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«Die Chefin» legt trotz Handball-Konkurrenz zu

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Bei sportlicher Konkurrenz gehen einigen Primetime-Formaten des öfteren die Zuschauer flöten - nicht mit «Die Chefin» im Zweiten.

Zugegeben, das ganz große Handball-Spektakel am gestrigen Freitag war der Finaleinzug der DHB-Handballer ab 17:45 Uhr im Ersten. Bei 7,96 Millionen Zuschauern und satten 40,3 Prozent Marktanteil gab es wenig Rückfragen, wer den Vorabend dominierte. Das spürte das ZDF mit der «SOKO Wien» durchaus deutlich. Wo zuletzt Woche für Woche Gesamtreichweiten jenseits der drei Millionen Zuschauer-Marke gemessen werden konnten, waren gestern lediglich 2,19 Millionen Zuschauer dabei. Da rauscht der Marktanteil schnell von zuletzt 19,2 auf 11,2 Prozent runter, was selbstverständlich in der Einzelbetrachtung keinesfalls schlecht ist, jedoch ist die Wirkung der Konkurrenz eben deutlich. Das das Erste auch das zweite Halbfinale, «Dänemark vs. Island», um 20:30 Uhr übertragen sollte, stellt sich die Frage, Primetime-Gefahr?

Das ZDF kann mit der gewohnt starken Krimi-Primetime am Freitag hierbei nur müde abwinken. «Die Chefin» führt das Halbfinale ohne deutsche Beteiligung sogar überspitzt formuliert vor, denn es konnten im Schnitt mehr Zuschauer notiert werden als zuletzt. In chronologischer Reihenfolge holte Katharina Böhm zuletzt 5,08 Millionen Zuschauer ab, in der Woche darauf 5,43 Millionen und gestern eben 5,60 Millionen Zuschauer im Schnitt. Der Marktanteil kann sich mit 22,9 Prozent sehen lassen. Zum Vergleich: Die Handball-Übertragung im Ersten blockierte 4,17 Millionen Zuschauer und damit schon 17,4 Prozent des Marktes.

Bei den 14- bis 49-Jährigen machte sich das sportliche Kontrastprogramm hingegen durchaus etwas bemerkbar. Von zuletzt besseren 0,36 Millionen Jungen ging das Interesse zurück auf 0,29 Millionen. Der Marktanteil sank damit von 7,6 auf 6,0 Prozent. Hier war die blaue Eins mit 1,01 Millionen und 20,2 Prozent jedoch auch noch einen Ticken dominanter. Am Sonntag wird das ZDF den Spieß gewissermaßen umdrehen - das Finale der «EHF EURO 2026» läuft ab 18 Uhr beim Zweiten Deutschen Fernsehen, somit bleibt jedoch dem Ersten die direkten Konkurrenz zur Krimi-Primetime größtenteils erspart.

© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/168574
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