Wochenquotencheck

«WM Aktuell»: Wechselnde Zeiten schaden Quoten

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In dieser Woche stimmte Sport1 in «WM Aktuell» seine Zuschauer schon einmal auf die Fußball-WM ein. Doch scheinbar wussten die nicht immer so recht, wann sie einschalten sollten.

Die kommenden Wochen werden für die meisten TV-Sender in Deutschland dürftig ausfallen. Gegen die Fußball-WM – so zeigte sich bereits am Donnerstag- und Freitagabend – scheint nämlich kaum ein Kraut bei den Privaten gewachsen. Sport1 hat sich für die nächsten Tage eine interessante Strategie ausgedacht, um mit der Weltmeisterschaft umzugehen. Obwohl der Sender über keinerlei Live-Rechte verfügt, wird er sich im Magazin «WM Aktuell» täglich mit den Ereignissen aus Brasilien beschäftigen. Dabei schickten die Verantwortlichen das Magazin mit Anna Kraft, Oliver Schwesinger und Katja Wölffing bereits seit vorletztem Montag auf Sendung – mit der Absicht, möglichst viele WM-Vorfreudige in ihren Bedürfnissen zu befriedigen. Aber die Sondersendungen in dieser Woche hatten vor allem ein Problem: Die stark schwankenden Anfangszeiten, die zwischen Mittag und Abend variierten. Einige Zuschauer verloren dabei offensichtlich den Überblick.

Am Montag ging man zu angestammter Zeit ab 18.30 Uhr auf Sendung und fuhr mit 0,13 Millionen Zuschauern sowie 0,7 Prozent beim Gesamtpublikum nur mäßig. Der Senderschnitt in dieser Altersklasse konnte zuletzt auf etwa ein Prozent gesteigert werden. Ganz ordentlich lief es dafür bei den 14- bis 49-Jährigen, wo sich aus 0,06 Millionen Interessierten 0,9 Prozent ergaben – ein solider, wenngleich unspektakulärer Wert. Am Dienstag ging das Magazin zu gleicher Zeit auf Sendung und erzielte sehr ähnliche Quoten. Lediglich in der Zielgruppe ging es gegenüber dem Vortag leicht auf ein Prozent bergauf. Am dritten Tag der Woche zeigte man gleich zwei Sendungen pro Tag - wobei die Verantwortlichen die erste «WM Aktuell»-Sendung auf 17 Uhr vorverlegten. Und wenngleich damit die Reichweite etwas zurück ging: Noch 0,08 Millionen Zuschauer brachen Sport1 solide 0,9 Prozent in der Zielgruppe ein. Eine zweite Sendung gegen 22 Uhr erreichte dann deutlich bessere 0,21 Millionen Zuschauer bei genau ein Prozent.

Schlecht lief es dagegen am Donnerstag, als «WM Aktuell» ab 15 Uhr nicht über 0,02 Millionen Zuschauer und 0,3 Prozent beim Gesamtpublikum gelangte – und das, obwohl das Eröffnungsspiel zu diesem Zeitpunkt bereits vor der Tür stand. In der Zielgruppe reichte es zu etwas besseren, aber unbefriedigenden 0,5 Prozent. Eine zweite, etwas kürzere Ausgabe der Sendung zeigte Sport1 um 17.30 Uhr, was die Gesamtquote auf 0,8 Prozent anwachsen ließ. Weniger zu überzeugen wusste der Freitag, an dem das Magazin allerdings auch um 12 Uhr mittags auf Sendung ging. Nur 0,05 Millionen Zuschauer zogen unterdurchschnittliche 0,8 Prozent bei allen und 0,4 Prozent in der Zielgruppe nach sich.

Bleibt also festzuhalten, dass Sport1 mit «WM Aktuell» durchaus ein potenzielles Publikum hat, das bereit ist, einzuschalten. Dass es dieses mit wechselnden Startzeiten nicht leicht hat, ist aber ebenso offensichtlich. So reichte es in Woche eins im Mittel zu 0,8 Prozent der Umworbenen – ein Wert, der die Sendernorm nur leicht verfehlt. Ab der kommenden Woche wird «WM Aktuell» einen angestammten Sendeplatz um 16 Uhr bekommen – und dann täglich zur gleichen Zeit in einstündiger Version zu sehen sein. Vielleicht wird das die Quoten stabilisieren.
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