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«Rom»

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Die zweite Staffel der aufwendigen Serie tat es dem Römischen Reich gleich und ging am Sonntagabend eindrucksvoll unter.

Die historische Serie «Rom» gilt bis heute als die teuerste Fernsehproduktion aller Zeiten. Allein für die zwölf Folgen der ersten Staffel gaben die beiden hauptverantwortlichen Sender HBO und BBC rund 100 Millionen Dollar aus. Bei uns war die spektakuläre Produktion lediglich beim kleinen Sender RTL II zu sehen. Im Sommer 2007 erreichte dieser insgesamt durchschnittlich 1,34 Millionen Zuschauer und 6,5 Prozent in der Zielgruppe. Dabei kletterten die Reichweiten zu Beginn sogar auf über zwei Millionen Zuseher und die Marktanteile bei den Werberelevanten auf über neun Prozent.

Ab 04. Juli 2009 zeigte man nun die zweite Staffel und folgte damit erneut dem Sendekonzept aus dem Jahr 2007. Wieder wurden am Sonntagabend jeweils zwei Folgen ausgestrahlt. Doch schon der Auftakt, der ausnahmsweise an einem Samstag über den Schirm lief, enttäuschte auf ganzer Linie, da schon die ersten beiden Episoden mit insgesamt 0,78 Millionen Zuschauern deutlich unter den Durchschnittswerten der ersten Staffel lagen. Dies entsprach einem Gesamtmarktanteil von nur 3,7 Prozent. Auch in der Zielgruppe lag die zweite Staffel schon zu Beginn deutlich unter den vorherigen Werten. Nur noch 0,41 Millionen junge Zuschauer erzeugten einen schwachen Marktanteil von 5,5 Prozent. Besonders bitter war dabei, dass dies noch der höchste Marktanteil war, der während der zweiten Staffel gemessen werden konnte.

Schon einen Tag später betrug dieser in der Zielgruppe nur 4,0 Prozent. Und dass obwohl die Reichweiten etwas anstiegen und 0,48 Millionen erreichten. Recht konstant blieb hingegen die Anzahl der Gesamtzuschauer. Diese betrug am 05. Juli 0,78 Millionen. Trotzdem sank der Marktanteil aufgrund der allgemein höheren Fernsehnutzung am Sonntagabend auf inakzeptable 2,7 Prozent. Exakt dieser Wert wurde auch mit den Folgen fünf und sechs sieben Tage später generiert. Auch die Reichweite in der Zielgruppe blieb mit 0,48 Millionen jungen Fans exakt gleich gegenüber der Vorwoche. Allerdings sank der Marktanteil minimal auf 3,9 Prozent.

Am 19. Juli erreichte die Serie ihren Höhepunkt. Insgesamt schalteten 0,84 Millionen Zuschauer die Folgen sieben und acht ein. So viel wie an keinem anderen Abend der zweiten Staffel. Doch die Freude hält nicht lang, wenn man bedenkt, dass der Staffelrekord der zweiten Edition exakt den Tiefpunkt des ersten Umlaufs darstellt. Mit 0,53 Millionen jungen Zuschauern reichte es an diesem Abend auch in der Zielgruppe für einen Höchstwert, der jedoch ebenfalls auf dem Niveau des Negativrekords der ersten Staffel lag.
Für das große Staffel- und gleichzeitige Serienfinale interessierten sich am 26. Juli nur insgesamt 0,70 Millionen Zuschauer und bescherten der Produktionen den tiefsten Wert aller Episoden. Der Marktanteil sank ebenfalls auf ein All-Time-Tief von 2,6 Prozent. In der Zielgruppe rutschte man auf 0,35 Millionen junge Menschen deutlich ab und erreichte nur noch 3,1 Prozent. Überflüssig zu erwähnen, dass es sich auch hierbei um absolute Tiefstwerte handelte.

Insgesamt halbierte die zweite Staffel von «Rom» mit 0,78 Millionen den Zuschauerschnitt gegenüber dem Vorgänger. Der durchschnittliche Marktanteil sank von 4,6 auf nun 2,9 Prozent. Bei den werberelevanten Zuschauern unterhielten die zehn gezeigten Folgen nur noch durchschnittlich 0,48 Millionen jungen Menschen gegenüber 0,77 Millionen im Jahr 2007. Mit durchschnittlich 4,1 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe sank der Wert nicht nur um über zwei Prozent, sondern verfehlte auch deutlich den aktuellen Senderschnitt. Man wird daher im Hause RTL II nicht traurig sein, dass die teure Serie nicht um eine dritte Staffel verlängert wurde.

Mehr zum Thema... TV-Sender RTL II Rom
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