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«ESC»-Vorentscheid fällt auf schwächsten Wert seit Jahren

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Das Interesse an «Unser Lied für Israel» war überschaubar: Nicht einmal drei Millionen Zuschauer schalteten für die Sendung am Freitagabend ins Erste. Das ZDF profitierte von der Schwäche der Konkurrenz.

Quotenverlauf: «ESC»-Vorentscheid (seit 2013)

  • 2013: «Unser Song für Malmö»: 3,24 Mio. (10,4% / 11,5%)
  • 2014: «Unser Song für Dänemark»: 3,95 Mio. (13,3% / 13,3%)
  • 2015: «Unser Song für Österreich»: 3,20 Mio. (10,3% / 11,0%)
  • 2016: «Unser Lied für Stockholm»: 4,47 Mio. (13,8% / 12,3%)
  • 2017: «Unser Song» (Kiew): 3,14 Mio. (10,8% / 10,3%)
  • 2018: «Unser Lied für Lissabon»: 3,17 Mio. (9,9% / 8,5%)
Das Pop-Duo S!sters, das aus den Sängerinnen Carlotta Truman und Laurita besteht, wird beim Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv für Deutschland antreten. Die Mehrheit der TV-Zuschauer sowie eine internationale Eurovision-Jury und Experten wählten sie und ihren Song „Sister“ im Rahmen von «Unser Lied für Israel» zum Gewinner. Übertragen wurde der live gezeigte Vorentscheid zur besten Sendezeit wie gewohnt vom Ersten, das damit vom zuletzt bekannten Donnerstags-Sendeplatz abwich. Auf diesem erreichte die Produktion 2018 nur noch einen einstelligen Marktanteil beim Gesamtpublikum, stets zufriedenstellend lief es in den letzten Jahren dafür bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern.

An diesem Umstand änderte sich auch auf dem neuem Sendeplatz nicht viel. So verfolgten «Unser Lied für Israel» am Freitagabend ab 20.15 Uhr nur 2,84 Millionen Menschen ab drei Jahren, was einem schwachen Marktanteil von 9,6 Prozent bei allen entsprach. «Unser Lied für Lissabon» hatten im vergangenen Jahr immerhin 3,17 Millionen Zuschauer eingeschaltet, auch in den Jahren davor lief es für den Vorentscheid stets besser. Man muss schon bis ins Jahr 2012 zurückgehen, um einen niedrigeren Wert ausfindig zu machen - der wurde damals übrigens bei «Unser Star für Baku» gemessen.

Sehr viel erfreulicher lief es für Das Erste dafür bei den 14- bis 49-Jährigen, von denen die Show 0,95 Millionen einschalteten. Infolgedessen kletterte die Quote auf 10,9 Prozent, was einem besseren Wert als im Vorjahr entsprach. Und dennoch: Bei Gesamtpublikum landete Das Erste am Freitagabend nur auf Platz drei - gefragter war in der Zwischenzeit nicht nur der BR mit «Fastnacht in Franken» (mehr dazu hier), sondern auch das ZDF.

Ohne fiktionale Konkurrenz im Ersten drehten die Mainzer richtig auf und sicherten sich mit einer neuen Folge von «Der Staatsanwalt» unfassbar starke 6,32 Millionen Zuschauer ab drei Jahren. Die damit verbundenen Marktanteile kletterten auf 20,6 Prozent bei allen und herausragende zehn Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. «SOKO Leipzig» hielt sich im Anschluss noch bei 5,35 Millionen Zuschauern.

Aber noch einmal zurück ins Erste, wo es am späten Abend musikalisch weiterging. In zwei Sendungen fokussierte man sich auf Udo Lindenberg, der bereits während des ESC-Vorentscheids aufgetreten war. Das Zuschauerinteresse fiel allerdings überschaubar aus. So kam «Udo Lindenberg – Volle Fahrt voraus» ab 23 Uhr nicht über sieben Prozent Marktanteil bei 1,31 Millionen Zuschauern hinaus, bevor «Udo Lindenberg – Live vom Atlantik» ab 23.45 Uhr immerhin auf 8,7 Prozent zulegte. Bei den Jüngeren ergaben sich für die beiden Sendungen dagegen gute Marktanteile von 6,8 und 7,5 Prozent.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/107460
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