Die Video-KI Sora von OpenAI wird überraschend eingestellt. Das Unternehmen kündigte an, die Plattform für generative Videos – erst Ende 2024 gestartet – wieder vom Markt zu nehmen. Gründe nannte OpenAI zunächst nicht, versprach aber weitere Informationen zu Zeitplänen und der Sicherung bestehender Inhalte. Die Entscheidung hat direkte Auswirkungen auf die Medienbranche: Der Unterhaltungskonzern The Walt Disney Company beendet im Zuge dessen eine milliardenschwere Partnerschaft mit OpenAI. Geplant war unter anderem, dass Sora Videos mit Figuren aus Marvel-, Pixar- oder Star-Wars-Universen generiert – ein Projekt, das nun nicht weiterverfolgt wird. Auch eine Beteiligung in Höhe von rund einer Milliarde Dollar steht damit vor dem Aus.Der Rückzug kommt in einer Phase, in der generative Video-KI zunehmend unter Druck gerät. Sora galt als technologischer Meilenstein, weil die Plattform täuschend echte Videos aus Texteingaben erzeugen konnte. Genau diese Stärke wurde jedoch zugleich zum Problem: In Hollywood wuchsen Sorgen über Urheberrechtsverletzungen und die unkontrollierte Nutzung geschützter Inhalte. Mehrere Branchenverbände und Studios hatten bereits rechtliche Schritte geprüft oder eingeleitet.
Auch in Deutschland zeigte sich zuletzt die problematische Seite solcher Technologien ganz konkret. Mitte Februar sorgte ein Beitrag im «heute journal» für erhebliche Kritik: In einem Bericht über die US-Behörde ICE wurden unter anderem ein KI-generiertes Video der Plattform Sora sowie eine reale Aufnahme aus völlig anderem Kontext verwendet – ohne entsprechende Kennzeichnung oder Einordnung. Das KI-Video zeigte eine vermeintliche Festnahme vor Kindern, war jedoch frei generiert; eine weitere Szene stammte aus einer Amokdrohung in Florida im Jahr 2022 und hatte nichts mit ICE zu tun. Das ZDF sprach später von einem „Doppelfehler“, entschuldigte sich öffentlich und entfernte den Beitrag. Als Konsequenz wurde die verantwortliche Korrespondentin abberufen.
Parallel verschärft sich der Konflikt zwischen Tech-Unternehmen und Rechteinhabern weltweit. Studios wie Disney, aber auch andere Branchengrößen gehen zunehmend gegen KI-Plattformen vor, denen sie vorwerfen, urheberrechtlich geschütztes Material ohne Zustimmung zu nutzen. Selbst große Tech-Konzerne sahen sich zuletzt mit entsprechenden Forderungen konfrontiert.







Ishag und Niedernolte bei «hallo deutschland» raus
«Bridgerton»: Staffel 5 rückt Francesca ins Zentrum

Supervisor Stage Technics (m/w/d)
1. Aufnahmeleitung im Bereich Reality (m/w/d)
Initiativbewerbungen (m/w/d)




Schreibe den ersten Kommentar zum Artikel