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«Asbest 2»

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Die zweite Staffel der Fernsehserie lief erneut in einer Marathon-Programmierung. Dieses Unterfangen war allerdings zum Scheitern verurteilt.

Unter Katja Eichinger wurde die zweite Staffel von «Asbest 2» realisiert, die bereits im vergangenen Jahr in der ARD Mediathek veröffentlicht wurde. Außerdem ist die Serie im linearen Programm von Das Erste gelaufen. Die Hauptdarsteller waren weiterhin Xidir Koder Alian, Lulu Hacke und Kida Khodr Ramadan. Zusätzlich standen bekannte Darsteller wie Wotan Wilke Möhring, Jasmin Tabatabai, Detlev Buck und Frederick Lau vor der Kamera.

Das Erste startete am Freitag, den 5. Dezember 2025, um 23.55 Uhr mit der linearen Fernsehausstrahlung. Zum Auftakt waren 0,48 Millionen Fernsehzuschauer dabei, der Marktanteil lag bei ernüchternden 5,2 Prozent. Bei den für die Werbewirtschaft wichtigen 14- bis 49-Jährigen fuhr Das Erste lediglich 0,09 Millionen Zuschauer ein, was einem schwachen Marktanteil von 4,1 Prozent entsprach. Die zweite Folge ging um 00.35 Uhr an den Start, zahlreiche Zuschauer schalteten jedoch ab. Nur noch 0,32 Millionen Menschen verfolgten die Geschichte, der Marktanteil sank auf 5,1 Prozent. Noch deutlicher fiel das Bild beim jungen Publikum aus: 0,05 Millionen und 3,1 Prozent.

Programmchefin Christine Strobl setzte erneut auf eine Ausweitung der Ausstrahlung in die tiefe Nacht. Um 01.15 Uhr startete die dritte Episode, die nur noch 0,20 Millionen Zuschauer ab drei Jahren vorweisen konnte, der Marktanteil bewegte sich bei 4,6 Prozent. Bei den jungen Menschen, die vor allem in die Mediathek gelockt werden sollen, waren lediglich 0,01 Millionen anwesend, was 1,3 Prozent entsprach. Die vierte Ausgabe, die um 01.55 Uhr gesendet wurde, holte noch 0,17 Millionen Zuschauer, der Gesamtmarktanteil stieg leicht auf 5,1 Prozent. Bei den jungen Erwachsenen blieben die 0,01 Millionen stabil, allerdings wuchs der Marktanteil auf 1,6 Prozent.

Mit der fünften Episode versammelten sich erneut 0,17 Millionen Zuschauer vor den Fernsehschirmen, das Programm stieg auf 6,7 Prozent Marktanteil. Interessanterweise erhöhte sich auch das Interesse der 14- bis 49-Jährigen, was allerdings erneut eher auf statistische Verzerrungen hindeuten dürfte. Dass sich die Reichweite bei einer fortlaufenden Story verbessert, ist vermutlich der Tatsache geschuldet, dass zu wenige Messgeräte aktiv waren. Der Marktanteil verbesserte sich auf 2,8 Prozent.

Die letzte Folge erreichte bis 04.00 Uhr noch 0,12 Millionen Fernsehzuschauer ab drei Jahren, bei den jungen Menschen sank das Ergebnis auf 0,01 Millionen. Beim Gesamtpublikum erreichte Das Erste 5,5 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 2,1 Prozent erzielt. Unterm Strich holte die Ausstrahlung durchschnittlich 0,24 Millionen Zuschauer und 5,4 Prozent Marktanteil. Mit 0,03 Millionen jungen Menschen fuhr man lediglich zweieinhalb Prozent Marktanteil ein.

Hier zeigt sich, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk über deutlich zu viel Etat verfügt, wenn hochwertige Serien zwischen Mitternacht und 04.00 Uhr ausgestrahlt werden können. Für Beitragszahler ist das ein Schlag ins Gesicht, denn zahlreiche freie und sinnvollere Sendeplätze gäbe es im Ersten und im ZDF durchaus.

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