Die Kritiker

«Navy CIS: Giftgas»

von
Story:
Chaos auf einer belebten Kreuzung: Die Ampeln spielen verrückt – blinkende grüne Lichter geben allen Autos Vorfahrt. Noch ehe Beruhigung in den Verkehr gekommen ist, herrscht Klarheit über die Hintergründe: Jemand sendet mittels Ampellicht ein S.O.S.-Signal. Doch jede Hilfe kommt zu spät: In der darunter liegenden Kanalisation wird ein Major der Mariens tot aufgefunden – mit nur einem Auge. Das zweite Auge findet das «NCIS»-Team wenige Stunden später – im Magen des Opfers.

Schnell steht fest: Der Major starb an einem Giftgas, dessen Einsatz verboten ist. Gibbs und sein Team stoßen bei den Recherchen bald auf einen alten Bekannten: Mamoun Sharif.

Darsteller:
Mark Harmon («Chicago Hope»)
Michael Weatherly («Dark Angel») ist Tony DiNozzo
David McCallum («VR.5») ist Dr. Donald „Ducky“ Mallard
Pauley Perrette («Murder One») ist Abby Sciuto
Enzo Cilenti («Rome») ist Mamoun Sharif

Kritik:
Insgesamt betrachtet ist „Giftgas“ eine gute Folge der Serie «Navy CIS». Nur kleine Details trüben den Spaß. Fangen wir mit dem Unwichtigsten an: «Navy CIS» ist eine Single-Kamera-Serie, das heißt, es wird nur mit einer Kamera gedreht. Da können sich leicht Fehler einschleichen, wenngleich dies natürlich nicht passieren soll. Als sich Gibbs mit Abby unterhält, hat sich eine solche Unzulänglichkeit eingeschlichen. Vor dem Schnitt steht Gibbs am Schreibtisch von Abby, einen Bruchteil einer Sekunde später läuft er – schon etwa drei Meter weiter – Abby hinterher.

Die Geschichte selbst überzeugt – obwohl sie an gewissen Passagen an die Echtzeit-Serie «24» erinnert. Thematisch bedingt dürfte man sich fragen, wie Jack Bauer auf die vorhandene Bedrohung reagiert hätte. Als Einstiegsfolge für jemanden, der noch nie zuvor «Navy CIS» gesehen hat, eignet sich „Giftgas“ jedoch in keinem Fall. Um wirklich mitzukommen, sollte man nicht nur das Staffelfinale der dritten Staffel, sondern auch einige Folgen der vierten Staffel gesehen haben.

Einen wirklichen Mehrwert bieten die privaten Nebengeschichten, die – wie so oft bei diesem Format – ein wirkliches Highlight sind. Nicht nur die Story um Tonys Freundin weiß zu begeistern, auch Gibbs Probleme sind liebevoll in den Kontext eingearbeitet. Wer die «Navy CIS»-Folgen mag, bei denen etwas mehr gelacht werden darf, kann sich also auf die am Sonntag gezeigte Episode freuen.

Alles in allem ist „Giftgas“ kein absoluter Überflieger, aber sicherlich auch kein Rohrkrepierer. Wer sich die Episode ansieht, wird dies sicherlich nicht bereuen – Vorkenntnisse über vorhergehende Geschichten sollten allerdings vorhanden sein. Punktabzug gibt es unter anderem aber für das recht schwache Finale, das lieblos hingekritzelt wirkt.

Sat.1 zeigt die Episode „Giftgas“ aus der Serie «Navy CIS» am Sonntag, 27. Mai 2007, um 20.15 Uhr.

Mehr zum Thema... 24 Navy CIS
Kurz-URL: qmde.de/20296
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