Der deutsch-französische Kultursender blickt auf erfolgreiche 30 Jahre zurück, steckt sich aber auch neue Ziele. Im Herbst soll etwa ein wöchentliches Nachrichtenangebot in englischer und spanischer Sprache starten.
Am Mittwoch, knapp einen Monat vor dem 30. Geburtstag des deutsch-französischen Kultursenders arte, der am 30. Mai gefeiert wird, fanden sich in Straßburg der französische arte-Präsident Bruno Patino und der deutsche Vizepräsident Peter Weber zu einer Online-Pressekonferenz ein, um unter anderem die Bedeutung des länderübergreifenden Senders zu betonen und an die Verpflichtung des Senders aus seinem im Gründungsvertrag festgelegten Auftrag zu erinnern. „In einem krisenerschütterten Europa ist es wichtiger denn je, unseren Beitrag für die Kultur in Europa, für ihre Strahlkraft und ihr Wirken über nationale Grenzen hinaus, zu leisten", erklärte Patino. „Die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig der Zusammenhalt in Europa ist. arte, das gegründet wurde, um genau diesen Zusammenhalt und dieses Verständnis zu fördern, ist kein bloßes Nice-to-have", so Weber.
In Zukunft wolle man sich trotzdem nicht auf den Erfolgen der Vergangenheit ausruhen. Patino und Weber wollen in den kommenden Jahren „ein qualitativ exzellentes lineares und non-lineares Angebot“ sowie die „Schärfung des Senderprofils“ vorantreiben. Dabei soll die Zugänglichkeit des Angebots erweitert werden, indem arte auf allen Ausspielwegen präsenter werde. Bereits jetzt werden zwischen 40 und 50 Prozent der gesellschaftspolitischen und investigativen arte-Inhalte auf YouTube abgerufen. Außerdem will sich arte weiter als Qualitätslabel in Europa etablieren und die neun bestehenden europäischen öffentlich-rechtlichen Partnerkanäle ergänzt werden. Mithilfe dieses Netzwerkes koproduziert arte bislang mehr als 100 Programm pro Jahr. Für den Ausbau würden konstruktive Gespräche mit dem spanischen Fernsehen RTVE, dem Fernsehen LRT und weiteren baltischen Staaten geführt. Mit der zunehmenden Europäisierung des Senders hinweg über das Deutsch-Französische soll auch eine Ausweitung des Sprachenangebots einhergehen. Für den Bereich Information werde im Herbst ein wöchentliches Nachrichtenangebot in englischer und spanischer Sprache starten.

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