Hingeschaut

Zwischen «Dr. House» und «American Dad»

von
Comedy Central hat am Freitagabend zum ersten Mal die US-amerikanische Cartoon-Serie «Archer» gezeigt.

Anfang 2010 sendete der US-Kabelsender FX die erste Staffel der Agentenserie «Archer». Nach guten Kritiken und Quoten gab man recht schnell bekannt, dass es im neuen Jahr mit einem zweiten Durchlauf weiter gehen soll. Das Konzept der Zeichentrickserie ist dabei nicht wirklich neu. Im Mittelpunkt der Serie steht der Agent Sterling Malory Archer, der bei der Geheimorganisation International Secret Intelligence Service (ISIS) arbeitet. An der Spitze der ISIS steht Archers Mutter, Malory Archer.

Doch anstatt gefährliche Gangster zu jagen, begnügt sich Sterling Malory Archer lieber mit den Vorteilen seines Agentenlebens. Er reist um die ganze Welt, liebt Frauen und Mode. An seinem Job verspürt er keine große Lust, wie man ihm in jeder Szene anmerkt. Als Dr. House unter den Geheimagenten hat er außerdem zu jeder Zeit einen flotten Spruch auf den Lippen, selbst als er seine Mutter bei der Selbstbefriedigung erwischt.

Zudem muss er sich mit seiner Ex-Freundin, Lana Kane (ebenfalls Agentin bei der ISIS), und ihrem neuen Freund Cyril Figgis (Buchhalter bei der ISIS) herumschlagen. Alles in allem wirkt die Serie tatsächlich wie eine Mischung aus «Dr. House» und «American Dad». Ein fieser Egozentriker, der nur an sich und seinen eigenen Spaß denkt – nur eben im Agentenstil. Die Optik der Serie kommt dagegen völlig anders daher. Vom Zeichentrickstil der «Simpsons» oder «Family Guy» ist überhaupt nichts zu sehen.

Teilweise sieht der Hintergrund sehr real aus. Dies führt leider manchmal dazu, dass die Serie einen sehr statischen Eindruck bekommt. Die Figuren an sich sind sehr einfach gehalten. Das Tempo bei «Archer» ist sehr hoch. Durch die ständig flotten Sprüche und Dialoge kommt die Serie kaum zur Ruhe. Besonders sympathisch macht «Archer» jedoch, dass die Feinde keine Terroristen oder Ähnliche sind. Das Feindbild ist die Sowjetunion – frei nach dem Vorbild des Kalten Krieges. Und schon in der ersten Folge wird deutlich, dass die Charaktere in der Serie mit, im Vergleich zur heutigen Zeit, äußerst veralteter Technik arbeiten müssen.

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