Serienmacher Álex Pina versucht mit seiner neuesten spanischen Eigenproduktion an den Erfolg von «Haus des Geldes» anknüpfen und schickt hierfür drei Prostituierte auf einen sinnlosen Gewalttrip.
Recht ordentlich ist das Setting der Serie gewählt. Teneriffa, das mit seiner tristen Wüstenlandschaft an Schauplätze in Nevada oder Gebiete um die mexikanische Grenze erinnert, verschafft der Serie ein internationales Flair. Die Wüste symbolisiert dabei hervorragend die Trostlosigkeit der Prostitution und erzeugt ein stimmiges Gesamtbild. Relativ schnell wird allerdings klar, dass «Sky Rojo» bis auf das Szenenbild wenig Überzeugendes oder Originelles aufzubieten hat. Die Schauspieler sind durchweg unterdurchschnittlich, auch wenn dies wohl eher aus Zufall dazu beiträgt, dass zumindest die drei Hauptdarstellerinnen eine überzeugende Unbeholfenheit ausstrahlen.
Die Serie verlässt sich letztlich leider viel zu sehr auf den Exploitation-Effekt, der die Grundthematik von «Sky Rojo» bestimmt. Trotz der furchtbaren Umstände, in denen die Prostituierten für Jahre leben mussten und aus denen sie fliehen, schaffen es die Autoren kaum Sympathiepunkte für diese zu erzeugen. Die oberflächliche Charakterzeichnung samt generischem Bösewicht sorgt für eine Gleichgültigkeit beim Schauen, die auch ein paar Brüste und etwas spritzendes Kunstblut nicht kaschieren können. 


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27.03.2021 14:36 Uhr 1
28.03.2021 14:07 Uhr 2