US-Quoten-Woche

Woche #14: «Deal or No Deal» verpatzt Comeback

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Die NBC-Koffershow «Deal or No Deal» kehrte nach knapp einem Monat Pause auf die amerikanischen Mattscheiben zurück. Das Comeback fiel jedoch eher dürftig aus.


Gleich am letzten Montag im Jahr 2008 brach der Pfausender NBC die Regeln und setzte auf Erstausstrahlungen um die Konkurrenz damit auszustechen. Leider schlug diese Taktik bei Weitem fehl. Für den Jahresrückblick «Look Back to 2008: Holiday Special» interessierten sich lediglich 6,12 Millionen Menschen. Auch in den darauffolgenden Stunden sah es für das Network mit zwei neuen Ausgaben der neuen Reality «Momma’s Boys» alles andere als gut aus. Gerade einmal 5,01 Millionen Menschen lockte das Format vor die Fernsehgeräte. Eine Verlängerung rückt mit diesen miserablen Werten in weite Ferne. Beim zweiten Marktführer beim Gesamtpublikum ABC flimmerte in den ersten 30 Minuten der Animationsfilm «Shrek – Oh du Shrekliche» mit 6,51 Millionen Zuschauern über die Bildschirme. Im Anschluss daran unterhielt eine Wiederaufführung des Blockbusters «Charlie und die Schokoladenfabrik» mit Johny Depp in der Hauptrolle noch 5,70 Millionen Amerikaner. Ein ziemlich mäßiges Abschneiden für den Free-TV Sender. Unter den Wiederholungen stach mit Abstand die CBS-Sitcom «Two and a Half Men» heraus. Starke 11,82 Millionen Zuseher ließen sich die Sendung nicht entgehen. Da würde doch sicherlich jeder gerne einmal wissen, was Charlie Sheens Erfolgsrezept ist.

Zur besten Ausstrahlungszeit am Dienstagabend dominierte eine alte Episode des FOX-Medizin-Dramas «House» mit Hugh Laurie als Hauptdarsteller das Feld. Solide 6,74 Millionen Menschen versammelten sich ab 20:00 Uhr vor den Flimmerkisten. Gar nicht so übel für eine Wiederaufführung. Etwas schwächer schnitt der traditionelle 1966er Festtagsfilm «Das gestohlene Weihnachtsgeschenk» mit 6,52 Millionen US-Bürgern ab. Das CBS-Holiday-Special «A Home for the Holidays with Faith Hill» bewegte immerhin 6,43 Millionen Zuschauer zum Einschalten. Eine Stunde später stieg CBS von Position drei auf Rang eins auf – dank eines bereits ausgestrahlten Falls des Marine-Crime-Dramas «NCIS». Ordentliche 10,60 Millionen Amerikaner waren dabei mit von der Partie. Unterdessen begeisterte eine Wiederholung der Dick Wolf-Krimi-Produktion «Law & Order: SVU» 6,03 Millionen Zuseher. Zum Schluss stiegen die Reichweiten im Hause CBS mit «The Mentalist» leicht auf 10,68 Millionen Menschen weiter an. In der Zwischenzeit traf das ABC-Spezial «ABC’s The List» überhaupt nicht den Geschmack des Publikums und legte mit 2,90 Millionen US-Bürgern eine wahre Bruchlandung hin.



An Heiligabend schaffte es keine einzige Serie über die sieben-Millionen-Marke. Ziemlich traurig, auch für einen Feiertag, an dem niedrige Zuschauerzahlen bereits vorprogrammiert waren. Beim Broadcaster NBC gab es ein weiteres Mal den absoluten Weihnachtsklassiker «Ist das Leben nicht schön?» aus dem Jahr 1946 mit James Stewart und Donna Reed zu sehen. Diesmal erregte der Streifen die Aufmerksamkeit von 5,29 Millionen Amerikanern. Auf ABC zog das Fantasy-Drama «Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia» schwache 4,57 Millionen Zuseher in den Bann. Die beiden CBS-Comedies «The New Adventures of Old Christine» und «Gary Unmarried» brachten zur selben Zeit 3,48 bzw. 3,51 Millionen Menschen zum Lachen. Ab 21:00 Uhr beeindruckte eine alte Folge des Krimis «Criminal Minds» wesentlich stärkere 6,46 Millionen US-Bürger. Einen drauf setzte noch das Spin-Off «CSI: NY» mit 6,92 Millionen Zuschauern. Auf dem jungen Network The CW wollten sich nur 1,84 bzw. 1,57 Millionen Amerikaner die beiden Features «Niko – Ein Rentier hebt ab» und «The Story of Santa Clause» nicht entgehen lassen.

