Quotencheck

«Sinan Toprak ist der Unbestechliche»

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Die Wiederholungen der alten Erol-Sander-Serie brachten RTLplus weitestgehend konstante Werte, allerdings auf einem unzureichenden Niveau.

Der erst kürzlich installierte Sender RTLplus soll Fernsehzuschauern vor allem eins bringen: Nostalgie. Deswegen belebte der Sender der RTL-Gruppe, der sein Auge vor allem auf Best-Ager richtet, nicht nur einige altbekannte Formate wieder sondern er wiederholt auch fleißig Sendungen, die einst bei RTL für Quote sorgten. Ein Wiedersehen feierten RTLplus-Zuschauer ab dem 26. Juli mit Sinan Toprak. Dieser war einst Titelheld eines abendfüllenden Fernsehfilms, ehe «Sinan Toprak ist der Unbestechliche»  ab 2001 auch in Serie ging. Erol Sander spielte Kriminalhauptkommissar Sinan Toprak und trat in insgesamt sechszehn Folgen als Ermittler auf, ehe der Schauspieler den Spaß an der Rolle verloren haben soll.

Den Spielfilm, der später zur Serie führen sollte, strahlte RTLplus am 26. Juli aus. 110.000 Zuschauer bewirkten 0,5 Prozent, was trotz des jungen Senderalters von RTLplus angesichts von durchschnittlich 1,4 Prozent des Kanals im Monat August sehr dürftig ist. In Nähe der Ein-Prozent-Marke sollte ein ordentlich laufendes RTLplus-Format schon abschneiden. Auch das junge Publikum fühlte sich zu «Sinan Toprak» nicht sonderlich hingezogen, denn 20.000 14- bis 49-Jährige führten in ihrer Altersgruppe nur zu 0,3 Prozent.

Ab der darauffolgenden Woche begann RTLplus dann damit die Episoden der Serie in Doppelfolgen ab 20.15 Uhr zu zeigen. Zumindest lief die von Orkun Ertener erdachte Serie schon besser als noch Ende Juli. Am 2. August schalteten zu beiden Folgen je 160.000 Personen ein, was 0,7 Prozent Gesamtmarktanteil ergab. Weil die Zuschauerzahl beim jungen Publikum jedoch schwankte, wurden erst 0,5 und danach 0,7 Prozent generiert. Letzterer Wert bewegt sich für RTLplus zumindest in einem akzeptablen Bereich. Nur noch je 140.000 Menschen verfolgten «Sinan Toprak» am 9. August, was dort zu wieder unzureichenden 0,5 Prozent bei allen Zuschauern führte. Die spätere der beiden Folgen fiel mit nur 0,1 Prozent der Werberelevanten in dieser Altersgruppe sogar völlig durch.

Am 16. August verbesserte sich die kurzlebige Serie wieder auf je 0,7 Prozent bei allen Zuschauern, die aus erst 150.000 und später 170.000 Menschen resultierten. Jeweils 30.000 junge Zuschauer bewirkten außerdem 0,5 und danach 0,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Wie davor fiel «Sinan Toprak» dann am 23. August wieder auf 0,5 Prozent Gesamtmarktanteil, bei erst 130.000 und später 140.000 Zuschauern, die nur 0,3 bzw. 0,1 Prozent der jungen Fernsehenden enthielten. Die höchste Reichweite aller Folgen entstand am 30. August mit 230.000 Interessenten, die zu 0,8 Prozent führten – ebenfalls einem Bestwert. Mit 50.000 14- bis 49-Jährigen wurde auch in diesem Segment ein neuer Bestwert erzielt, in Quoten hatte dies jedoch nur 0,6 Prozent zur Folge. Die spätere Episode in der letzten August-Woche kam auf 190.000 Zuschauer und 0,7 Prozent bei Allen.

Am 6. September holte «Sinan Toprak» je 0,6 Prozent bei allen Fernsehenden, aber gerade einmal 0,1 Prozent bei jungen Zuschauern. Das sollte nicht das letzte Mal im Rahmen der Ausstrahlungen gewesen sein, denn in den beiden verbleibenden Wochen, ehe RTLplus alle Ausgaben wiederholt hatte, kam die jeweils spätere beider Episoden ebenfalls jeweils nur auf klägliche 0,1 Prozent bei den Jüngeren. Insgesamt lief es deutlich besser, zum Beispiel mit 190.000 Zuschauern im Zuge der früheren Ausgabe am 13. September, die für 0,7 Prozent sorgte. Überhaupt blieb «Sinan Toprak» bis zum Ende der Ausstrahlungen beim Gesamtpublikum recht konstant. Am 13. und 20. September schwankten die Gesamtmarktanteile nur zwischen 0,6 und 0,7 Prozent und die Reichweiten ab Drei zwischen 160.000 und 190.000 Zuschauern.

RTLplus muss kein Trübsal blasen angesichts der Tatsache, dass «Sinan Toprak ist der Unbestechliche»  Anfang der Nuller Jahre nicht mehr hergab als einen Fernsehfilm und 16 Episoden, denn diese schlugen sich im Rahmen der Wiederholungen bei RTLplus nicht sonderlich gut. Im Schnitt schalteten 170.000 Menschen ab drei Jahren ein, wenn Erol Sander am Donnerstagabend bei RTLplus seine Ermittlungen wieder aufnahm. Das junge Publikum, das im Schnitt nur mit 20.000 Personen vertreten war, brachte der RTL-Serie allerdings wenig Liebe entgegen. Durchschnittlich verbuchte das Krimiformat 0,6 Prozent beim Publikum ab Drei und 0,3 Prozent bei 14- bis 49-Jährigen. Beide Werte sind zu wenig für RTLplus.

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