Rundschau

Drachenkrieg, wahre Verbrechen & toxische Liebe

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Während «House of the Dragon» den Krieg um Westeros weiter eskalieren lässt, setzt Netflix auf einen verstörenden True-Crime-Fall. Außerdem warten bei Prime Video eine neue Liebeskrise und bei Hulu ein luxuriöses Intrigenspiel in Hongkong.

«House of the Dragon» (ab 22. Juni bei HBO Max, Sky, Wow)
Während der blutige Bürgerkrieg der Targaryens in ganz Westeros eskaliert, begleitet die dritte Staffel das „Team Schwarz“ und das „Team Grün“ bei ihren Vorbereitungen auf einen totalen Krieg. Während neue Drachen den Himmel bevölkern und sich Armeen versammeln, sehen sich Rhaenyra und Alicent zunehmendem Druck aus ihrem engsten Umfeld ausgesetzt, was das Reich schließlich in den Abgrund und ins Chaos treibt.

Variety: “Wie für eine Serie dieser Größenordnung typisch, wurden die vier Episoden der dritten Staffel, die den Kritikern zur Verfügung gestellt wurden, von einer Liste mit Spoilern begleitet, die länger war als manche Hochzeitsrede. Nicht alle Zusammenhänge der Serie sind so gut umgesetzt, selbst grundlegende, die weite Teile der Handlung vorantreiben. Zwei Staffeln später zahlt „House of the Dragon“ beispielsweise immer noch den Preis dafür, dass Entwicklungen wie Rhaenyras langjährige Affäre mit Harwin Strong (Ryan Corr) nur oberflächlich behandelt wurden.“



«Maternal Instinct» (seit 12. Juni bei Netflix)
Eine junge Frau präsentiert stolz ihre Schwangerschaft in den sozialen Medien. Doch als ein Polizist sie anhält und feststellt, dass sie gerade in ihrem Auto entbunden hat, bricht ihre Geschichte schnell zusammen und enthüllt die Wahrheit hinter einem schrecklichen und unvorstellbaren Verbrechen.

Wall Street Journal: “‘Makaber‘ reicht bei weitem nicht aus, um «Maternal Instinct» zu beschreiben, einen der grausamsten Beiträge im Katalog der True-Crime-Fernsehsendungen. Was das Erzählen von Sachgeschichten angeht, ist es jedoch ein lobenswertes Unterfangen – solange man das Thema vom Erzählstil trennen kann. Kein Zuschauer sollte – und würde es wahrscheinlich auch nicht – auf diese Dokumentation von Regisseurin Jessica Dimmock stoßen, ohne etwas darüber zu wissen, insbesondere dass die 27-jährige Taylor Parker aus New Boston, Texas, am 9. Oktober 2020 ihre schwangere Freundin Reagan Hancock ermordete und deren Baby entführte“



«Your Fault: London» (seit 17. Juni bei Prime Video)
Nach den dramatischen Ereignissen in «My Fault: London» kehren Noah und Nick zurück – stärker, enger verbunden und verliebter denn je. Doch als das Leben sie in unterschiedliche Richtungen zieht, steht ihre Beziehung vor ihrer bislang größten Herausforderung. Noah geht nach Oxford, um ihr Studium fortzusetzen, während Nick von den wachsenden Anforderungen seines Jobs völlig in Anspruch genommen wird. Als neue Menschen in ihr Leben treten, die unerwartete Gefühle und anhaltende Eifersucht wecken, beginnen Risse zu entstehen. Das Vertrauen wird auf die Probe gestellt, Leidenschaften entbrennen, und die Verbindung, die sie einst für unzerbrechlich hielten, gerät unter Druck. Nun stehen Noah und Nick an einem Scheideweg und müssen sich entscheiden: für die Liebe kämpfen, die sie zusammengebracht hat … oder riskieren, sie für immer zu verlieren.

Radio Times: “Das ist seichte Unterhaltung, doch das Problem ist, dass Nick kontrollsüchtig, gewalttätig und hinterlistig ist, sodass es sehr schwerfällt, sich mit dem Paar zu identifizieren. Die Nebenhandlung um die Probleme von Lion und Jenna (Enva Lewis) tritt hinter Nicks Eifersucht und Noahs Enttäuschung zurück, und es fällt sehr schwer, sich für irgendjemanden zu interessieren. Diese Art toxischer Männlichkeit wirkt sehr altmodisch, und das wird durch Briar angedeutet, auch wenn ihre eigene Nebenhandlung das Thema hier eher verwässert. “



«The Season» (seit 17. Juni bei Hulu – aber nicht in Deutschland)
Vor dem Hintergrund der Opulenz und der markanten Kontraste Hongkongs startet die Serie mit einer privilegierten Gruppe von Freunden, die sich zu Beginn der Bootssaison zu einem Sommer voller sonnenverwöhnten Luxus versammelt. Was als glamouröser Urlaub beginnt, entwickelt sich bald zu einem Geflecht aus Täuschung, Machtkämpfen und lebensverändernden Folgen.

Variety: “«The Season» ist leichter und überlebensgroßer und beleuchtet die Klassenunterschiede eher durch Colas tragische Hintergrundgeschichte als durch ein realistisches Porträt von Figuren wie Gloria (Xyza Cada), der treuen Hausverwalterin der Hexts. “



«The Listeners» (Bei Amazon erhältlich)
Die Englischlehrerin Claire (Rebecca Hall) wird von einem anhaltenden Brummen gequält, das offenbar nur wenige Menschen hören können. Diese Prämisse basiert auf „The Hum“, einem Phänomen, über das an verschiedenen Orten weltweit berichtet wurde.

The Hollywood Reporter: “«The Listeners» ist eines jener Dramen, die sich an Zuschauer richten, die ihre Rätsel gerne schwer fassbar mögen und bei denen Nebenfiguren eher als Mittel zur Thematisierung denn zur Erzählung dienen. Hall spielt Claire, eine Englischlehrerin, die in den Vororten von – vielleicht ist es Liverpool, vielleicht auch nicht – lebt und arbeitet.“


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