Nach einem ein zirka 30-tägigem Hiatus feierte die NBC-Koffershow «Deal or No Deal» mit Howie Mandel als Moderator ihre große Rückkehr am ersten Weihnachtstag – ohne dabei große Konkurrenz fürchten zu müssen. Trotzdem fieberten gerade einmal 6,52 Millionen Zuseher über zwei Stunden lang bei einer neuen Ausgabe mit. Keine gute Leistung, auch wenn man das erfolgreichste Format in der ersten Sendestunde war. Zu guter oder sollte man besser sagen schlechter Letzt unterhielten zwei alte Geschichten der Büro-Sitcom «The Office» katastrophale 3,09 Millionen Menschen. Auf Wiederaufführungen sollte der Pfausender wohl eher zukünftig verzichten. Der amerikanische Broadcaster CBS wiederholte zu Beginn des Abends ein Fall des Krimi-Programms «Without a Trace», das von 5,88 Millionen US-Bürgern verfolgt wurde.

Das Zugpferd «CSI» faszinierte bessere 8,03 Millionen Zuschauer, während «Eleventh Hour» sich ebenfalls von seiner besten Seite zeigte und 7,37 Millionen Amerikaner zum Einschalten animierte. Somit übernahm das Freshman-Drama gute 92% vom Lead-In. Ein einziges Desaster spielte sich unterdessen bei ABC ab. Kein einziges Programm kam über die vier-Millionen-Marke und am Schlechtesten schnitt dabei das Krankenhaus-Drama «Grey’s Anatomy» mit 3,37 Millionen Zusehern ab.

Der zweite Weihnachtstag stand ganz im Zeichen des Marktführers beim Gesamtpublikum CBS. In den ersten zwei Sendestunden führte die Station zwei Geschichten des Mystery-Dramas «Ghost Whisperer» auf. Diese zogen durchschnittlich 7,15 Millionen Menschen in den Bann. Um 22:00 Uhr weckte die mathematische Krimi-Sendung «Numb3rs» noch das Interesse von 6,69 Millionen US-Bürgern. Bei FOX fieberten bei einer alten Ausgabe der Quiz-Show «Are You Smarter Than a 5th Grader» 5,68 Millionen Zuschauer mit. Die musikalische Game-Show «Don’t Forget the Lyrics!» brachte es noch auf 5,38 Millionen Amerikaner. Für die beiden Produktionen könnte es deutlich besser laufen. Einstige Topquoten haben viele schon längst vergessen. NBC strahlte zu allererst eine Wiederholung aus der fünften Staffel der Bravo-Reality «Top Chef: New York» aus.

Diese schoss im sprichwörtlichen Sinne dem Fass den Boden aus. Nur 2,59 Millionen Zuseher begeisterte die Serie. Viel zu wenig für einen Free-TV Sender. Danach informierte das Nachrichtenmagazin «Dateline NBC» über 120 Minuten 5,23 Millionen Menschen. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit präsentierte wieder einmal The CW seine beiden Comedies «Everybody Hates Chris» und «The Game» dem US-Publikum. Unterirdische 1,28 bzw. 1,21 Millionen US-Bürger brachten die beiden Formate zum Lachen.

Am Todesslot beeindruckte der FOX-Reality-Veteran «Cops» mit zwei alten Folgen mäßige 5,30 Millionen Zuschauer. In der Zwischenzeit sahen sich den Streifen «Miracle» aus dem Jahr 2004 mit Kurt Russell und Patricia Clarkson in den Hauptrollen auf ABC miserable 3,02 Millionen Amerikaner an. Auch für NBC lief es mit der erneuten Ausstrahlung der «2008 Summer Olympics – Opening Ceremony» mies. Gerade einmal 2,75 Millionen Zuseher ließen nochmal die Eröffnungszeremonie in Peking Revue passieren.

