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«Daniela Katzenberger – natürlich blond»

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Die Doku-Soap der Katze kann nicht an vergangene Tage anknüpfen, bleibt aber relativ konstant.

Daniela Katzenberger, Kosmetikerin, Gastronomin, Sängerin, Autorin, Model und Fernsehstar – so viel zum Portfolio der 26-Jährigen aus Ludwigshafen. Mal füllte sie diese Jobbeschreibungen mehr, mal weniger aus, diesen Werdegang protokolliert die Katze aber immerhin mit ihrer Show «Daniela Katzenberger – natürlich blond», wodurch sie seit Staffel eins zu einem der Aushängeschilder von VOX wurde. Die Rheinländerin hat mit ihrer Doku-Soap allerdings schon bessere Tage erlebt – vorbei ist die Zeit, als man mit der ersten Staffel dieser Serie noch durchschnittlich 11,8 Prozent der Zielgruppe erreichte.

Die mittlerweile fünfte Staffel startete am 07. Mai am angestammten Slot der dienstäglichen Primetime. Der zweistündige Staffelstart kam als Hochzeitsspecial dabei auf ein Gesamtpublikum von 1,75 Millionen Zuschauern. Diese erste Folge des neuesten Durchlaufs war auch schon die Erfolgreichste hinsichtlich aller Erhebungen der Staffel. Mit 9,7 Prozent in der Zielgruppe konnte sich VOX Hoffnungen machen, dass man an die starken ersten drei Staffeln anknüpfen könnte, die mit Durchschnittswerten zwischen 9,3 und 11,8 Prozent sehr überzeugten.

Dem war nicht so: Schon in Woche zwei ging es deutlich bergab. Noch 1,50 Millionen Menschen ab drei Jahren interessierten sich am 21. Mai für Episode zwei und beim jüngeren Publikum fiel man um satte 2,3 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent. Nun lag man etwa auf Höhe der ernüchternden Werte, die in Staffel vier gemessen wurden und die Chance auf Rehabilitation sank. Zwar ging es bei den Umworbenen in Folge drei wieder leicht bergauf, als man 7,5 Prozent verbuchte, jedoch sanken die Gesamtzuschauerzahlen weiter auf 1,34 Millionen.

Für einen Ausreißer nach oben sorgte die vierte Übertragung der neuen Staffel. Mit 1,58 Millionen Zuschauern aller Altersgruppen konnte man zufrieden sein und auch die 8,9 Prozent bei den für die Werbewirtschaft wichtigen Zuschauern konnten sich sehen lassen. Diese Werte blieben für den Staffelverlauf jedoch eine Ausnahme. Am 11. Juni schalteten noch 1,21 Millionen Menschen ein, eine Woche später erreichte «Daniela Katzenberger – natürlich blond» den Tiefpunkt bezüglich der Zuschauerzahlen insgesamt, da sich nur noch 1,13 Millionen Menschen für die Katze interessierten. Folge fünf verbuchte seinerseits den schlechtesten Wert beim jungen Publikum mit 7,1 Prozent, während Episode sechs 7,5 Prozent bei Selbigen generierte.

Die siebte Programmierung unterhielt 1,42 Millionen Menschen und 7,6 Prozent der 14- bis 49-Jährigen, in Folge acht fiel man wieder auf 1,21 Millionen Menschen insgesamt und 7,5 Prozent der Werberelevanten. Abschließend kam die letzte Folge auf 1,42 Millionen Zuschauer, während das kommerziell wichtige Publikum noch einmal mit sehr guten 9,5 Prozent vertreten war.

Schon in Staffel vier machte sich eine gewisse Müdigkeit bezüglich «Daniela Katzenberger – natürlich blond» bemerkbar. Damals sahen durchschnittlich 1,64 Millionen Menschen die Doku-Soap der kultigen Katze, während der Zielgruppenwert bei 7,9 Prozent lag – deutliche 1,4 Prozent unter dem bis dato schlechtesten Durchschnitt der zweiten Staffel. Auch die neuesten Folgen lagen im Schnitt deutlich unter den Werten der ersten drei Durchläufe und in Sachen Gesamtpublikum muss man Einbußen von 210.000 Menschen hinnehmen, da man mit der neuesten Staffel nur noch eine durchschnittliche Reichweite von 1,43 Millionen besaß, während rund 840.000 Menschen zwischen 14 und 49 Jahren die Sendung regelmäßig verfolgten.

Allerdings muss man dem Format zugutehalten, dass es sich bei einem Zielgruppenmarktanteil von 8,2 Prozent in dieser Altersgruppe konstant hielt und damit knapp über den Durchschnittswerten des TV-Jahrs (7,9%) liegt. Bei der Gesamtquote läuft es hingegen weniger gut für «Daniela Katzenberger», da man den Senderschnitt von 5,8 Prozent mit 5,1 Prozent leicht verfehlte. Ein Quotenerfolg wie einst ist «Daniela Katzenberger» natürlich nicht mehr, trotzdem schnurrt die Katze noch etwa auf Höhe des Senderschnitts. Es kommt auf die Risikobereitschaft von VOX an, ob die Doku-Soap eine nächste Chance bekommt und ob lediglich die Zielgruppenkonstanz für den Fortbestand reicht.

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