab die Liga bekannt, mit der Sports Trade GmbH, die den Dienst SpradeTV betreibt, für weitere drei Jahre zusammenarbeiten zu wollen. Neu in der DEL2 ist jetzt: Alle Teams müssen verpflichtend Live-Streams von ihren Heimspielen anbieten. Die Live-Spielübertragungen sind dabei kein absolut professionelles Produkt, sondern werden von (freiwilligen) Mitarbeitern und Helfern an den jeweiligen Standorten umgesetzt. Fans der Liga können die Spiele einzeln (für 5,50 Euro) bestellen. Zuletzt hatte sich auch die zweite Handball-Bundesliga auf einen festen Web-Partner einigen können. Hier streamt nun Sportdeutschland.TV.

#ranNFL: Nach dem Rekord ist vor dem Rekord


Zum Saisonstart der NFL-Saison 2018/2019 gelang ProSieben Maxx mit 3,1 Prozent Tagesmarktanteil ein neuer Bestwert der Sendergeschichte. Exakt den gleichen Wert brachte nun auch der zweite Spieltag in der weltweit stärksten American-Football-Liga. Doch dabei blieb es nicht. Grund für weitere neue Rekorde waren zwei echte Knallerspiele. Ab kurz vor 19 Uhr begann ProSieben Maxx mit der Übertragung des Duells zwischen den Green Bay Packers und den Minnesota Vikings. Beide Teams sind nicht nur Mitfavoriten auf den Super-Bowl-Sieg in diesem Jahr, sondern auch Rivalen und zählen mit die größten Fangemeinden in Deutschland. Ein sensationelles 29:29-Remis verbuchte 4,6 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen und damit einen neuen Bestwert. Im Schnitt sahen 540.000 Personen zu. Noch besser schlug sich aus Quotensicht ab 22.42 Uhr das Spiel zwischen den New England Patriots und den Jacksonville Jaguars. Die Neuauflage des AFC-Championship-Spiels aus der Vorsaison gewannen diesmal die Jaguars, denen damit die Revanche gelang. 6,1 Prozent in der Zielgruppe und damit ein Allzeit-Rekord waren die Folge.

Hamiltons Singapur-Sieg unterhält viereinhalb Millionen


Das vermeintlich beste Auto, in der Gesamtwertung aber nur Platz zwei. Auch der Große Preis von Singapur unterstrich mit einem weiteren Sieg von Lewis Hamilton, dass der Brite Ferrari-Pilot Sebastian Vettel zurzeit eine Nasenlänge voraus ist. Wirkte sich die Schwäche des Deutschen auf die Quoten aus? Im Schnitt verfolgten am Sonntag ab kurz nach 14 Uhr 4,56 Millionen Menschen die Formel 1, was 33,2 Prozent Gesamtmarktanteil entsprach. Im Schnitt kamen 1,18 Millionen aus der jungen Altersgruppe, was in diesem Segment 26,1 Prozent nach sich zog. Damit verzeichnete RTL die niedrigste Reichweite eines Nachmittags-Rennens seit dem Großen Preis von Österreich am 1. Juli. Allerdings lief der Wettbewerb in Asien besser als noch im Vorjahr. Damals hatten 3,97 Millionen Menschen eingeschaltet, wobei die Zuschauerzahl bei den 14- bis 49-Jährigen mit 1,18 Millionen gleich hoch ausfiel.

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