Eine Stunde später kam eine neue Episode der Reality «America’s Most Wanted» auf 5,93 Millionen Menschen. Auf CBS lockte der Spielfilm «Spiel ohne Regeln» 4,33 Millionen US-Bürger vor die Flimmerkisten. Zu guter Letzt fieberten noch 4,18 Millionen Zuschauer bei einem alten Fall des NBC-Krimi-Programms «Law & Order: SVU» mit. Alles in allem hat sich am Samstagabend überhaupt nichts verändert. Es bleibt nur zu hoffen, dass CBS mit der neuen Ashton Kutcher-Sendung «Game-Show in my Head» und neuen Ausgaben von «48 Hours Mystery» ab dem 3. Januar 2009 frischen Wind in den Todesslot bringt.

Sehr erfolgreich war am letzten Wochentag das Nachrichtenmagazin «60 Minutes», das sage und schreibe 14,11 Millionen Amerikaner informierte. Ganz solide schnitt währenddessen die FOX-Nachberichterstattung «The OT» mit 7,63 Millionen Zuseher ab. Das fünf Mal mit dem Oscar ausgezeichnete Feature «Meine Lieder, meine Träume» auf ABC erregte die Aufmerksamkeit von 6,45 Millionen Menschen. Für eine Wiederaufführung sind das ganz ansehnliche Zuschauerzahlen. Zur besten Sendezeit rätselten ganz passable 9,84 Millionen US-Bürger bei einer neuen Ausgabe der CBS-Game-Show «Million Dollar Password» mit. Langsam aber sicher kommt die Produktion immer mehr in Fahrt.

In der Zwischenzeit sahen sich 14,85 Millionen Amerikaner das Football-Spitzenspiel zwischen den Denver Broncos und den San Diego Chargers in «NBC Sunday Night Football» an. Es scheint am Sonntag überhaupt kein Kraut gegen den Lieblingssport in den USA gewachsen zu sein. Die Programmverantwortlichen bei The CW kramten den 1978er-Film «Inspector Clouseau – Der irre Flic mit dem heißen Blick» aus. Das Interesse daran hielt sich jedoch mit 1,42 Millionen Zusehern eher in Grenzen. Ab 21:25 Uhr schickte CBS jeweils eine neue Episode von «Cold Case» und «The Unit» auf Sendung. Überraschenderweise schnitt die erste Show nicht so gut ab wie üblich. Lediglich 9,69 Millionen Menschen ließen sich die Serie nicht entgehen. Das Militär-Drama «The Unit» fesselte noch schwächere 6,45 Millionen US-Bürger an die Bildschirme.


… ist «NBC Sunday Night Football». Am Sonntag regiert nach wie vor „König Football“. Zwar war man diesmal nicht ganz so stark wie in den Vorwochen, aber dennoch konnte sich das Ergebnis mit 14,85 Millionen Zuschauern sehen lassen. Weiter so, NBC – auch wenn man das nicht so oft bezüglich der Reichweiten der Free-TV Station sagen kann.


… ist «Grey’s Anatomy». Warum schickt ABC eigentlich nochmal Wiederaufführungen des Krankenhaus-Dramas auf Sendung? Diese erzielten auch am vergangenen Donnerstag katastrophale Werte. Gut, dass die Show ab dem 8. Januar 2009 mit neuen Episoden auf die Mattscheiben zurückkehrt.


… ist 0,834. Was für ein Debakel: The CW fährt zwar mit Erstausstrahlungen der Mark Schwahn-Teenager-Soap «One Tree Hill» ansehnliche Einschaltquoten ein, aber mit Wiederholungen sieht das schon ganz anders aus. Hoffentlich lag es nur daran, weil Weihnachten vor der Tür stand.


… ist «Deal or No Deal». Auch wenn viele Amerikaner an den Festtagen eher die Fernbedienung beiseite legten, hätte das Comeback üppiger ausfallen. Nur Knapp über 6,50 Millionen Zuseher sind einfach viel zu wenig für die Koffershow. Sorry, Howie!

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