Mit dem Start von Sky1 beginnt auch der dritte Versuch in Deutschland «Masterchef» zu etablieren. Was die erste Sky-Unterhaltungs-Eigenproduktion über Sky1 verrät, wie sich die neue Jury schlägt und ob auf dem Kochshow-Markt noch Platz ist...
Mexiko, Algerien, Pakistan, Portugal, Saudi Arabien, Slowakei, Slowenien und – genau Deutschland: Eine Kochshow, die einst in England ihren Ursprung fand, erobert die Welt und möchte beim internationalen Siegeszug natürlich auch vor der Bundesrepublik nicht Halt machen. Es ist nicht irgendeine Kochshow, sondern die Kochshow. An Superlativen wird wahrlich nicht gespart und man geniert sich auch nicht, allein in den ersten zwei Minuten von «Masterchef» diese dem Zuschauer deutlich zu machen. Nur damit das für alle auch klar ist: «Masterchef» ist die erfolgreichste Kochshow der Welt. «Masterchef» ist die schwerste Kochshow der Welt. «Masterchef» ist das größte Abenteuer meines Lebens (O-Ton eines Kandidaten) und fast überall auf der Welt kennen die Menschen das größte und härteste Kochcasting überhaupt bereits.
Intensiv haben sich die Teams der beiden Unternehmen mit dem Format auseinandergesetzt, USPs ausgearbeitet und darauf geachtet, dem Anspruch, hier die größte und geilste Kochshow unseres Planeten herzustellen, gerecht zu werden. Am Ende arbeitet «Masterchef» mit vielen Outdoor-Aufgaben vor durchaus beeindruckenden Kulissen. Die wichtige Auftaktsendung wurde zu großen Teilen vor einer (typisch-deutschen) Schloss-Umgebung in Neuwied umgesetzt. Ein solches Freiluft-Spektakel bietet die Möglichkeit für noch spektakulärere Bilder, aufgenommen von Drohnen über dem Schauplatz oder von Kamera-Kränen. Letztlich eine Spielerei, aber wie schon im Sterne-Restaurant: Das Auge isst mit. Outdoor ist aber freilich nicht alles. Später in der Sendung wird die so genannte Masterclass in einem „loftigen“ Studio angesiedelt – hinzukommen immer wieder kurze Interview-Passagen der Jury, die ebenfalls in dieser Umgebung eingesprochen werden.
Weltweit ein Erfolg - nun Treiber für den neuen Sender Sky1. Die Kochshow «Masterchef», die bei Sky1 in der Regel immer montags um 20.15 Uhr in Erstausstrahlung läuft.
Die ersten Minuten nutzt die Show dazu, einige der zunächst 120 Teilnehmer vorzustellen. Auffallend: Ein Nelson-Müller-Look-Alike namens Louis, den die Kamera wieder und wieder einfängt und ein Abenteurer mit Zacherl-Bart, der sich in der Sendung wie bei MacGyver fühlt. In der ersten Aufgabe, immer das schöne Schloss im Rücken habend, sollen die Teilnehmer aus zehn vor ihnen liegenden Zutaten einen leckeren Gaumenschmaus zaubern. Die Juroren kommentieren aus der Ferne mit Sätzen wie „Ach guck, das sieht jetzt gar nicht mehr so verkehrt aus bei Nummer 6.“ Nach 25 Minuten geht es dann ums Eingemachte, die erfahrene Jury darf zur Bewertung schreiten. Wer seine Arbeit gut gemacht hat, dessen Teller bleibt auf dem Tisch (unter einer Glocke) stehen, andere schauen auf einen leeren Tisch. Und wieder andere – zwölf an der Zahl – haben ein Fragezeichen vorgefunden und kämpfen um die letzten vier Plätze, die zur Teilnahme an der nächsten Runde berechtigen. Ihr Weg dorthin führt über das „leckerste Sandwich“ der Welt. Wieder sieht der Zuschauer flinke Finger, viele Schnitte, teils dramatische Musik. Während sich der (hungrige) Zuschauer fragt, wo man eigentlich die Rezepte dazu herbekommt, schreitet die Jury erneut zur Entscheidung und benennt die letzten Weiterkommenden.

• Deutschlands Meisterkoch • Kitchen Impossible • Küchenchefs • Masterchef
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