Biografie

Heidi Klum

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Die sechste Staffel von Klums Castingshow «Germany‘s Next Topmodel» ist gerade bei ProSieben gestartet - in den USA steht sie derzeit allerdings unter herber Kritik.

In der vergangenen Woche startete bei ProSieben der mittlerweile sechste Aufguss der Castingshow «Germany‘s Next Topmodel», in der Selbstdarstellerin und Werbeikone Heidi Klum jungen Mädchen den Traum einer Modelkarriere näherzubringen versucht. Die Quoten sind nicht mehr überwältigend, bewegen sich aber dennoch über Senderschnitt, das Medienecho kommt eher blass daher, dafür wurde die aurale und visuelle Annäherung an die RTL-Konkurrenz samt eingespielter Tonschnipsel, endloser Zeitlupenwieder-holungen und unpassendem Sephia-Effekt perfekt vollzogen. Doch wer steckt eigentlich hinter der großen Illusion? Heidi Klum, bürgerliche Samuel, 36 Jahre alt, verheiratet, vierfache Mutter und in den USA lebend, wurde mit 19 Jahren in einer Düsseldorfer Diskothek entdeckt und gewann bei dem in der «Gottschalk Late Night» veranstalteten Wettbewerb «Model ’92» einen dreijährigen und mit 300.000 Dollar dotierten Modelvertrag. Mit einer Titelgeschichte in der US-Zeitschrift «Sports Illustrated» gelang ihr 1998 der Durchbruch, der ihr unter anderem einen Vertrag mit dem Modeunternehmen «Victoria‘s Secret» einbrachte.

Es folgten Werbeverträge mit Dutzenden Unternehmen, die Vermarktung eigener Umstandsmode, ein eigenes Parfum, sogar eine Rosensorte trägt den Zusatz «Heidi Klum» - und natürlich die ProSieben-Show «Germany‘s Next Topmodel». In den USA ist Klum außerdem mit dem Format «Project Runway» auf der Suche nach Designtalenten. Kritik erntete sie in der vergangenen Woche aber vor allem für ein neues Projekt: Beim Spartensender Lifetime Television moderiert Klum die Sendung «Seriously Funny Kids», die vom Konzept an «Verstehen Sie Spaß?» erinnert. Doch erlaubt sich das ehemalige Model vor laufender Kamera keine Scherze mit unwissenden Erwachsenen, sondern mit Kindern, die in ihrer Naivität vorgeführt werden. Dabei wollte Klum doch eigentlich nur ihr Image aufbessern, sich statt der kühlen Blondine als witzige Mutter inszenieren, mit der man Spaß hat. Das ist allerdings vollkommen schief gelaufen: Nachdem das Interesse an der Sendung schnell nachließ, die Kritiker verschwanden und die Zuschauer ausblieben, wurde das Format von der Primetime auf den späten Abend verlegt. Da bleibt Heidi Klum nur noch der Donnerstagabend bei ProSieben, um gutgläubigen Püppchen weismachen zu wollen, dass auf sie die ganz große Karriere wartet. Mit Erwachsenen kann man‘s ja machen.

Kurz-URL: qmde.de/48167
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