Sonntagsfragen

RTLplus-Senderchef: „Viele RTL-Programme sind zeitlose Klassiker“

von   |  3 Kommentare

Am Samstag startet RTLplus – der neue Sender für die Zielgruppe 45+. Wir haben Senderchef Jan Peter Lacher kurz erwischt und mit ihm über die Launch-Kampagne und natürlich den Start der vier neuen Gameshows gesprochen.

Zur Person Jan Peter Lacher

Jan Peter Lacher (40) ist seit Dezember 2010 Bereichsleiter Programmplanung bei RTL Television in Köln. Zu seinem Verantwortungsbereich zählen die Entwicklung der Programmstrategie, die Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen Programmplanung sowie die Ressorts Ablaufplanung/Sendeleitung und Internationale Programmbeobachtung. Nach dem Studium der „Film und Fernsehproduktion“ an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg begann Jan Peter Lacher im November 2000 seine berufliche Laufbahn bei RTL Television, zunächst als Referent des Programmdirektors. Ab Mai 2004 war er Leitender Redakteur Programmkoordination und Entwicklung Fiction, ab Mai 2006 wirkte er als Ressortleiter Strategische Programmplanung. Er bleibt weiterhin Programmplaner - und ist zusätzlich Senderchef von RTLplus.
Die Kampagne für RTLplus läuft seit einigen Tagen. Sie versuchen darin quasi einen Mix aus Retro und Moderne hinzukriegen. Wie schwer war dieser Spagat?
Wir positionieren RTLplus als modernes Unterhaltungsangebot für die Zielgruppe 45+. Das Design ist bewusst frisch und hochwertig angelegt. Wir zitieren die Hauptmarke RTL, positionieren uns aber insgesamt reifer und weiblicher. Wir möchten damit die Generation ansprechen, die mit RTL groß geworden ist und viele gute Erinnerungen mit unseren Programmen verbindet. Der Mix aus Retro und Moderne ist uns dabei gar nicht schwer gefallen, da viele RTL-Programme wie zum Beispiel unsere Sitcoms «Ritas Welt» und «Nikola» zeitlose Klassiker sind.

Etliche Haushalte, nämlich die mit Kabelempfang, können RTLplus zu Beginn noch nicht sehen. Gibt es schon einen Fahrplan wie Sie Ihre technische Reichweite nach dem Senderstart noch ausbauen möchten?
Wir streben zeitnah zum Start eine flächendeckende digitale Verbreitung an. Los geht es zum Sendestart am 4. Juni über digitalen Satellit sowie über die "Entertain"-Plattform der Deutschen Telekom. Am 1. Juli wird RTLplus ins digitale Kabel von Unitymedia eingespeist. Darüber hinaus sind wir ab Sendestart online und mobil über das Bewegtbildangebot TV NOW zu empfangen. Weitere Anbieter sollen folgen.

Mit Oliver Geissen, Herrn Llambi, Inka Bause und Jan Hahn haben Sie direkt zu Beginn vier prominente Sendergeschichter. Sie alle eint, dass Sie einer jungen Moderatoren-Generation angehören. Was haben sie noch gemeinsam und wieso ist die Wahl vor allem auf diese vier Kollegen gefallen in Sachen Moderation der neuen Gameshows?
Es ist klasse, dass wir die Neuauflagen der Gameshows so hochkarätig besetzen konnten. Inka Bause, Oliver Geissen und Joachim Llambi zählen zu den beliebtesten RTL-Gesichtern und werden auch RTLplus erfolgreich prägen. Mit Jan Hahn konnten wir den Top-Moderator des «Sat.1-Frühstücksfernsehens» gewinnen. Alle vier freuen sich darauf, die beliebten Gameshow-Klassiker modern und neu beim Publikum zu setzen.

Ohnehin sind «Glücksrad», «Ruck zuck», «Familienduell» und «Jeopardy» das Thema schlecht hin. Bekannt ist schon, dass es im September losgehen soll. Können Sie schon grobe Sendeplätze und Staffelumfänge nennen und vielleicht auch etwas zu den Gerüchten sagen, dass die Shows auch im RTL-Hauptprogramm verwertet werden könnten?
Die Gameshows werden täglich im Vorabendprogramm von RTLplus gezeigt. Details zur Programmierung werden wir in einigen Wochen bekannt geben. Bitte lassen Sie sich überraschen.

In Kombination mit den Eigenproduktionen am Vorabend bieten wir den Zuschauern mit RTLplus ein starkes Zusatzangebot, das den Hauptsender in komplementärer Programmierung optimal ergänzen soll.
RTLplus Senderchef Jan Peter Lacher im Quotenmeter-Interview
In der Primetime setzen Sie großflächig auf deutsche Produktionen aus den 90ern. Sat.1 Gold, das ähnlich ausgerichtet ist, hat erst richtig gezündet, als man die Programmfarbe auch um US-Klassiker erweitert hat – und punktet jetzt auch mit alten Hits wie «Bulle von Tölz» und «Rex». Wieso werden «Stefan Frank» und die Ermittlerinnen vom «Doppelten Einsatz» schneller ihr Publikum finden?
Eine besondere Stärke und ein Alleinstellungsmerkmal von RTL sind die vielen extrem populären Eigenproduktionen, die den Sender erfolgreich geprägt haben. Für diese Programme gibt es nach wie vor eine große Nachfrage. So haben wir zuletzt mit Wiederholungen von «Ritas Welt» am Donnerstagabend bei RTL bis zu 15,5 Prozent Marktanteil geholt. In Kombination mit den Eigenproduktionen am Vorabend bieten wir den Zuschauern mit RTLplus ein starkes Zusatzangebot, das den Hauptsender in komplementärer Programmierung optimal ergänzen soll. Dabei greifen wir an einigen Wochentagen die alten Line-ups auf, die viele Zuschauer in bester Erinnerung haben.

Besten Dank für das Gespräch.

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Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
tommy.sträubchen
02.06.2016 14:31 Uhr 1
Also es mag sein das Ritas Welt bei den aktuellen Donnerstagsfolgen einmal diesen Wert erreicht hat.. (hab ich verpasst) Immer wenn ich mir die Quote ansehen ( das ist ziemlich oft) laufen die Comedys ab 22.10uhr immer deutlich unterm Sendeschnitt. ..aber man kann sich sein Programmerfolg auch schön reden:-) also ich bin vom RTL plus Programm sehr enttäuscht (bis jetzt)...glaube nicht das es viel besser wird.
medical_fan
02.06.2016 18:06 Uhr 2

Jup das hab ich mir auch gedacht.



Ich bin eher sehr enttäuscht von Sat1Gold früher liefen da gute Sachen inzwischen kann man den Kanal komplett vergessen das er noch irgendwo vorne ist der Sender hat er nur meiner Faulheit zu verdanken sonst hätte ich den schon längst runtergeschmissen.
Fernsehfohlen
02.06.2016 20:05 Uhr 3
Die 15,5%, von denen er da spricht, hat "Ritas Welt" in der Tat geholt - in der ersten Woche nach der Rückkehr Anfang Februar.



Und ihr habt insofern Recht, dass die Serie in den letzten sieben Ausstrahlungswochen durchgängig unter Senderschnitt lag: Mit 7,0 bis 11,1 Prozent der 14- bis 49-Jährigen.
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