Was geschieht beim Rauchen?
Warum raucht man eigentlich? Raucher beschreiben eine Entspannung und eine gute Konzentration. Hinter dieser Wirkung von Tabak steckt ein hochkomplexer und gefährlicher chemischer Prozess. Sobald der Rauch inhaliert wird, gelangen Schadstoffe in die Lunge und von dort direkt in den Blutkreislauf. Besonders tückisch ist dabei die Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Wenn man sehr hohe Dosen in kurzer Zeit aufnimmt, kann eine Nikotinvergiftung auftreten. Schwindel, Übelkeit, Herzrasen und in extremen Fällen Atemlähmung sind einige typische Symptome hierfür.
Das sind natürlich extreme Fälle. Doch auch der regelmäßige Konsum schadet. Rauchen macht süchtig. So sehr, dass die Sucht mit der bei harten Drogen verglichen wird. Und gerade hier liegt eine besondere Gefahr, denn die langfristigen Folgen von Rauchen sind gut dokumentiert und erschreckend: Kohlenmonoxid verdrängt den Sauerstoff im Blut, Teer verklebt die Flimmerhärchen in den Bronchien und die Blutgefäße verengen sich immer mehr. Das Resultat ist eine deutlich erhöhte Rate an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfällen und Lungenkrebs. Wer die möglichen Ausmaße sehen möchte, kann einfach einen Blick auf die Bilder werfen, die auf jeder Zigarettenpackung prangen.
Der Imagewandel
Rein faktisch gesehen verwundert es daher wenig, dass die Zigarette in Deutschland auf dem absteigenden Ast ist. Noch vor einigen Jahrzehnten rauchten Lehrer im Klassenzimmer, Schauspieler hüllten sich in Dunstwolken und ein Aschenbecher in der Armlehne von Flugzeugen war selbstverständlich. Das ist heute kaum vorstellbar.
Wer Hollywood-Klassiker ansieht, bemerkt, wie präsent das Rauchen damals war. Die Zigarette gehörte zum guten Ton und unterstrich den Charakter des Rebellen oder der Femme Fatale. Doch die Zeiten haben sich geändert, wie ein Blick auf moderne Produktionen zeigt: In Filmen wird nicht mehr geraucht, zumindest weitaus seltener und fast nie in einem positiven Kontext. Die Filmindustrie spiegelt damit einen gesellschaftlichen Wandel wider, der auch vor dem öffentlichen Raum nicht haltgemacht hat.
Rauchverbote in Gaststätten, am Arbeitsplatz und auf öffentlichen Plätzen haben den Raucher in seine Raucherecke verdrängt. Das Rauchen ist vom Gemeinschaftserlebnis zu einer einsamen Tätigkeit vor der Tür geworden. Der Geruch vom Rauch lässt viele die Nase rümpfen und das Rauchen wird oft mit mangelnder Selbstfürsorge oder fehlender sozialer Rücksichtnahme assoziiert.
Alternativen
Mit dem Rückzug der klassischen Zigarette sind neue Trends entstanden. Moderne E-Zigaretten und Tabakerhitzer versprechen eine weniger schädliche Alternative und verführen mit Düften nach Mango, Kokosnuss und Co., doch Experten mahnen zur Vorsicht. Auch wenn die Verbrennungsprozesse wegfallen, bleibt die Abhängigkeit bestehen, und die Langzeitfolgen der chemischen Aerosole sind noch nicht vollständig absehbar.
Damit bewegt sich Nikotin weiterhin in einem Spannungsfeld zwischen individueller Freiheit, wirtschaftlichen Interessen und dem staatlichen Auftrag zum Gesundheitsschutz. Und der Trend zu weniger Rauchen ist nicht weltweit. Im Gegenteil, denn global gesehen bleibt Nikotin eine der am häufigsten konsumierten psychoaktiven Substanzen.





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