Primetime-Check

Freitag, 22. Dezember 2006

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Der Freitagabend gehörte – wie fast immer – Günther Jauch mit seinem Quiz «Wer wird Millionär». Mit 7,17 Millionen Menschen gesamt – 2,4 Millionen davon werberelevant – kam in beiden Gruppen niemand an dem Showmaster vorbei. 19,9 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe dürfte RTL sehr freuen.

Ebenfalls sehr erfreut ist sicherlich die ARD, denn der am Freitag gezeigte Film «Der kleine Lord» belegte den zweiten Platz beim Gesamtpublikum und in der Zielgruppe. Insgesamt sahen 5,58 Millionen Menschen den Film – zwei Millionen waren davon zwischen 14 und 49 Jahren alt. Die Marktanteile beliefen sich auf 17 Prozent bei allen Zuschauern und auf 16,3 Prozent in der Zielgruppe.

Die Plätze drei und vier gingen an die ZDF-Krimis «Der Kriminalist» und «SOKO Leipzig». Erstes Format begeisterte am Freitag 4,51 Millionen Krimi-Fans und ließ die Marktanteile für das ZDF auf durchschnittlich 13,8 Prozent ansteigen. Noch erfolgreicher war «SOKO Leipzig» (Foto) - 4,90 Millionen Zuschauer sahen zu und erreichten damit knapp 15 Prozent Marktanteil. Nur beim werberelevanten Publikum fielen die Sendungen durch: Mit jeweils rund sechseinhalb Prozent Marktanteil war nicht mehr drin als nur die Plätze 19 und 17.

Auch ab 22 Uhr lief es gut für die ARD - «Mankells Wallander» wurde von 4,34 Millionen Menschen gesehen (17,1 %) – und auch in der Zielgruppe kam die Romanverfilmung gut an: Mit 12,9 Prozent Marktanteil lag man auf Platz neun im Primetime-Ranking und weit über dem Senderschnitt. In der Zielgruppe bescherte die Kerner’sche Kochshow dem ZDF die höchsten Quoten des Abends. Im Schnitt waren 9,4 Prozent der Werberelevanten dabei.

Die RTL-Sitcom «Mein Leben & ich» (Foto) verabschiedete sich äußerst schwach: Mit 8,2 Prozent Marktanteil bei allen und 11,7 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen werden die Tagebücher wohl endgültig zugeschlagen bleiben. Ebenfalls unterdurchschnittlich lief die vierte Folge von «Angie» mit Mirja Boes – 13,8 Prozent sind zu wenig für den Marktführer. Auch der weitere Abend verlief nicht nach dem Geschmack der Macher: «Upps» kam nur auf 13 Prozent und die letzte Ausgabe der «Freitag Nacht News» versagte nochmals zum Schluss. Nur 10,1 Prozent der Werberelevanten wollten Ingo Appelt und Co. sehen.

Lange Gesichter gab es auch bei Sat.1. «You can Dance» dürfte weit von den Werten entfernt sein, die man sich eigentlich erhofft hatte. Mit 5,2 Prozent Marktanteil bei allen Zuschauern (1,72 Millionen Zuschauern) ist die Sendung vor allem beim Gesamtpublikum ein Flop. In der für die Macher viel wichtigeren werberelevanten Gruppe sieht es kaum besser aus – auch 9,1 Prozent Marktanteil sind unterdurchschnittliche Werte. Am Ende kam nur Rang elf heraus. Die Entscheidungsshow holte dann leicht bessere Werte, aber auch diese waren mit sechseinhalb bzw. knapp über zehneinhalb Prozent in der Zielgruppe unter dem Senderschnitt.

Sehr erfolgreich lief erneut der «Sechserpack»: Dieser wurde von knapp 2,6 Millionen Menschen gesehen (9,8 %). 1,82 Millionen Menschen waren hiervon zwischen 14 und 49 Jahren alt. Der Marktanteil in der für die Privaten wichtigen Gruppe lagen bei tollen 16,5 Prozent. Freude gab es heute wohl auch in der Sendezentrale bei ProSieben – die gestern gezeigte «Monster AG» kam auf gute 15,8 Prozent Marktanteil und belegte in der Zielgruppe den dritten Platz im Primetime-Ranking.

VOX zeigte «Robin Hood – Ein Leben für Richard Löwenherz» und holte damit aber nur unterdurschnittliche Werte (7,1 %), RTL II kann sich hingegen über die Quote von «Billy Elliot» freuen: Diese lag mit 7,4 Prozent nämlich über dem Senderschnitt.

Bei kabel eins liefen die Freitagskrimis einmal mehr erfolgreich: «Cold Case» erreichte 1,21 Millionen Menschen ab drei Jahren – der Marktanteil belief sich auf 3,7 Prozent. In der Zielgruppe erreichte das Format genau sechs Prozent. «Without a Trace» und «Missing» erreichten bei den 14- bis 49-Jährigen jeweils 6,2 Prozent. Die höchste Reichweite der drei Krimiserien hatte «Without a Trace» mit durchschnittlich 1,41 Millionen Zusehern.

Die Tagesmarktanteile:
Beim Gesamtpublikum ging der Sieg am Freitagabend sehr deutlich an die öffentlich-rechtlichen Programme. 14,3 Prozent entfielen hierbei auf die ARD, 13,6 Prozent auf das ZDF. Stärkstes privates Programm war RTL mit 12,8 Prozent. Sat.1 kam auf 9,8 Prozent, ProSieben auf 6,6 Prozent. Dahinter: VOX (4,8 %), RTL II (3,8 %) und kabel eins mit 3,6 Prozent.

Die Zielgruppe brachte RTL auf den ersten Platz (15,6 %). ProSieben wurde mit 11,7 Prozent zweiter, Sat.1 belegte den dritten Rang mit 11,4 Prozent. Auf Platz vier: Die ARD mit 8,7 Prozent Marktanteil – das ZDF kam auf 7,8 Prozent. Dahinter: VOX mit 7,1 Prozent Tagesmarktanteil, RTL II (6%) und kabel eins mit 5,4 Prozent.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/17993
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