Quotencheck: «Der Hundeprofi – Rütters Team»

Vor allem bei den 14-49-Jährigen ist der einstige Strahlemann endgültig in der Krise angekommen – der Aderlass in dieser Kategorie ist erschreckend. Wann lässt sich Martin Rütter endlich wachrütteln?

Mit neuen Folgen von «Der Hundeprofi – Rütters Team» setzte VOX ab Ende August auf einen bewährten Begleiter für den Samstagvorabend. Die Dokusoap rund um Martin Rütters Team und die Arbeit mit Mensch und Hund musste sich dabei zunächst mit einem eher verhaltenen Niveau abfinden. Zum Auftakt am 22. August schalteten 0,66 Millionen Zuschauer ein, was einem immerhin noch mittelmäßigen Marktanteil von 4,4 Prozent entsprach. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden hingegen nur 0,07 Millionen und ganz schlechte 3,5 Prozent gemessen. Ein besonders überzeugender Start sieht anders aus.

Eine Woche später ging es leicht nach oben: Am 29. August wurden 0,72 Millionen Zuschauer und 4,7 Prozent erreicht. Bei den Jüngeren verbesserte sich die Reichweite nur marginal auf 0,08 Millionen, der Marktanteil auf weiterhin völlig ernüchternde 3,7 Prozent. Am 5. September folgte auch gesamt ein Rückschlag. Die dritte Folge kam auf nur noch 0,62 Millionen Zuschauer und verhaltene 3,9 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,09 Millionen und extrem magere 3,6 Prozent registriert – anhaltende Alarmstimmung in Deutz.

Am 12. September fiel die Reichweite mit 0,58 Millionen Zuschauern auf den Tiefpunkt der bisherigen Staffel. Der Marktanteil sank auf optimierungsbedürftige 3,8 Prozent. Richtig schlimm wurde es bezüglich der Jüngeren: Von ihnen wurden lediglich 0,07 Millionen und desolate 3,1 Prozent gemessen – der einstige Hit kam damit endgültig in der Krise an.

Danach setzte jedoch eine spürbare Erholung ein. Am 19. September erreichte die Sendung 0,75 Millionen Zuschauer und für VOX annehmbare 4,5 Prozent. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen ging es auf 0,13 Millionen und 5,5 Prozent nach oben – spürbare Verbesserung, aber kein durchschlagender Erfolg.

Den Höhepunkt der Staffel markierte die Ausgabe vom 26. September. Mit 0,81 Millionen Zuschauern und 5,1 Prozent erzielte «Der Hundeprofi – Rütters Team» sowohl bei der Reichweite als auch beim Gesamtmarktanteil den Bestwert – erstmals richtig zufriedenstellende Gesamt-Zahlen. Bei den Jüngeren standen 0,11 Millionen und erstmals d'accord gehende 6,5 Prozent zu Buche. Nach dem schwachen September-Auftakt hatte sich das Format vorerst gefangen.

Die Entwicklung hielt allerdings nicht an: Am 3. Oktober fiel die Reichweite auf 0,70 Millionen zurück, der Marktanteil sank auf höchstens noch durchwachsene 4,3 Prozent. Die 14- bis 49-Jährigen sanken auf 0,10 Millionen und jetzt wieder unbefriedigende 4,6 Prozent. Auch die Folge vom 10. Oktober brachte keine weitere Steigerung beim Gesamtpublikum. Mit 0,67 Millionen Zuschauern und 3,9 Prozent lag sie wieder näher am schwächeren Niveau des Staffelbeginns. Gut sah es auch nicht bei den Jüngeren aus, wo 0,12 Millionen und behäbige 4,9 Prozent erreicht wurden.

Im Durchschnitt kam «Der Hundeprofi – Rütters Team» auf 0,69 Millionen Zuschauer und 4,3 Prozent Marktanteil. Keine wirklich berauschende Leistung insgesamt, aber zumindest noch vertretbar für VOX heutzutage. Dennoch rückte die Millionen-Marke in weite Ferne. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,10 Millionen und unzureichende 4,4 Prozent erreicht. Die Bilanz hier fällt sehr ernüchternd aus – man war final in die Krise gerutscht. Zweistellige Zahlen, die in der Ursprungsversion mit Rütter als trainierenden Hauptakteur On Location noch die Regel waren, sind inzwischen völlig illusorisch.

Da sowohl signifikante Nachgewichtungen durch Aufzeichnungs-Konsum, als auch eine ausreichende Verlagerung ins Streaming ausblieb (kein Vorstoß ins Programm-Marken- und Census+-Ranking) muss von einem extremen Aderlass bei dem früheren Überflieger-Format gesprochen werden, der sich in der aktuellen Staffel noch weiter verschärfte. Weil die Quoten gerade bei den 14-49-Jährigen inzwischen sogar größtenteils untragbar geworden sind, besteht eigentlich dringender Handlungsbedarf: Die Frage ist also: Wann schaffen es die Verantwortlichen endlich, Martin Rütter wachzurütteln? Wann überzeugen sie ihn, zum viel erfolgreicheren Ursprungsmodell zurückzukehren?
30.10.2026 12:00 Uhr Kurz-URL: qmde.de/177089
Mario Thunert

super
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