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NDR setzt auf «Drama am 8000er – Was geschah an der Shishapangma?»

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Die neue «Sportclub Story» rollt ein tödliches Bergdrama neu auf und stellt unbequeme Fragen zu Wahrheit und Verantwortung.

Die Norddeutscher Rundfunk-Reihe «Sportclub Story» widmet sich mit «Drama am 8000er – Was geschah an der Shishapangma?» einem der tragischsten Unglücke im modernen Extremalpinismus. Die Dokumentation ist seit dem 2. April in der ARD Mediathek verfügbar und wird am Dienstag, 12. April 2026, um 23:40 Uhr im NDR Fernsehen ausgestrahlt.

Autor Henning Rütten rekonstruiert die Ereignisse rund um den 24. September 2014, als ein Team von Extremsportlern am Achttausender Shishapangma einen Speedrekordversuch unternahm. Ziel war es, den Berg zu Fuß zu besteigen und anschließend in weniger als 24 Stunden mit Skiern abzufahren. Doch kurz unterhalb des Gipfels löste sich eine Lawine, die zwei Bergsteiger das Leben kostete: Sebastian Haag und Andrea Zambaldi. Ein weiterer Teilnehmer, Martin Maier, überlebte schwer verletzt.

Im Zentrum der Dokumentation steht genau dieser Überlebende. Maier hat die Geschehnisse über Jahre hinweg analysiert und stellt nun eine Version des Unglücks vor, die sich deutlich von der bislang verbreiteten Darstellung unterscheidet. Seine Aussagen werfen Fragen nach der öffentlichen Kommunikation des Dramas auf – insbesondere im Hinblick auf den ebenfalls überlebenden Benedikt Böhm, der sich zu den Vorwürfen nicht äußerte.

Neben Maier kommen auch weitere Beteiligte zu Wort, darunter Kameramann Christos Tsoutsias und Magdalena Martini, die Lebensgefährtin von Sebastian Haag. Sie schildern ihre Perspektiven auf die Ereignisse und äußern Kritik an der bisherigen Aufarbeitung. Die Dokumentation zeichnet damit nicht nur das Unglück selbst nach, sondern beleuchtet auch die Mechanismen dahinter: den Druck zur Selbstinszenierung, den Einfluss von Öffentlichkeit und Sponsoren sowie die moralischen Grenzen im Extremsport.

Mehr zum Thema... TV-Sender NDR Sportclub Story
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