Vermischtes

Fans kritisieren «The Voice Senior»-Finale

von   |  4 Kommentare

Nach einem bereits aufgezeichneten Teil fand die Live-Entscheidung in einem kleinen TV-Studio statt - ohne die Juroren und Lena Gercke. Bei Twitter entlud sich ein Shitstorm.

Am Freitag zeigte Sat.1 das Finale von «The Voice Senior» , das der Sender bereits im Dezember aufgezeichnet hatte - zumindest den überwiegenden Teil davon. Da die TV-Zuschauer am Abend wie üblich dazu aufgerufen waren, fleißig für ihre Favoriten anzurufen, führte kein Weg an einer Live-Entscheidung vorbei. Zu der sollte es im Finale von «The Voice Senior» auch kommen - allerdings fanden die entscheidenden Minuten nicht im bekannten Studio statt, sondern in einem kleinen, recht trist geschmückten Raum.

Doch damit nicht genug: Anwesend waren bei der Verkündung der Voting-Ergebnisse weder die Juroren noch Lena Gercke, die die Show bis zum "Zeitsprung" ins Jahr 2019 eigentlich noch moderiert hatte. „Wir hatten einen kleinen Schwund, denn die Coaches und Lena sind leider weg“, sagte ihr Co-Moderator Thore Schölermann zu Beginn des Live-Teils, nachdem in der Aufzeichnung ein Countdown ins neue Jahr heruntergezählt wurde. Auch das Publikum hatte Sat.1 eingespart, stattdessen fanden sich hinter den Kandidaten nur noch ein paar Familienmitglieder. Heftiger hätte der Cut kaum sein können.

Schölermann sprach von „eine(r) etwas privatere(n) Atmosphäre“, viele Zuschauer waren zu diesem Zeitpunkt aber schon aufgebracht. Billig, beschämend und armselig waren nur einige der Adjektive, mit denen die Show in Sozialen Netzwerken versehen wurde. Selbst Frank Buschmann, der sich bei Twitter als Fan zu erkennen gab, äußerte Kritik. „Da begeistern Charaktere über Wochen ein Publikum, zeigen Persönlichkeit, können singen und werden zurecht gefeiert und dann so ein Ende?“, fragte er.

Letztendlich sah sich der Sender dazu veranlasst, auf den Shitstorm zu reagieren. Das Finale hätte man aus „produktionstechnischen Gründen bereits im Dezember“ aufgezeichnet . Aber: „Wir nehmen uns Eure Kritik wie immer zu Herzen. Sollten wir eine weitere Staffel machen, werden wir sie gerne berücksichtigen“, schrieb Sat.1 ebenfalls bei Twitter.


Der Vorgang erinnert an die Eventshows von «Deutschland sucht den Superstar», die RTL 2015 das erste Mal zeigte, zugunsten der Mottoshows inzwischen aber wieder abgeschafft hat. Sie begannen mit einem aufgezeichneten Teil, die Live-Entscheidung wurde von Oliver Geissen danach vor den TV-Studios in Köln Ossendorf bekanntgegeben. Auch im Falle von «DSDS» waren bei den Eventshows nicht einmal die Juroren anwesend, was einen tristen Eindruck hinterließ. Entsprechend hart fiel damals unser Urteil aus.

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Es gibt 4 Kommentare zum Artikel
Sentinel2003
05.01.2019 12:25 Uhr 1
Das ist ja mal echt hart!!
P-Joker
05.01.2019 12:39 Uhr 2
„Wir nehmen uns Eure Kritik wie immer zu Herzen. Sollten wir eine weitere Staffel machen, werden wir sie gerne berücksichtigen“



Aha! "Sollten wir ..."

Wenn sie keine mehr machen ... machen sie sich vollständig lächerlich!

Denn wie gesagt:

Man sollte nicht so auf die idiotischen Quoten achten, sondern sich mal die Lobeshymnen (vor dem Finale) in den sozialen Netzwerken durchlesen!
Columbo
05.01.2019 23:45 Uhr 3
Lobeshymnen in den sozialen Netzwerken bringen aber nun mal kein Geld.
Wolfsgesicht
06.01.2019 00:40 Uhr 4

Indirekt schon. Wer es liest, überlegt es sich vielleicht nachträglich zu schauen.



Aber für Staffel 1 fand ich es vertretbar. Man wollte das Konzept probieren und hat damit eine komplizierte Zeit gefüllt. Eine Show über Weihnachten und das neue Jahr muss ja vorproduziert werden, da hat einfach jeder frei und Urlaub. Ich denke nicht, dass eine Live Show, mit Publikum und großer Kulisse mit einem vertretbarem Budget kurz nach Neujahr zu stemmen gewesen wäre.

Es bedarf ja Planung und menpower. Kann mir Vorstellen dass eine Planung die vor Weihnachten beginnt durchaus komplizierter ist.



Was die fehlende Prominenz angeht...Urlaub? Ich glaub die Gercke ist zumindest Ski fahren... Bei ein Par weiteren stand bestimmt auch längst was fest, und dann hat man sich wahrscheinlich dazu entschieden statt der Hälfte einfach keinen einzuladen.

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