Die Kritiker

«Polizeiruf 110: Feindbild»

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Inhalt
Über den Tod eines Mannes serbischer Nationalität führt der dritte Rostocker Fall Kathrin König und Alexander Bukow auf die Spur des verzweifelten Vaters Lutz Brückmann, der seit Jahren vergeblich versucht, einen mächtigen Rostocker Pharmakonzern für den Tod seiner Tochter zur Rechenschaft zu ziehen. Wie die Kommissare im Laufe der Geschichte ermitteln, war der dem kleinen Mädchen verabreichte Zeckenimpfstoff nicht ausreichend getestet worden.

Als der Vater plötzlich handfeste Beweise für die Schuld des Konzerns zugespielt bekommt, bringt er damit sich und seine Ex-Frau in Lebensgefahr, denn er hat sich mit einem mächtigen Gegner angelegt. Während die Kommissare versuchen, seinen Spuren zu folgen, stößt Bukow zudem auf seinen großen Kontrahenten Zoran Subocek und befindet sich schnell im Zwiespalt, die eigenen Interessen mit den beruflichen abwägen zu müssen.

Darsteller
Anneke Kim Sarnau («Dr. Psycho») ist Katrin König
Charly Hübner («Ladykracher») ist Alexander Bukow
Andreas Günther («Vorzimmer zur Hölle») ist Anton Pöschel
Uwe Preuss («Im Angesicht des Verbrechens») ist Henning Röder
Josef Heynert («Die Auflehnung») ist Volker Thiesler
Andreas Patton («Was du nicht siehst») ist Lutz Brückmann
Jürg Löw («Silberkiesel - Hunkeler tritt ab») ist Dr. Ferdinand Geiger

Kritik
Geht es nach dem Willen vieler Krimi-Autoren und -Produzenten, können die neuesten TV-Ermittler gar nicht kompliziert genug ausgearbeitet werden. Schmutzig, derb und vertrackt geraten die Fälle und jeder Ermittler trägt so sein ganz persönliches Päckchen mit sich herum. So auch beim neuen Ermittlerpaar Alexander Bukow und Katrin König aus dem «Polizeiruf 110». Beim mittlerweile dritten Fall der Rostocker übernahm wieder Eoin Moore («Im Schwitzkasten») die Verantwortung bei Drehbuch und Regie und genauso rastlos und umtriebig wie der Erstling geht es auch dieses Mal zu.

Es geht um den Fall Subocek, in dem Bukow zu verwickelt sein scheint. In den beiden Folgen zuvor noch als Handlung am Rande, tritt der Fall nun an die Oberfläche und Bukow muss Rede und Antwort stehen. Schnell ergibt sich jedoch, dass Bukow als Täter nicht infrage kommt und andere Personen in die Machenschaften verstrickt sind. Ein Familienvater will den Tod an seiner Tochter rächen und macht dafür Pfuschereien in einem global tätigen Pharmakonzern verantwortlich.

Es entspinnt sich ein sehr komplexer zum Teil kaum noch nachvollziehbares Konstrukt, in dem gehörig auf Tempo gedrückt wird. Der Zuschauer bleibt zum Teil auf der Strecke, der Sehgenuss ebenfalls. Die Frage lautet auch, wie lange sich die Zuschauer mit Bukow als Antihelden noch anfreunden können, oder ob sich der Plot mit der Zeit zu stark abnutzen könnte. Wer will schon auf Dauer permanent mit Problemen behaftete Krimihelden auf der Mattscheibe sehen? Die Zukunft wird es zeigen.

Das Erste zeigt «Polizeiruf 110: Feindbild» am, den 06. Februar 2011, um 20:15 Uhr.

Kurz-URL: qmde.de/47521
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