England

Medienvielfalt in Gefahr? FOX darf Sky nicht übernehmen

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Die britische Regulierungsbehörde CMA möchte der Übernahme nicht komplett zustimmen.

Mitte November 2014 gab Sky plc bekannt, dass man die zwei Schwesterunternehmen Sky Italia und Sky Deutschland kaufen möchte, zwei Jahre später begann die Komplettübernahme von Sky plc durch 21st Century Fox. Seit über einem Jahr sind die britischen Regierungsbehörden mit dem Verfahren beschäftigt. Inzwischen erklärte die Medienkartellbehörde CMA, dass man der Übernahme nicht zustimmen möchte.

Wie die britische Medienkartellbehörde mitteilte, liege die Übernahme aus Gründen der Medienvielfahrt nicht im öffentlichen Interesse. Dies heißt, dass der 21st Century Fox-Konzern mit der Komplettübernahme zu viel Einfluss im Vereinten Königreich hätte. Mit dem Bezahlangebot Sky, dem Sender Sky News sowie Anteilen an EndemolShine, Nickelodeon UK, Now TV, den FOX- und National Geographic-Kanälen sowie mit der FOX-Filmsparte mischt das Unternehmen im Unterhaltungsbereich stark mit. Außerdem möchte der Disney-Konzern das Unternehmen komplett schlucken, sodass das Unternehmen in Zukunft noch größer wird.

Vermutlich muss 21st Century Fox bei der Sky-Übernahme Zugeständnisse machen. Unter anderem könnte Sky News von einer Übernahme ausgeklammert werden. Die Wettbewerbshüter machen sich Sorgen, dass die britischen Zeitungen „The Sun“ und „The Times“ mit dem Nachrichtensender Sky News den gleichen Anteilseignern gehören. Während die Zeitungen in dem Unternehmen News Corp beheimatet sind, gehört Sky News dann komplett zu 21st Century Fox. Das sind zwar zwei getrennte Unternehmen, aber an der Spitze beider Unternehmen steht die Murdoch-Familie. Zumindest noch: Zur Zeit läuft eine Übernahme, durch die 21st Century Fox an den Disney-Konzern gehen soll.

Bis Anfang März 2018 dürfen sich Mitbewerber zur Sky-Übernahme äußern. 21st Century Fox hält derzeit rund 39 Prozent an Sky und möchte die übrigen 61 Prozent für rund zwölf Milliarden Pfund übernehmen.

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